Der Automatisierungsdienst IFTTT stellt seine Tarife ab dem 28. Oktober 2026 auf ein nutzungsbasiertes Preismodell um.
Künftig soll nicht mehr die Anzahl der erstellten Applets im Mittelpunkt stehen, sondern wie häufig diese ausgeführt werden und welche Funktionen sie verwenden. Applets sind automatisierte Abläufe, die verschiedene Dienste und Geräte miteinander verbinden.
Laut einer Mitteilung an Bestandskunden können Nutzer künftig beliebig viele Applets erstellen, aktivieren und veröffentlichen. Gleichzeitig verspricht IFTTT einen erweiterten Zugang zu leistungsfähigeren Funktionen. Die bisherigen Beschränkungen bei der Anzahl der Applets sollen damit entfallen.
IFTTT: Neue Tarife ohne Begrenzung der Applet-Anzahl
Für bestehende Kunden soll sich der Preis durch die Umstellung zunächst nicht verändern. Wer voraussichtlich die Nutzungsgrenzen seines Tarifs überschreitet, soll in der kommenden Woche persönlich kontaktiert werden. Aktuell besteht laut IFTTT kein Handlungsbedarf.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- Start des neuen Preismodells am 28. Oktober 2026
- Unbegrenzte Anzahl erstellbarer und aktivierbarer Applets
- Tarifstufen richten sich nach Nutzungshäufigkeit und Applet-Typ
- Keine unmittelbare Preisänderung für bestehende Kunden
- Weitere Informationen sollen kommende Woche folgen
Interessant ist auch die Begründung des Unternehmens. IFTTT räumt ein, dass die in den vergangenen Jahren eingeführten Einschränkungen bei Diensten und Applets rückblickend ein Fehler gewesen seien. Damals sollten diese Maßnahmen das Geschäftsmodell wirtschaftlich nachhaltiger machen.
Nun verweist der Anbieter auf die wachsenden Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz und möchte Automatisierungen wieder zugänglicher gestalten.
Konkrete Nutzungskontingente, neue Tarifpreise oder mögliche Kosten bei Überschreitungen nennt IFTTT bislang nicht. Damit ist noch offen, wie sich die Umstellung für besonders aktive Nutzer langfristig auswirkt.
Der Abschied von festen Applet-Limits dürfte vor allem Nutzern mit vielen unterschiedlichen Automatisierungen entgegenkommen. Ob das neue Modell tatsächlich großzügiger ausfällt, hängt allerdings davon ab, wie viele Ausführungen die einzelnen Tarife künftig erlauben.
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