Schluss mit schweren Paketen? DHL macht sich für 23-Kilo-Limit stark

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Die Deutsche Post baut ein Gesundheitsprogramm für Zustell-Teams aus und fordert eine gesetzliche Paketgewichtsgrenze von 23 Kilogramm.

Nach einer zweijährigen Pilotphase führt die Deutsche Post das Trainings- und Präventionskonzept „Ergo²“ nun schrittweise an rund 150 Standorten von Post & Paket Deutschland ein. Das Programm richtet sich an Beschäftigte in Sortierung und Zustellung und soll laut Unternehmensangaben helfen, gesundheitsfördernde Bewegungsabläufe stärker im Arbeitsalltag zu verankern.

Im Mittelpunkt stehen praktische Übungen direkt am Arbeitsplatz. Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler zeigen den Beschäftigten unter anderem ergonomische Bewegungsabläufe beim Heben und Tragen sowie Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur.

Auch die Sturzprävention gehört zum Konzept, da Zusteller im Arbeitsalltag häufig auf Treppen, unebenen Wegen oder anderen schwierigen Untergründen unterwegs sind.

Deutsche Post fordert 23-Kilogramm-Grenze für Pakete

Parallel zum Ausbau von Ergo² setzt sich DHL Group für eine gesetzliche Begrenzung des Paketgewichts auf 23 Kilogramm ein. Das Unternehmen begründet die Forderung mit dem zunehmenden Paketaufkommen und dem Ziel, den Gesundheitsschutz von Paketzustellern langfristig zu verbessern.

Die Deutsche Post verbindet dabei zwei Ansätze: Einerseits sollen Beschäftigte durch Training und Prävention besser auf körperlich belastende Tätigkeiten vorbereitet werden. Andererseits soll eine niedrigere Gewichtsgrenze nach Ansicht des Unternehmens die Belastung durch besonders schwere Sendungen reduzieren. Eine gesetzliche Regelung dieser Art gibt es derzeit nicht.

Die wichtigsten Punkte des Programms:

Laut Deutscher Post basiert die Ausweitung des Programms auf positiven Rückmeldungen aus der Pilotphase. Das Konzept wurde nach Unternehmensangaben zudem mit dem Corporate Health Award 2025 in der Kategorie Ergonomie ausgezeichnet.

Ich halte besonders die Diskussion um eine mögliche 23-Kilogramm-Grenze für einen interessanten Punkt, da sie über einzelne Trainingsmaßnahmen hinausgeht und die Arbeitsbedingungen in der Paketzustellung grundsätzlich betrifft. Ob eine gesetzliche Regelung kommt, bleibt abzuwarten, die Debatte zeigt jedoch, dass körperliche Belastungen in der Logistik stärker in den Fokus rücken.

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