Klassenchats außer Kontrolle: Ministerin will WhatsApp regulieren

Die Bundesbildungsministerin Karin Prien will die Debatte über Jugendschutz auf Messengerdienste wie WhatsApp ausweiten.

Auslöser ist der WDR-Themenschwerpunkt „Inside Klassenchats“, der problematische Inhalte in schulischen Gruppen beleuchtet. Prien erklärte laut WDR, die aktuelle Diskussion greife zu kurz, wenn sie sich nur auf klassische soziale Netzwerke beschränke.

Bisher konzentrierte sich die politische Debatte vor allem auf mögliche Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche. Messengerdienste wie WhatsApp fallen bislang nicht darunter, auch internationale Modelle wie in Australien nehmen sie aus.

WDR-Umfrage zeigt problematische Inhalte in Klassenchats

Laut einer infratest dimap Befragung im Auftrag des WDR sind acht von zehn Schülern in Klassenchats aktiv. Mehr als ein Drittel der 10- bis 16-Jährigen berichtet von belastenden Inhalten.

Häufig genannte Inhalte laut WDR-Umfrage:

Prien räumte ein, dass der Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt laut eigener Einschätzung bislang nicht ausreichend umgesetzt wurde. Eine Expertenkommission prüft derzeit mögliche Maßnahmen, Ergebnisse werden vor dem Sommer erwartet.

Ich halte es für folgerichtig, die Debatte auf Messenger auszuweiten, da diese im Alltag von Schülern eine zentrale Rolle spielen und bisher regulatorisch kaum berücksichtigt wurden.

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