Milliarden-Deal: Schneider Electric will Shelly übernehmen

Aus Gesprächen wird ernst: Schneider Electric will die Shelly Group für rund 1,2 Milliarden Euro übernehmen und bietet 70 Euro je Aktie.

Die Shelly Group hat mit einer Tochter von Schneider Electric eine Investitionsvereinbarung für ein freiwilliges Übernahmeangebot geschlossen. Der Preis entspricht laut Shelly einem Aufschlag von 27 Prozent auf den unbeeinflussten Referenzkurs von 55,20 Euro vor ersten Marktgerüchten Ende Juli.

Auch die beiden Shelly-Gründer unterstützen die geplante Transaktion. Gemeinsam kontrollieren Dimitar Dimitrov und Svetlin Todorov rund 57 Prozent des Aktienkapitals. Noch wurde allerdings kein offizielles Übernahmeangebot veröffentlicht.

Schneider Electric strebt vollständige Shelly-Übernahme an

Die wichtigsten Eckpunkte des geplanten Deals:

  • 70 Euro Barangebot je Shelly-Aktie
  • Unternehmensbewertung von rund 1,2 Milliarden Euro
  • Mindestannahmeschwelle von 95 Prozent
  • Abschluss spätestens im ersten Quartal 2027 erwartet

Dimitrov hält rund 29 Prozent und will seine Aktien anbieten. Einen Teil des Erlöses möchte er anschließend gemeinsam mit Schneider Electric reinvestieren. Todorov kontrolliert rund 28 Prozent und hat den Verkauf seiner Anteile in zwei Schritten vereinbart.

Bei erfolgreicher Übernahme strebt Schneider Electric die vollständige Kontrolle und möglicherweise ein Delisting an. Hauptsitz, Organisation und Belegschaft in Bulgarien sollen laut Vereinbarung für mindestens drei Jahre erhalten bleiben. Die Freigabe der bulgarischen Finanzaufsicht wird Ende November oder Anfang Dezember 2026 erwartet.

Ich halte den Deal vor allem wegen der Größenordnung für bemerkenswert. Shelly würde mit Schneider Electric einen global aufgestellten Partner erhalten.

Ausschlaggebend wird sein, ob Shellys offene Plattform und die bisherige Produktstrategie tatsächlich langfristig erhalten bleiben. Das wäre sehr wünschenswert, bei solchen Übernahmegeschichten bin ich allerdings grundsätzlich erst einmal skeptisch.


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  1. Julian II. 🏅

    Das Ende von bezahlbaren und offenen Komponenten….

  2. Gast 🪴

    Für 600 Millionen würde ich meine Firma auch verkaufen.
    400 davon gut angelegt, 100 für einen netten Bunker, dann haben davon auch die Enkel noch was.
    Die übrigen 100 Mio reichen für ein ziemlich entspanntes und sorgloses Leben bis zum Ende.

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