Eigentlich sollte bei Mercedes-Benz schon ab 2025 die Hälfte der verkauften Autos elektrisch unterwegs sein, wenn auch nicht immer vollelektrisch. Doch man peilte bisher 50 Prozent Elektroautos und Plug-In-Hybride an. Jetzt hat Ola Källenius das Ziel um mindestens ein Jahr (2026) nach hinten verschoben, so das Handelsblatt.

Das hat mehrere Gründe, wobei ein entscheidender Faktor der aktuelle Einbruch der Plug-In-Hybride ist. Mit so einem Rückgang war ohne Förderung eigentlich zu rechnen, aber viele Automarken hatten diesen Einbruch wohl nicht auf dem Schirm.

Doch auch bei den EQ-Modellen läuft es nicht ganz wie erwartet und Mercedes hat zum Beispiel auf dem wichtigsten Markt der Welt (China) zu kämpfen. Dort wurden die Preise sogar schon für den noch aktuellen EQE und EQS nach unten angepasst.

Mercedes-Benz EQC kommt nicht gut an

Mit dem Mercedes-Benz EQC hat man aber auch ein Sorgenkind im Portfolio, denn dieser verkauft sich gar nicht gut. Seit 2019 wurden nur etwas mehr als 60.000 Einheiten verkauft und laut Quelle rechnete Mercedes pro Jahr mit dieser Einheit.

Vollelektrische SUVs sind eigentlich im Trend, aber der EQC konnte schon damals nicht unbedingt überzeugen und daher wird er auch noch 2023 eingestellt. Eine Neuauflage gibt es nicht, der EQC wird dann in Zukunft eine elektrische C-Klasse.

Mercedes-Benz bekommt mehr Konkurrenz

Mercedes gehört zwar zu den Unternehmen, die den Fokus voll auf Elektroautos gelegt haben und seit 2021 heißt der Slogan nicht mehr „Electric first“ sondern „Electric only“, aber die Marke hat sich das mit dem Verkauf leichter vorgestellt.

Doch nicht nur Tesla ist ein neuer Konkurrent in diesem neuen Markt geworden, es gibt auch immer mehr Konkurrenz aus China, wie Nio und BYD. Die können nicht nur mit Mercedes mithalten, ich teste aktuell den Nio ET7 und der macht an sehr vielen Stellen tatsächlich einen besseren Eindruck als ein Mercedes-Benz EQE.

Ich glaube schon, dass Mercedes auf dem richtigen Weg ist, bis 2025 kommen ja auch viele neue Elektro-Plattformen, aber ich glaube weiterhin, dass der zu große Fokus auf Luxus nicht die beste Strategie war und ist. Doch es bleibt spannend.


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  1. Philipp 🔆

    Ist halt Scheisse wenn man den Heimatmarkt zugunsten Chinas vernachlässigt und es dann in China auch nicht läuft.
    Ich bin ja schon lange der Meinung dass Ola Källenius‘ Kurs auf Dauer der Marke eher schadet aber dass es so schnell Berg ab geht hätte ich auch nicht gedacht.

  2. Roberto 🌀

    Mercedes ist seit Jahren ein Blender. Selbst der EQS hat eine Haptik und Qualität im Innenraum, dass es einem nur graust. Mercedes kann nur noch bunte Lichtlein und große Bildschirme mit Windows Vista Feeling. Schaut euch mal die Autos von Genesis an. Das ist Qualität und Haptik. Davon träumt Mercedes nur noch. Nur die Preise sind exklusiv und einzigartig.

  3. JonP 🌀

    Oh je… ob das was wird.

    1. Kurt 🎖

      also wenn ich mir die Verarbeitung bei dem EQS und dem EQE anschaue wundert mich gar nichts mehr. ich meine Mercedes is seit der ersten Genereration der offiziellen Eklasse nicht mehr das was es mal war in Punkto Verarbeitung aber was die mit den EQ Modellen abliefern ist eine absolute Frechheit!

      1. JonP 🌀

        Unser W213 war von der Qualität noch top, aber was die aktuell an Qualität abliefern, finde ich auch echt schrecklich. Da macht ein Mittelklasse Volvo einen viel, viel besseren Eindruck, als ein 100.000€ GLE.

  4. Athlonet 🎖

    "aber ich glaube weiterhin, dass der zu große Fokus auf Luxus nicht die beste Strategie war und ist."
    Hochmut kommt vor dem Fall.
    Die deutschen (europäischen) Hersteller werden sich noch warm anziehen dürfen, wenn die Chinesen richtig in den Markt drängen.

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