Auch in Saudi Arabien hat man vor einer Weile gelernt, dass die Welt nicht ewig an Öl hängen wird und man wird damit zwar noch eine Weile gutes Geld verdienen, es benötigt aber (neben Tourismus) eine Vision, wie die Zukunft ohne Öl aussieht.
Eine Option könnte der Einstieg in die Automobilbranche sein, bei dem man sich nicht nur an China orientiert, eine andere Diktatur, die damit die Branche erobern möchte, man arbeitet auch mit ihnen zusammen – also jedenfalls mit Foxconn.
Mohammed bin Salman gründete 2022 das Unternehmen „Ceer Motors“, welches die elektrische Zukunft, zunächst lokal, mitbestimmen soll. Eine flache Limousine und ein SUV machen den Anfang, fünf weitere Modelle sind bis 2030 vorgesehen.
Der Exobot (ja, das ist der Name des Autos) ist das Flaggschiff mit über 1.000 PS und eher bescheidenen 560 km Reichweite. Aber man setzt direkt auf 800 Volt, es kann also zügig geladen werden. Doch der Fokus liegt zunächst auf Performance.
Ein Marktstart für Europa wurde bisher noch nicht angedeutet, es ist aber ein ganz neues Unternehmen, da wird man zunächst mit dem Heimatmarkt zu tun haben. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Mohammed bin Salman globale Pläne im Kopf hat.
China nutzt die langsame Branche, die sich immer noch sehr stark auf Verbrenner verlässt, um sie zu erobern, was man in der Welt der Technik schon oft gesehen hat. Diese Entwicklung ist ein gute Chance für Neulinge, wie ab 2027 für Ceer.
Werden wir den Ceer Exobot jemals in Deutschland sehen? Keine Ahnung, vor 2030 sicher nicht. Spielt aber auch keine Rolle, denn diese Ankündigung zeigt nur, dass die Konkurrenz auf diesem Markt immer härter wird. Hinter solchen Unternehmen steckt sehr viel Kapital (dank Öl) über den Staat, wenn man will, ist viel möglich.
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