Nintendo Switch 2: Erster Jailbreak mithilfe von OpenAI Codex gelungen

Ein Entwickler hat erstmals einen Software-Jailbreak für die Nintendo Switch 2 vorgestellt und dabei die KI OpenAI Codex eingesetzt.

Der unter dem Namen pepsipu bekannte Entwickler veröffentlichte am 18. Oktober 2026 technische Details zu seinem Projekt „ns2jb“. Der Jailbreak funktioniert nach seinen Angaben auch mit der aktuellen Firmware 23.0.1 und benötigt keine zusätzliche Hardware in der Konsole.

Nintendo Switch 2: Jailbreak ermöglicht Homebrew und Spielmodifikationen

Als Einstiegspunkt dient die ursprünglich für die erste Switch veröffentlichte Software SmileBASIC 4, die rund 25 US-Dollar kostet. Eine Sicherheitslücke in deren Interpreter ermöglicht es, eigenen Programmcode auszuführen und auf bestimmte Systemfunktionen zuzugreifen.

Der Jailbreak eröffnet unter anderem folgende Möglichkeiten:

Als Demonstration veränderte der Entwickler das Spiel Mario Kart World und integrierte zusätzliche Charaktere. Bemerkenswert ist dabei die Rolle künstlicher Intelligenz: OpenAI Codex unterstützte die Suche nach Sicherheitslücken und die Entwicklung des Exploits.

Dafür baute der Entwickler sogar einen automatisierten Testaufbau mit zwei Konsolen, Fernsteuerungstechnik und einem mechanischen Schalter zum Neustarten der Geräte.

Vollständige Kontrolle über die Konsole fehlt weiterhin

Trotz des Erfolgs handelt es sich nicht um einen vollständigen System-Hack. Der sogenannte tethered Jailbreak bleibt nicht dauerhaft aktiv und muss nach jedem Neustart erneut ausgeführt werden. Auch ein vollständiger Zugriff auf den Systemkernel oder eine alternative Firmware sind damit bislang nicht möglich.

Für normale Spieler ergibt sich deshalb zunächst wenig praktischer Nutzen. Für die Homebrew-Szene ist der Fortschritt dagegen interessant, weil erstmals deutlich weitergehende Eingriffe in die Software der Switch 2 demonstriert werden.

Dass dabei KI-Werkzeuge eine wesentliche Rolle gespielt haben, macht den Fall auch über die Nintendo-Szene hinaus bemerkenswert. Die automatisierte Suche nach Sicherheitslücken könnte künftig einen größeren Anteil solcher Forschungsarbeiten übernehmen.

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