Der CSU-Politiker Markus Söder sorgt mit einem Verbrenner-Statement am 1. April für irritierte Reaktionen angesichts steigender Spritpreise.

Während die Kraftstoffpreise infolge geopolitischer Spannungen deutlich steigen, veröffentlicht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein Statement gegen das geplante Verbrennerverbot der EU. Der Zeitpunkt wirkt auf viele Beobachter ungewöhnlich, da Verbraucher aktuell vor allem mit den unmittelbaren Kosten an der Zapfsäule konfrontiert sind.

Söder fordert in seinem Beitrag, das Verbrennerverbot zu kippen und setzt auf Technologieoffenheit. Gleichzeitig betont er die Bedeutung der Automobilindustrie für Bayern. Inhaltlich greift er damit bekannte Positionen auf, doch die aktuelle Lage verleiht der Aussage eine neue, teils widersprüchlich wirkende Dimension.

Im Wortlaut:

Das Verbrennerverbot der EU muss gekippt werden. Europa muss die richtige Entscheidung treffen, um das Auto zu stärken. Es ist unser wichtigster Industriezweig. Wir dürfen diese Schlüsseltechnologie nicht anderen überlassen. Bayern soll Autoland bleiben. Deshalb gilt: Innovation und Technologieoffenheit statt Verbrenner-Aus!

Söders Timing sorgt für Spott und Kritik

Angesichts der stark gestiegenen Spritpreise infolge internationaler Konflikte erscheint die Forderung nach einer Stärkung des Verbrenners für viele Beobachter fast aus der Zeit gefallen. Während Autofahrer mit steigenden Kosten kämpfen, rückt die politische Debatte plötzlich wieder die langfristige Technologiefrage in den Mittelpunkt. Solches „Geblubber“ kennen wir allerdings bereits.

Bild: Markus Söder

Warum das Statement irritiert

  • Hohe Spritpreise belasten aktuell Autofahrer spürbar
  • Fokus verschiebt sich von Kosten auf Technologiepolitik
  • Veröffentlichung ausgerechnet am 1. April
  • Diskrepanz zwischen Alltagssorgen und politischer Botschaft

Ich finde, das wirkt in dieser konkreten Situation fast wie unbeabsichtigte Satire, weil die Forderung zwar politisch konsistent ist, aber komplett an der aktuellen Lebensrealität vieler Menschen vorbeigeht.


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  1. metacortexx 🍀

    Das Verbrennerverbot können sie sich getrost sparen. Niemand wird freiwillig zurück zum Verbrenner wollen, der mal ein eAuto hatte und die Spritpreise werden auch nach dem Iran Krieg sicher nicht wieder runter auf 1,50€ gehen, dafür sorgt der Staat und die Ölkonzerne schon. Und wenn BMW, Mercedes und Audi in den USA für die USA weiter Verbrenner bauen, dann juckt das auch nicht weiter, da außerhalb der EU.
    Selbst die Autofirmen investieren doch nix mehr in die Verbesserung der Verbrenner, der Drops ist längst gelutscht.

  2. Newt 🏆

    Das Verbot kann auch weg, da es die Luxusmarken rettet. Die Leute, die sich ein Porsche, Bugatti, oder ein Ferrari sich als 2.-4. Wagen leisten können, dann können sie sich auch eFuels für 5€ pro Liter.

    Porsche war der erste deutsche Autobauer, der auf eAutos gesetzt hat, aber die Kundschaft will keine 100k plus zahlen, wenn die Geräusche nicht stimmen.

    Die Unter- und Mittelschicht werden sich früher oder später ein eAuto holen, da die Thermodynamik ganz klar sagt, dass die Wärmekraftmaschinen ineffizient sind. Deswegen hasse ich es auch, wenn Söder von einem „hochmodernen Verbrenner“ redet.

    Afrika, Lateinamerika und fast ganz Asien werden weiterhin Verbrenner kaufen. Der chinesische Markt wird nie wieder kommen, da Xi kein Interesse mehr an die ausländischen Autofirmen hat, weil die Idioten das ganze Wissen schön kostenlos nach China transferiert haben.

    Hauptfokus muss auf den eAutos liegen, aber Verbrenner werden sich weiterhin gut verkaufen können.

      1. Stfan 🏅

        Naja, dass das Verbrenner Verbot weg muss ist ja auch eindeutig. Da angeblich Elektro eh besser ist, wird sowieso niemand mehr Verbrenner kaufen, weshalb dann ein Verbot. übrigens gleiche Steuern auf elektro anstatt auf Benzin, mal schauen was dann die Kunden kauften😉
        Deshalb hat er wie so oft absolut Recht😎

        1. Neuhier 🔆

          Darf ich mal mehr zu deinem „wie so oft“ erfahren?

        2. VW-fan 🏅

          Elektro ist in allen Belangen besser. Viel effizienter, viel sauberer, viel weniger Abhängigkeit von Energieimporten, keine Stickoxide, viel weniger Lärm, mehr Fahrspaß. Ach und der Klimawandel ist ja auch noch so ein klitzekleines Problem, das man anders unmöglich in den Griff bekommen kann…

          1. Tobias 🏆

            Mehr Fahrspaß? Wtf 😂
            Die Dinger haben nichtmal ne manuelle Gangschaltung.

            1. Thore 👋

              Möglicherweise gibt es ja bald eine Placeboschaltung als Nachrüstsatz zu kaufen, speziell für Senioren mit Entzugserscheinungen ;-)

        3. Newt 🏆

          Die ganzen Förderungen und Steuern können für Wärmekraftmaschinen und eAutos weg und auch dann wird der Elektromotor gewinnen. Meinetwegen kann man auch das Merit Order Prinzip auflösen.

          https://www.bundesumweltministerium.de/themen/verkehr/elektromobilitaet/effizienz-und-kosten
          Bild anzeigen

        4. Enes ☀️

          Weil wir in Deutschland nicht offen für Innovation und neue Technologien sind, wir bleiben lieber beim Altbewährten. Ohne ein Verbot würden unsere Hersteller nicht in neue Technologien investieren und den Verbrenner so lange melken, bis der letzte Tropfen Öl verbraucht ist. 1976 hatten wir schon den ersten eGolf, aber nachdem die Ölkrise vorbei war, hat man nicht mehr darin investiert, was aus heutiger Sicht ein großer Fehler war.

  3. RolliC 🏆

    Die einseitig links-grüne Weltanschauung auf gewisse Politiker auch… Den Söder muss man ganz sicher nicht mögen, Eure Beiträge über ihn aber auch nicht…

    1. René Hesse ♾️

      Es ist jetzt also schon eine „links-grüne Weltanschauung“, wenn man über Bullshit berichtet. Ich selbst bin vermutlich noch Jahre von einem Elektroauto entfernt, d.h. aber nicht, dass ich so kurzsichtig bin, wie Söder und den Quatsch seinen Statements nicht erkenne.

      1. Robert 💎

        Ihr macht das schon sehr gut. Ich kenne keine deutschsprachige Plattform die so ausgewogen über positives und negatives im Bereich Mobilität berichtet.

    2. Neuhier 🔆

      😂😂😂 Rolle, was n los die letzten Tage?… Du machst so n „angespannten“ Eindruck!

      … und nur so nebenbei… diese „Anti-Links-Kanzlerrichtungskompetenzpartei-Fraktion“ hat eine(!)… EINE(!) Billion Euro!

      Und jetzt kauf dir ne Leberkassemmel!

    3. VW-fan 🏅

      Leute die „Links-grün“ als Begriff benutzen haben nahezu immer keine Ahnung von Technologie, Physik und Klimawandel. Vor allem die Kombination ist lustig. Ich würde mich als überhaupt nicht „links“ bezeichnen, aber als ziemlich „grün“. Die Leute checken nicht, dass „grün“ am Ende die viel billigere und bessere Zukunft ist…

      1. Tobias 🏆

        Die, die eine grüne Zukunft für besser und billiger halten sollten nicht davon reden, dass Andere nichts checken.
        Klar, wenn ich alles verbiete und über Phantasiesteuern verteure, gleichzeitig aber der Leistungsbereitschaft der Gesellschaft in die Fr* trete, wird sich vieles natürlich auf Stock und Stein Level zurückentwickeln. Dann wird’s zwangsweise billiger…aus diversen Gründen.

        1. Neuhier 🔆

          Wieso fantasieren die Anhänger einer Verbotspartei eigentlich immer davon, dass andere Parteien eine Verbotspartei wären?

          Was hat denn Fritze und Leberkaskimi bis dato gemacht?

          Vor gut einem Jahr hat er sich eine Billion Euro erlogen und meinte im Sommer (2025) würde sich bereits die Stimmung deutlich aufhellen. Dann Herbst (2025? 2078?) der Reformen angekündigt. Ist irgendwas passiert außer das Kathi wieder „Freiheit im Keller verordnet hat“ und der Wurstfluencer kleine Atomkraftwerke und Kernfusion 2027 in Bayern etablieren möchte? Ok, Sprit ist teurer geworden und wir müssen uns alle als „faule Schweine“ beleidigen lassen.

          Aber gut, dass wir uns über ein Veggie-Wurst-Verbot und Cannabis- Verbot unterhalten…und natürlich hängen wir in Bayern Kreuze in den Amtsstuben auf… ach und gendern ham wir auch verboten…

          Tobias, echt jetzt… ihr seid langsam genauso peinlich wie MAGA… viel fehlt nicht mehr!

  4. Cress 💎

    Söder ist doch – jetzt mal wirklich alle politisches Interesse beiseite – wirklich eine Witzfigur oder? Ich vermute, er möchte eine ähnliche Strategie fahren wie Merkel (Fahne im Wind), ist dabei aber immer deutlich zu spät. Gleichzeitig führt er einen mindestens eher peinlichen Instagram Account und lädt sich gefühlt selbst wie Jumbo Schreiner immer wieder in Restaurants ein. Das ist ein Politiker, durch den ich mich in keinster weise vertreten fühle, weder politisch noch als Spiegelbild der Gesellschaft.

    ODER die Gesellschaft ist wirklich so, dann passt seine Politik etc. sehr gut.

    1. Neuhier 🔆

      Also Söder und Merkel haben aber mal so gar nix, in Bezug auf Kompetenz und Stil, miteinander zu tun!
      … dass „Mutti“ immer nur den leichten Weg gewählt hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    2. Newt 🏆

      Söder vertritt die Meinung von BMW. So wie die SPD Niedersachsen die Interessen von VW vertreten. Ohne diese ganzen großen Unternehmen im eigenen Land, wird dort sofort AfD gewählt.

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