Initiative fordert mehr Tempo 30 innerorts

30 Schild Speed

In der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ engagieren sich bereits fast 250 Städte und Gemeinden für mehr Entscheidungsfreiheit bei der Anordnung von Tempolimits.

Das Thema „zulässige Höchstgeschwindigkeit“ ist in Deutschland gefühlt immer ein heißes Eisen. Vor allem in Bezug auf Autobahnen wird ein Tempolimit seit Jahren kontrovers diskutiert. Doch wie schaut es eigentlich in unseren Städten aus?

Die Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ fordert den Bund auf, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kommunen Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit innerorts anordnen können, wo sie es für notwendig halten.

Dazu muss man wissen: Derzeit legt der § 45 der Straßenverkehrsordnung – ein Bundesgesetz – fest, dass Tempo 30 nur bei konkreten Gefährdungen bzw. vor sozialen Einrichtungen wie beispielsweise Kitas und Schulen angeordnet werden kann.

Der Initiative treten regelmäßig neue Städte beziehungsweise Gemeinden bei, wie im Newsbereich einzusehen ist. Nachfolgend liste ich euch noch die Forderungen der Initiative auf.

Die Erklärung der Initiativstädte

1. Wir bekennen uns zur Notwendigkeit der Mobilitäts- und Verkehrswende mit dem Ziel, die Lebensqualität in unseren Städten zu erhöhen.

2. Wir sehen Tempo 30 für den Kraftfahrzeugverkehr auch auf Hauptverkehrsstraßen als integrierten Bestandteil eines nachhaltigen gesamtstädtischen Mobilitätskonzepts und einer Strategie zur Aufwertung der öffentlichen Räume.

3. Wir fordern den Bund auf, umgehend die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Kommunen im Sinne der Resolution des Deutschen Bundestags vom 17.01.2020 ohne weitere Einschränkungen Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit innerorts dort anordnen können, wo sie es für notwendig halten.

4. Wir begrüßen ein vom Bund gefördertes begleitendes Modellvorhaben, das wichtige Einzelaspekte im Zusammenhang mit dieser Neuregelung vertieft untersuchen soll (u. a. zu den Auswirkungen auf den ÖPNV, zur Radverkehrssicherheit und zu den Auswirkungen auf das nachgeordnete Netz), um ggf. bei den Regelungen bzw. deren Anwendung nachsteuern zu können.

Mehr Tempolimit 30 in Städten: Steht ihr hinter solch einer Idee?

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  1. Jodeler 🏅

    Fände es gut, wenn insgesamt auf 30 km/h begrenzt wird! Immer in der Stadt 30 km/h was sonst eben die 50 km/h waren. Was mich nervt ist eher dieses 30er Zonen Ich auf Hauptverkehrsstraßen, entweder zeitlich, wegen Lärm oder was auch immer. Oft bin ich mir gar nicht 100% sicher wo ich gerade in einer 30er oder 50er Zone unterwegs bin. Fazit: Eine klare einheitliche Geschwindigkeit in der Stadt.

  2. Cress 🏅

    Wieso kann ich den Gemeinden nicht abkaufen, dass das alles zum Wohl des Volkes passiert, sondern wohl viel mehr um mehr Blitzer aufzustellen und die knappen Kassen zu füllen?

    1. Christian ☀️

      Was spricht dagegen Fahrer, die gegen geltendes Recht verstoßen, zur Kasse zu bitten? Wenn wir schon kaum personelle Verkehrsüberprüfung haben, dann doch gerne mit Radarfallen. Ich sehe und höre es auch täglich, wie bei mir in der Straße mit über 50 Stundenkilometern durch die 30er-Zone gerast wird – trotz Bodenschweller; schnell anfahren, bremsen und mit überhöhter Geschwindigkeit weiter.

      Von mir aus in jeder Straße in jeder Ortschaft.

  3. Philipp 🎖

    Dann sollen sie aber bitte gleich den entsprechenden Paragraphen ändern und dreißig zum Standard machen.
    Hier muss man fünfhundert Meter dreißig fahren, dann ist fünfzig, dann ein paar Kilometer dreißig, aber nur von 22:00 bis 06:00 Uhr, dann ist ganz kurz wieder fünfzig und kurz darauf wieder dreißig und dann wieder dreißig von 22:00 bis 06:00 Uhr.
    Um Grunde bin ich jedesmal wenn ich durch eine Ortschaft fahre verunsichert wie schnell ich hier fahren darf weil ich Angst hab vielleicht ein dreißig Schild übersehen zu haben.
    Und diese unsägliche Stückelung wie oben beschrieben ist auch nicht gerade dem Verkehrsfluss zuträglich.

  4. Hazz 🏅

    Bei Tempo 30 stellt sich so langsam die Frage ob es überhaupt noch Sinn macht mit dem PKW zu fahren. Meiner Meinung nach sollte man bei 50 bleiben, dafür aber die Straßen sicherer machen und die Temposünder deutlich strenger bestrafen. Oftmals liegt es leider auch an Städteplanern, da Unfälle immer an den gleichen stellen passieren.

    1. max 🔅

      Tempo 30 ist auch nur eine willkürliche Grenze um den Autofahrern das Auto fahren so madig zu machen

    2. Tobias 🪴

      Ist nicht genau diese Fragestellung sinnvoll? „Lohnt sich diese Strecke jetzt überhaupt mit dem Auto oder nehme ich lieber das Rad?“ ist in meinen Augen ein erstrebenswerter Effekt. So wie es aktuell mit Autos in den Innenstädten läuft, kann es nicht weitergehen. Und wer noch der Abwägung zum Ergebnis kommt „geht nicht anders, nehme das Auto“ kommt im Best Case gleich schnell oder schneller ans Ziel, weil weniger auf den Straßen los ist. Win-Win.

  5. Allstar 🪴

    Fahre einen Diesel muss in 2 Gang fahren bei 30 km/h also 2000 U/Min. Bei 50 km/h fahre ich im 4 Gang bei ca 1500 U/Min. Ich finde diese 30er Zonen total bescheuert, habe auch wie oben von Philipp geschrieben solche 30er 50er Zonen gesehen wo man nur am bremsen dann Gas geben und wieder am bremsen ist. Da stößt man so viel CO2 unnötig aus und als I-Tüpfelchen auf der 🎂 gibt viele Ampeln die so bescheuert geschaltet sind das man nur Stop & Go macht. Das führt dazu dass man mehr CO2 ausstößt.

    1. Nur aus Interesse: Was ist das für ein Diesel, den du im 2. Gang bei 30 fahren musst? Ich fahre ebenfalls Diesel, aber kann den problemlos im 3. Gang bei 30 fahren.

    2. Tobias 🪴

      Bei einem Benziner könnte ich die Aussage ja verstehen, aber einen Diesel bei 30 im zweiten Gang? Da erscheint mir spontan etwas komisch. Was für ein Fahrzeug ist das denn?

  6. Tobias 🪴

    Finde ich gut. Innerorts Tempo 30 als Default und in Ausnahmen (Stadtautobahnen, Stadtring, …) Tempo 50 oder 70 bei kompletter baulicher Trennung durch z.B. Lärmschutzwände, Tunnel, Trogführung, …

    Das muss dann natürlich Hand in Hand gehen mit einem Ausbau des ÖPNV damit es für alle, die kein Rad fahren können oder weitere Strecken zurücklegen müssen, weiter möglich ist, ihren Alltag zu bewältigen. Aber gerade auf Kurzstrecken könnte so viel unnötiger MIV vermieden werden. Und am Ende gewinnen auch die, die den Pkw nutzen müssen, weil weniger los ist und man besser durchkommt.

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