Die Stadt München führt ab Juli Mindestpreise für Fahrdienste wie Uber und Bolt ein und passt gleichzeitig die Taxitarife an.

Der Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats hat laut „Süddeutscher Zeitung“ beschlossen, dass Fahrten mit appbasierten Mietwagenanbietern künftig nicht mehr unter festgelegte Mindestpreise fallen dürfen. Bisher konnten diese Dienste ihre Preise flexibel an die Nachfrage anpassen und teilweise deutlich unter Taxitarifen anbieten.

Künftig gilt ein Grundpreis von 5,13 Euro sowie ein Mindestpreis pro Kilometer von 2,43 Euro, ab dem achten Kilometer 2,25 Euro. Rabatte unterhalb dieser Grenze sind untersagt, höhere Preise bleiben möglich. Parallel werden Taxifahrten günstiger, etwa durch reduzierte Kilometerpreise und niedrigere Pauschalen für Strecken wie Flughafen zum Hauptbahnhof.

Mindestpreise für Fahrdienste und neue Taxitarife in München

Die Stadt verfolgt laut eigenen Angaben das Ziel, fairere Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und Arbeitsstandards zu verbessern. Das Hauptzollamt München hatte zuvor Verstöße gegen Sozialvorschriften und Mindestlohnregelungen festgestellt.

Verhandlungen mit den Anbietern verliefen laut Kreisverwaltungsreferat nicht erfolgreich. Vorschläge wie Preiskorridore oder Sanktionen gegen illegale Praktiken wurden demnach abgelehnt. Die CSU stimmte gegen die Regelung und verwies auf weiteren Gesprächsbedarf.


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  1. Dennis 🎖

    Hört sich mehr als nur bescheiden an… 🤮🤢😩

  2. Hubert0815 🍀

    In Heidelberg vor Monaten auch schon geschehen. Seitdem wurde es für alle teurer. Danke an die Politik und Taxi-Lobby.

  3. Christian 🔆

    Puh…echt happig.

    Außerdem finde ich es grenzwertig, wenn die Politik die Preise vorgibt. Da ist kein echter Wettbewerb mehr möglich.

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