Der Hersteller eQ-3 erweitert die Homematic IP Home Control Unit am 27. Oktober 2026 um Plugins für Modbus und MQTT.
Damit können künftig auch zahlreiche kompatible Geräte anderer Hersteller in das Smart-Home-System eingebunden werden. Die neuen Schnittstellen sollen nicht nur die Anzeige von Messwerten ermöglichen, sondern auch die Steuerung und gemeinsame Automatisierung unterschiedlicher Komponenten.
Homematic IP unterstützt Modbus und MQTT
Besonders interessant ist die Modbus-Anbindung für Haushalte mit Photovoltaikanlage oder anderen Energiesystemen. Der Kommunikationsstandard wird unter anderem von Wechselrichtern, Batteriespeichern, Energiezählern, Wallboxen und Wärmepumpen verwendet.
Über das Plugin können entsprechende Messwerte und Gerätezustände in Homematic IP verarbeitet werden. Denkbar sind beispielsweise Automatisierungen, die eine Wärmepumpe bei ausreichend Solarstrom aktivieren oder eine Wallbox zum Laden freigeben.
Die beiden neuen Plugins decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab:
- Modbus: Integration kompatibler Energiegeräte zur Überwachung, Steuerung und Automatisierung.
- MQTT: Anbindung kompatibler Geräte aus den Bereichen Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Klima und Sicherheit.
- Konfiguration: Beide Plugins lassen sich über die Weboberfläche der Home Control Unit aktivieren und einrichten.
MQTT ist insbesondere im Smart-Home- und IoT-Bereich verbreitet. Eine entsprechend ausgestattete Klimaanlage könnte beispielsweise direkt über die Homematic IP App gesteuert und in bestehende Automatisierungen eingebunden werden.
Bereits zuvor hatte eQ-3 die Home Control Unit um Unterstützung für den Kommunikationsstandard EEBUS erweitert. Mit Modbus und MQTT kommen nun zwei weitere Möglichkeiten hinzu, um Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander zu verknüpfen.
Allerdings bedeutet die Unterstützung eines Kommunikationsstandards nicht automatisch, dass jedes entsprechende Gerät ohne zusätzliche Konfiguration funktioniert. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt auch von den jeweiligen Geräten und deren Schnittstellen ab.
Für die Home Control Unit ist das ein durchaus wichtiger Schritt. Gerade bei der Energieverwaltung und bei herstellerübergreifenden Installationen dürfte die größere Offenheit einen praktischen Unterschied machen.
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