Volvo bewertet jetzt das Fahrverhalten seiner Fahrer
Volvo Cars führt mit dem Safety Coach eine App ein, die das individuelle Fahrverhalten analysiert und einen persönlichen Score erstellt.
Der Safety Coach startet zunächst in Schweden und Norwegen. Die gemeinsam mit Cambridge Mobile Telematics entwickelte Anwendung wertet verschiedene Fahrparameter aus und zeigt die Ergebnisse in der Volvo Cars App sowie im Infotainment-System an.
Die Nutzung ist freiwillig. Fahrer können zusätzlich zustimmen, ihre Daten an verbundene Versicherer weiterzugeben. In Schweden und Norwegen soll Volvia sicheres Fahrverhalten mit niedrigeren Versicherungsprämien belohnen. Hierzulande erkennt man ein ähnliches Angebot als Telematik Plus bei der HUK-COBURG.
Volvo Safety Coach startet für zahlreiche Modelle ab 2020
Zum Start unterstützt Volvo mehrere Baureihen mit Google-basiertem Infotainment:
- XC40, EX40, EC40, S60 und V60
- XC60, EX60, XC90 und V90
- EX90 und ES90
- Fahrzeuge ab Modelljahr 2020
Der individuelle Score basiert laut Volvo unter anderem auf dem Sicherheitswissen aus der eigenen Unfallforschung. CMT liefert den Algorithmus. Geschwindigkeitsbegrenzungen stammen teilweise aus OpenStreetMap.
Nach dem Start in Skandinavien ist die Einführung auch in den USA und weiteren europäischen Märkten geplant.
Ich finde den Ansatz interessant, weil Volvo Fahrdaten damit stärker zur direkten Rückmeldung an den Fahrer nutzt. Besonders spannend wird aber, wie attraktiv niedrigere Versicherungsbeiträge im Gegenzug für die freiwillige Weitergabe persönlicher Fahrdaten tatsächlich sind.
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Nun ja, ich als ewiger Pessimist sehe das etwas anders. Bestimmt nicht heute, oder morgen, aber bekomme ich dann irgendwann in der Zukunft mal überhaupt noch eine Versicherung ohne „freiwillige“ Weitergabe der Daten?
Man kann ja heute schon mal probieren einen Mobilfunkvertrag oder Kreditkarte zu bekommen, ohne die „freiwilligen“ SCHUFA-Daten.
Verrückt. Eigentlich müssten sich alle Verkehrsteilnehmenden an bestehende Regelungen halten und Gefährdungen anderer vermeiden..
In anderen Bereichen sind Bürgerinnen und Bürger verpflichtet nachzuweisen, dass sie keine Hehlerware gekauft oder Steuern hinterzogen haben. Hier gibt es eine Belohnung dafür, keine Gesetze zu brechen. Vergehen und Straftaten werden natürlich nicht verfolgt.
Ich finde, das geht ein bisschen zu weit. Auch wenn es freiwillig ist, gibt es doch eine psychologischen Druck durch die immer steigenden Versicherungsprämien. Natürlich sollte man sich an die Regeln halten, aber man muss jetzt auch nicht fahren wie ein Anfänger.