Gaming-Handhelds haben in den letzten Jahren für Furore gesorgt und etliche Hersteller haben entsprechende Modelle in ihr aktuelles Produktsortiment aufgenommen. Dazu gehört auch der chinesische Hersteller Lenovo mit dem Legion Go, dem Legion Go S und dem Legion Go 2, die beiden letzteren Modelle repräsentieren das aktuelle Lineup. Das Legion Go war das erste Gaming-Handheld von Lenovo, das im Rahmen der IFA 2023 in Berlin präsentiert wurde und im Herbst desselben Jahres auf den Markt kam.

Knapp über zwei Jahre Update-Support?

Durch den eingesetzten Prozessor AMD Ryzen Z1 Extreme ist der Gaming-Handheld durchaus für aufwendigere Games geeignet. Allerdings ist ein Prozessor nur so stark, wie die Treiber gepflegt werden – neuere Games benötigen also aktualisierte Treiber. Beim Legion Go ist das genau der Knackpunkt: Lenovo hat dem Gerät nur sehr wenige neue Treiber spendiert, sodass es immer wieder Kompatibilitätsprobleme mit neueren Spielen gab. Allein letztes Jahr gab es lediglich zwei Updates – meiner Meinung nach sind das zu wenige.

Doch damit nicht genug: Auf die Anfrage eines Nutzers nach einer aktuelleren Treiberversion hat der Support von Lenovo Korea mitgeteilt, dass der Update-Support für das knapp über zwei Jahre alte Legion Go beendet wurde. Lenovo wird also keine Updates mehr für das Legion Go bereitstellen. Ob diese Entscheidung von Lenovo oder von AMD getroffen wurde, die für den Prozessor Ryzen Z1 Extreme keine Treiber mehr bereitstellen, die dann von Lenovo „weiterbearbeitet” werden können, wird aus der Anfrage nicht klar.

Es bleibt abzuwarten, ob Lenovo sich noch offiziell zur Thematik äußern wird. Sollte AMD den Update-Support für den besagten Prozessor eingestellt haben, wären davon nicht nur das Lenovo Legion Go, sondern auch die beiden Gaming-Handhelds ROG Ally von ASUS betroffen.


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  1. Dirk Lapehn 👋

    bye Lenovo 👋🏽

  2. Ghost32 👋

    wenn das so ist, wäre es ne ziemlich große Schweinerei..kunden ein handgeld anpreisen und nach 2-3 jahren bereits den Support einstellen ? was für eine Ressourcenverschwendung und Frechheit

  3. Stefan K. 🔅

    Ich wage stark zu bezweifeln, dass AMD den Treiber-Support für die Z1-Plattform einstellt. Das wäre selten dämlich und Reputationsschädigend, wo AMD die Handheld-Sparte aktuell quasi dominiert.
    Eher wird sich Lenovo vom Update-Support verabschieden, um sich auf die zweite Generation der Handhelds zu konzentrieren – sofern man das als solches bezeichnen will. Denn wenn schon für den ersten Go nur sporadisch aktualisierte Treiber veröffentlicht wurden, wird es bei Go2 und Konsorten nicht viel anders aussehen. Sehr enttäuschend, dabei sagte mir vom Gesamtpaket der Go2 am ehesten zu im aktuellen Markt. Aber so werde ich mir bestimmt keinen Lenovo-Handheld zulegen, bei diesen Aussichten. 🤔

  4. Kev ☀️

    Das wäre wirklich bitter. Vielleicht eine Fehlinformation eines Support Mitarbeiters?

  5. Hazz 🔅

    Sollten nicht die allgemeinen AMD Treiber für die Z1 Extreme CPUs funktionieren. Es gibt doch einigen Handhelds mit dieser CPU. Wieso funktionieren diese nicht auch für den legion Go? Ist doch eine ganz normale iGPU. Es ist doch ganz üblich das man sich die Treiber direkt vom Hersteller(also meist, AMD, Nvidia oder Intel) runterlädt.

    1. Bach 👋

      Weil AMD diese Variante des „Side loading“ geblockt hat.

    2. Dieser Gedanke verfolgt MSI mit seinen Produktmodellen „MSI Claw“. Hier kann die „Intel Generic Driver“-Treiberdatei, die regelmäßig aktualisiert wird und zuletzt XeSS 3 enthält, heruntergeladen werden. Man ist also nicht auf die Gnade des Herstellers angewiesen, in diesem Fall MSI.

  6. Kurt 🔅

    wie dämlich sind die eigentlich? das Ding ist ein Computer! soll ich mir jz alle 2 Jahre nen neuen Computer kaufen oder was?!
    hab mir den geholt weil ich dachte dass der Support die nächsten 10 Jahre hält und man den Handheldmarkt damit revolutioniert. mein Tablet mit 8 Elite kann auch so einiges aber das Go ist einfach besser dafür.

    1. Da der Legion Go das SteamOS-System offiziell unterstützt, kann man auf das System von Valve setzen und weiterhin Updates – Stichwort Mesa – erhalten. Allerdings hat man dann kein Windows mehr, was je nach Situation Vor- und Nachteile hat.

  7. gork 🏆

    Sorry, dann können sie Sparte gleich ganz einstampfen. Die Käufer sind wohl größtenteils kaufkräftige und gut informierte Gamer. Nach der Meldung wird sich ja wohl keiner mehr so ein Dingens kaufen. Egal wer jetzt Schuld hat

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