Porsche vor dem nächsten Kahlschlag? Tausende Jobs stehen auf der Kippe

Der Sportwagenhersteller Porsche arbeitet an einem weiteren Sparpaket, das laut Berichten erneut zahlreiche Arbeitsplätze betreffen könnte.

Nach Informationen des Handelsblatts könnten bei Porsche bis zu 4.000 weitere Stellen wegfallen. Betroffen wären demnach vor allem Bereiche wie Management und Verwaltung. Auch am Entwicklungsstandort Weissach sollen laut dem Bericht Teile der Kapazitäten überprüft werden.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte die genannte Zahl nicht und verwies auf ein Zukunftspaket, das bis Ende Juli vorgestellt werden soll.

Porsche verschärft Sparkurs in schwieriger Marktlage

Bereits zuvor hatte Porsche zusätzliche Einsparungen angekündigt. Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen sozialverträglich entfallen. Hinzu kommen ausgelaufene Verträge von etwa 2.000 befristet Beschäftigten sowie die angekündigte Schließung von drei Tochtergesellschaften mit weiteren Auswirkungen auf die Belegschaft.

Der Sportwagenhersteller ist Teil des Volkswagen-Konzerns, der ebenfalls umfangreiche Einschnitte plant. Berichten zufolge stehen dort bis zu 100.000 Stellen zur Disposition. Gleichzeitig kündigen auch andere Hersteller wie Mercedes Sparmaßnahmen an.

Ich sehe, dass sich die angekündigten Sparprogramme inzwischen durch große Teile der deutschen Automobilbranche ziehen. Ob die geplanten Maßnahmen langfristig ausreichen, wird sich erst zeigen, wenn die Unternehmen ihre Strategien und deren Auswirkungen im Detail vorstellen.


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  1. Warpig 🎖

    Mir tut es leid für die ganzen Angestellten, die ihren Job verlieren. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass die Unternehmen, gerade die Autobauer in den letzten Jahren vielleicht auch Jahrzehnten zu viele Leute eingestellt haben und dabei über ihr Verhältnis gelebt haben.

    1. Christian 🔆

      Nicht wirklich. Die Auftragslage war gut und entsprechend vorhanden.

      Man hat halt den Wandel verschlafen und ein Problem, ist meiner Meinung nach, auch die Stärke der Gewerkschaften/Betriebsräte gerade im VW Konzern/Umfeld.

      Es war absehbar das die fetten Jahren zu ende gehen.

      1. RR ☀️

        Die Gewerkschaften sind aus meiner Sicht nicht das Problem. Die Ursachen liegen vielmehr in Missmanagement und strategischen Fehlentscheidungen. Über viele Jahre hat sich die deutsche Automobilindustrie zu sehr auf den Erfolg von „Made in Germany“ verlassen, anstatt konsequent in Zukunftstechnologien und Innovationen zu investieren. Als die Entwicklung der Elektromobilität Fahrt aufnahm, wurde sie zunächst vielerorts belächelt, statt sie als strategische Chance zu begreifen.

        Die Entwicklung erinnert mich an Intel: Über viele Jahre wurden Quad-Cores als ausreichender Standard vermarktet, während AMD gezwungen war, durch Innovationen und technologische Fortschritte Marktanteile zu gewinnen.

        Der entscheidende Unterschied zur Automobilindustrie besteht allerdings darin, dass Intel lange Zeit nur begrenzten Wettbewerbsdruck hatte. Die Geschichte zeigt jedoch immer wieder, dass selbst marktbeherrschende Unternehmen nicht unantastbar sind. Zahlreiche Konzerne galten einst als „too big to fail“ – und sind heute dennoch von der Bildfläche verschwunden.

    2. mrn ☀️

      Die deutschen Autobauer haben sich in den vergangenen zehn Jahren immer wieder für kurzfristige Gewinne entschieden, während die Bedürfnisse eines (offenbar doch nicht so unwichtigen) Teils der bisherigen Kundschaft ignoriert wurde. Auch die Angestellten haben durch Zuschläge und vergleichsweise gute Rahmenverträge davon profitiert – dank Milliarden an Subventionen und protektionistischer Wirtschaftspolitik sogar deutlich länger, als es sonst der Fall gewesen wäre.

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