Influencer statt Journalisten: Brüssel plant Experiment

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Der Rat der EU plant einen Pilotversuch, der Influencern Zugang zu EU-Gipfeln in Brüssel ermöglichen soll.

Content Creator sollen Sitzungen begleiten, jedoch keine Fragen an Minister oder Regierungschefs stellen dürfen. Nach Angaben aus EU-Kreisen soll das Projekt im Juli starten und Influencern Zugang zu Ministertreffen und Gipfeln geben.

Geplant sind rund zehn Creator pro Veranstaltung, begleitet vom Ratspersonal und mit Zugang zu sonst nur akkreditierten Journalisten vorbehaltenen Bereichen.

EU testet Influencer-Zugang zu politischen Gipfeln

Laut Diplomaten fällt die Reaktion in Arbeitsgruppen der Mitgliedstaaten eher verhalten aus. Kritiker zweifeln am Mehrwert und verweisen darauf, dass Content Creator keine klassische Pressefunktion haben und keine Fragen stellen dürfen.

Einige Staaten sehen dennoch Potenzial für größere Reichweite zu EU Themen und wollen die Auswahl selbst steuern.

Ich halte den Ansatz für kommunikativ interessant, habe jedoch Fragen zur Transparenz und zur Abgrenzung zur klassischen Presse. Grundsätzlich verstehe ich natürlich den Ansatz, eine gewisse Nähe zu den Bürgern durch Influencer herzustellen. Ob sie ihrer Aufgabe gerecht werden, daran habe ich allerdings Zweifel.

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