Das Unternehmen Tesla erhöht den Druck auf europäische Behörden, um Full Self-Driving umfassend in der EU anbieten zu können.
Eine Reuters-Recherche auf Basis von Hunderten Seiten Behördenkorrespondenz zeigt, dass Tesla bei der Prüfung seines Fahrerassistenzsystems FSD auf weniger aufwendige Prüfungen gedrängt hat.
Besonders wichtig ist die bereits erteilte Zustimmung der niederländischen Behörde RDW. Sie ebnet den Weg für eine Abstimmung auf EU-Ebene.
Tesla bezeichnet FSD als „Full Self-Driving (Supervised)“. Das System fährt nicht vollständig autonom und verlangt weiterhin die Aufmerksamkeit des Fahrers.
Sieben von Reuters befragte Verkehrssicherheitsforscher kritisieren zudem die von Tesla vorgelegten Sicherheitsnachweise. Die Daten belegten nicht die Behauptung, FSD könne tödliche Unfälle verhindern.
Tesla FSD steht vor EU-weiter Entscheidung
Für die weitere Zulassung sind mehrere Punkte entscheidend:
- Sieben weitere EU-Länder haben FSD bereits national zugelassen.
- Tesla benötigt 55 Prozent der EU-Staaten mit 65 Prozent der EU-Bevölkerung.
- Die niederländische Prüfung läuft bereits seit 2024.
- Tesla beanstandete unter anderem Prüfungskosten von 365.000 Euro.
Die RDW weist Zweifel an ihrer Unabhängigkeit zurück und erklärt, Fahrerassistenzsysteme objektiv und unabhängig zu prüfen. Tesla beantwortete detaillierte Fragen von Reuters zu seinen Sicherheitsstudien und dem Kontakt mit europäischen Behörden nicht.
Ich halte eine gründliche Prüfung hier für wichtiger als eine schnelle Freigabe. FSD könnte den europäischen Markt für Fahrerassistenz deutlich verändern. Gerade deshalb sollten Sicherheitsversprechen anhand belastbarer und unabhängiger Daten überprüft werden.
mobiFlip bei Google bevorzugen – unsere Beiträge öfter sehen Quelle wählen ↗