Sony PlayStation 5 im Test

Ps5 Sony Playstation 5 Header

Sony schickte diese Woche die PlayStation 5 in Europa ins Rennen und ich möchte heute ein paar ausführliche Worte zur Next-Gen-Version verlieren.

Es ist eine spannende Zeit für Konsolen, denn Sony und Microsoft schicken Mal wieder gemeinsam eine neue Generation ins Rennen und die Nachfrage ist (auch dank Pandemie) extrem groß. Jede Einheit der PlayStation 5 und Xbox Series X wird direkt verkauft und Nintendo feiert extreme Erfolge mit der Switch.

Konkurrenz tut dem Markt gut und nach meinem Test der Xbox Series X von Microsoft wird es heute Zeit die PlayStation 5 von Sony zu bewerten. Ich werde beim heutigen Test eher auf die PS5 (und PS4) eingehen, in den kommenden Tagen wird noch ein extra Beitrag zur neuen Xbox und PlayStation kommen.

Video: Sony PlayStation 5 im Test

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PlayStation 5: Die Hardware

Sony setzt bei der neuen PlayStation auf die Zen-2-Core-Reihe mit 8 Kernen und es gibt bis zu 10,28 TFLOPS GPU-Leistung. Dazu kommen 16 GB GDDR6 RAM und eine 825 GB große SSD, von der euch 667 GB zur freien Verfügung stehen.

Vorne findet man bei der normalen Version ein Blu-Ray-Laufwerk und zwei USB-Anschlüsse (einmal USB A und einmal USB C). Diese Version kostet 499,99 Euro, die Version ohne Laufwerk ist identisch, kostet allerdings nur 399,99 Euro.

Sony Playstation 5 Lineup

Hinten findet man zwei USB-Anschlüsse (USB A), einen Ethernet-Port und HDMI, das Kabel mit HDMI 2.1 liegt im Lieferumfang dabei. Ebenso wie das Stromkabel (das Netzteil befindet sich in der Konsole) und ein USB-A-auf-C-Kabel, welches für den Controller gedacht ist, der über USB C aufgeladen werden kann.

Die PlayStation 5 kommt mit Bluetooth 5.1 und Wi-Fi 6, sprich dem ax-Standard. Wir sprechen über eine 4,5 kg schwere Konsole (ca. 4 kg ohne Laufwerk) und ca. 40 x 10 x 26 cm große Konsole. Die Seiten sind Weiß und matt, die Oberfläche in der Mitte ist Schwarz und glänzt (und zieht Fingerabdrücke magisch an).

PlayStation 5: Das Design

Als Sony die PS5 präsentierte, da war ich nicht unbedingt angetan vom Design. Sie sieht in echt allerdings besser, als auf den Bildern aus, ich mag das Design nach ein paar Tagen sogar. Ich bleibe aber auch dabei und hätte mir schwarze Seiten gewünscht, denn ich mag es, wenn sich Konsolen im Regal nicht auffallen.

Sony Playstation 5 Ps5 Boden

Bei dieser Größe wird das aber sowieso nicht leicht, denn die PS5 ist wirklich eine Wucht und mit einem Kallax hat man keine Chance – wenn man an die Anschlüsse kommen möchte. Ich weiß noch nicht, wie ich das mache, aktuell liegt sie vor dem Regal auf dem Boden, vermutlich lege ich sie aber so rein, dass die obere Seite vorne ist. Auf das Laufwerk einer Konsole kann ich sowieso meistens verzichten.

Playstation 5 Xbox Series X

Das Design der neuen Xbox gefällt mir besser, dabei bleibe ich. Sie ist dezent und minimalistisch aufgebaut und das matte Schwarz gefällt mir. Das Design der PS5 sieht in echt aber besser als erwartet aus – ich hätte nur eben andere Platten für die Seiten genutzt und vor allem die Mitte nicht mit Hochglanzplastik versehen.

PlayStation 5: Der Controller

Machen wir es kurz: Es ist das Alleinstellungsmerkmal der PlayStation 5.

Die lange Version: Der Controller liegt meiner Meinung nach deutlich besser, als der alte DualShock-Controller in der Hand und ist haptisch auf einem Level mit dem Pro-Controller der Switch und dem Xbox-Controller. Die untere Seite ist angenehm rau, nur die obere Seite glatt (hätte auch gerne rau sein dürfen).

Hier gefällt mir das Design außerdem deutlich besser, als bei der Konsole und ich bin froh, dass die LEDs nun deutlich dezenter, als beim PS4-Controller sind.

Sony Playstation 5 Ps5 Controller

Die Druckpunkte sind gut, doch das Steuerkreuz beim Xbox-Controller gefällt mir etwas besser (allerdings ist es dafür auch lauter). Microsoft packt den zweiten Joystick auf der linken Seite nach oben, Sony behält ihn unten. Ich kann damit leben, aber da man ihn häufig nutzt, wäre dieser oben besser aufgehoben.

Soweit zum äußeren Eindruck, doch das Highlight kommt erst, wenn man diesen Controller einschaltet und damit spielt. Ich dachte es sei nur ein Marketinggag, als sich Sony von DualShock trennte und für DualSense entschied – ist es aber nicht.

Sony Playstation 5 Ps5 Controller Front

Man kann das nicht in Worte fassen oder im Video zeigen, aber als ich Astro’s Playroom gespielt habe, konnte ich direkt die Begeisterung der ersten Testberichte verstehen. Die Vibrationsmotoren sind hervorragend und die haptischen Trigger, die den Widerstand je nach Situation beim Zeigefinger anpassen, machen Spaß.

Astro’s Playroom ist auf jeder PS5 vorinstalliert und mehr, als nur eine kurze Tech-Demo. Es ist ein kurzes Jump’n’Run, welches mir extrem viel Spaß gemacht hat. Es zeigt nicht nur, was der Controller alles kann, es kommt mit hervorragender Retro-Musik daher. Leider ist es etwas kurz, aber es macht unglaublich viel Spaß.

Sony Playstation 5 Ps5 Controller Back

Solltet ihr die Möglichkeit haben, das mal auszuprobieren, macht es. Spielt ein paar Level und ihr werdet verstehen, was ich meine. Der Controller ist das Highlight der PS5 und wichtiger, als Performance. Die ist auch super, gar keine Frage, aber der DualSense Controller der PS5 optimiert das komplette „Erlebnis“ beim Spielen.

Die spannende Frage wird nur, ob die Entwicler das nutzen.

Sony zeigt bei Astro’s Playroom, was möglich ist, nutzt die Möglichkeiten dann aber kaum bei den Launch-Spielen (Miles Morales, Demon’s Souls und Sackboy).

Sollte es bei diesem kurzweiligen Spiel bleiben, wäre das wirklich schade. Sollten Sony und die 3rd Party-Entwickler diese Möglichkeiten aber in Zukunft in die Spiele implementieren, dann freue ich mich schon jetzt, das alles auszuprobieren.

Was ich hier noch anmerken möchte: Beim Xbox-Controller werden zwar Batterien mitgeliefert, was ich kritisiert habe und hier kann man den Akku über USB C laden, was ich gut finde, aber er kann nicht getauscht werden. Wenn der Akku kaputt geht, oder nicht mehr genug Power liefert, muss der Controller getauscht werden.

Die Akkulaufzeit ist mit über 10 Stunden gut, aber wenn alle Features ausgereizt werden, wie bei Astro’s Playroom, dann kann es auch mal nach 4-5 Stunden ans Ladekabel gehen. Nach ein paar Jahren sind das dann vielleicht 2-3 Stunden, was grenzwertig werden kann. Ich würde mir daher womöglich einen Ersatzcontroller holen, den ich immer auflade (mit der DualSense-Ladestation für 2 Controller).

PlayStation 5: Die Benutzeroberfläche

Die PS4-Oberfläche war nicht schlecht, aber auch nicht besonders schön. Die PS5 hat eine ganz neue Benutzeroberfläche bekommen, die mir wirklich gut gefällt.

Das User Interface sieht nicht nur gut aus, es läuft auch flüssig und kommt mit angenehmen Animationen daher. Ein großes und gutes Upgrade im Vergleich zur PlayStation 4. Mir gefällt die Oberfläche auch etwas besser, als die von der Xbox, bei der Performance nehmen sich die neuen Konsolen jedoch nicht viel.

Sony Playstation 5 Ps5 Ui

Was mir auch ganz gut gefällt, ist das neue Menü, wenn man auf die PS-Taste drückt (die leider nicht so gut zu treffen ist). Dann bekommt man, je nach Spiel, ein paar Informationen, wie zum Beispiel zum Fortschritt im Level, oder auch Tipps.

Das folgende Video von Sony zeigt auch alles, was man dazu wissen muss:

PlayStation 5: Die Spiele

Sony bietet fast alle PS4-Spiele für die PS5 an, allerdings ist es oft so, dass man einen PS5-Titel neu kaufen muss. Es gibt die Option ein kostenloses Upgrade zur Verfügung zu stellen, aber Sony selbst verkauft lieber eine neue PS5-Version.

Die Abwärtskompatibilität ist gut, aber Sony verfolgt diese Philosophie nicht so streng wie Microsoft und das ist manchmal etwas schade. Angebote wie PS Now und PlayStation Plus können außerdem nicht mit dem Xbox Game Pass mithalten.

Wer einen neuen Titel wie Sackboy oder Miles Morales spielen möchte, der muss den vollen Preis bezahlen. Bei Microsoft bucht man einfach den Xbox Game Pass und genießt dann auch ganze neue Spiele direkt beim Marktstart im Abo.

Sony Playstation 5 Ps5 Spiele

Das Launch-Lineup selbst gefällt mir aber besser, als bei Microsoft, die bei der neuen Xbox eher mit Spielen von Drittanbietern werben (Assassin’s Creed und Cyberpunk), die es auch für die PlayStation 5 gibt. Sony bietet drei neue Titel für die PS5 an: Demon’s Souls, Miles Morales und Sackboy: A Big Adventure.

Miles Morales sieht hervorragend aus, macht extrem viel Spaß und wer Spider-Man auf der PS4 mochte, wird dieses Spiel auch mögen. Dieses Spiel kann man aber auch für die PS4 kaufen. Demon’s Souls ist das Spiel, welches die Next-Gen im Moment vielleicht am ehesten ausreizt und sieht sehr beeindruckend aus.

Das Spiel ist nicht ganz das, was ich gerne spiele, aber das Remake zeigt eben, was uns da in den kommenden Jahren erwarten wird und das ist für eine Konsole schon jetzt beeindruckend. Es ist das einzige PS5-exklusive Spiel von Sony.

Sony Playstation 5 Ps5 Miles Morales

Mein Highlight ist Sackboy, welches von den drei Titeln vermutlich am wenigsten Aufmerksamkeit bekommt. Das ist ein Jump’n’Run, welches nicht nur sehr gut aussieht, es besitzt viel Liebe zum Detail, eine lustige Geschichte und kommt mit toller Musik daher. Es ist ein Jump’n’Run in der Qualität von einem Super Mario und das ist (von meiner Seite) eines der besten Komplimente, die man machen kann.

Alte PS4-Spiele laden dank der bessere Hardware schneller, doch die PS5 hat am Ende das gleiche „Problem“, wie die Xbox Series X: Es fehlen noch Titel, welche die Hardware komplett ausreizen. Spider-Man Remastered sieht zum Beispiel eine ganze Ecke besser aus, die Hardware der PS5 reizt man aber nicht aus.

Spiele, die das tun, sollten so ab 2022 kommen.

Was ich allerdings auch hier erwähnen möchte und gut finde: Die Hardware der neuen Xbox und PlayStation ist fast auf einem Level und wenn sich diese Konsolen nun oft verkaufen (sieht so aus) und gute Gaming-PCs und günstiger werden, dann dürften uns da in 2-3 Jahren wirklich beeindruckende Spiele erwarten.

PlayStation 5: Sonstige Punkte

  • 3D Audio konnte ich bisher noch nicht testen, da ich den Kopfhörer von Sony nicht habe. Die ersten Meinungen dazu sind aber positiv, daher wird das etwas sein, was ich mir für ein Langzeit-Review anschauen möchte.
  • Die PS5 besitzt alle wichtigen Streaming-Apps, egal ob Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+. Die Quaität der Apps überzeugt auf den erste Blick, ich habe die Apps bisher aber noch nicht intensiv genutzt.
  • Wer möchte, der kann passend zu den Streaming-Apps eine Fernbedienung kaufen, mit der man diese bedienen kann. Wer sich aber einen passenden Smart TV für die Konsole geholt hat (was ich empfehle), der dürfte daran keinen Bedarf haben, da die mit sehr guten Streaming-Apps daher kommen.
  • Die neue PlayStation-App gefällt mir gut und deutlich besser, als die alte App, irgendwie habe ich es aber bisher nicht hinbekommen ein Spiel über die App auf der Konsole zu installieren (ich kann meine PS4-Spiele nur erneut kaufen).
  • Die PS5 ist mit dem alten VR-Headset der PS4 kompatibel, man muss sich jedoch bei Sony einen Adapter holen. Ein neues VR-Headset wird nicht vor 2022 kommen, man kann also bei Interesse an VR-Spielen das aktuell kaufen.
  • Spiele laden sehr schnell, aber ich habe nach zwei Wochen mit der Xbox Series X tatsächlich Quick Resume vermisst, was dort selbst dann funktioniert, wenn die Konsole komplett aus war. Assassin’s Creed Valhalla kann man 2-3 Sekunden nach Start der Konsole direkt spielen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Funktion so gut finde, aber nun würde ich mir das auch für die PS5 wünschen.
  • Die PlayStation 5 ist bisher sehr leise und wurde auch noch nicht besonders warm.
  • Das Mikrofon beim Controller ist standardmäßig an, es kann aber deaktiviert werden und es gibt auch eine Taste auf dem Controller dafür. Danach leuchtet aber eine LED (Orange), was ich jetzt nicht ganz optimal finde. Ich hätte lieber eine (grüne) LED, wenn es an ist und sonst kein weiteres leuchten auf dem Controller.

PlayStation 5: Mein Fazit

Das Unboxing-Erlebnis bei der PlayStation 5 ist, vor allem nach der Xbox Series X, eher enttäuschend. Die PlayStation 5 selbst wirkt im ersten Moment wie erwartet sehr groß und der erste Eindruck kann, je nach persönlicher Vorliebe, nicht ganz so beeindruckend sein. Doch das ändert sich, wenn man die PlayStation 5 nutzt.

Sony Playstation 5 Ps5 Both

Die neue Benutzeroberfläche sieht besser aus, sie läuft flüssiger, die Spiele laden schneller und PS5-Titel die Demon’s Souls oder Miles Morales machen direkt viel Spaß. Der beste Launch-Titel für mich ist aber Sackboy. Doch der Aha-Moment kommt erst, wenn man das erste Mal eine Runde in Astro’s Playroom verbringt.

Das liegt nicht nur daran, dass das Spiel selbst hervorragend (wenn auch kurz) ist, sondern weil es zeigt, was der neue Controller kann. Die PS5 bietet nicht nur mehr Power (wie die neue Xbox), sie bietet auch ein neues „Erlebnis“ beim Spielen.

Sony Playstation 5 Ps5 Controller Header

Die Vibrationsmotoren sind hervorragend und so fein, wie die Taptic Engine in einer Apple Watch. Man spürt, auf welchem Untergrund man läuft und wenn man einen Bogen spannt, dann merkt man, wie die Trigger hinten immer mehr Widerstand geben und man fester drücken muss. Das hat mich im Test wirklich begeistert.

Der neue DualSense Controller ist für mich bisher das beste Feature der PS5, auch wenn er abgesehen von Astro’s Playroom noch nicht so intensov von den anderen Spielen genutzt wird. Für mich wäre es ehrlich gesagt nicht die Hardware, die mich von einer PS4 zur PS5 locken würde, es wäre auch der DualSense Controller.

Sony Playstation 5 Ps5 Sackboy

Ich bin jetzt nicht nur gespannt, wie sich die Spiele bei der Grafik in den nächsten Jahren entwickeln, da werden sich Xbox und PlayStation nicht viel nehmen, ich bin gespannt, ob die Entwickler den neuen DualSense Controller unterstützen. Sollte das passieren, dann wäre es ein gutes Alleinstellungsmerkmal für die PS5.

PS: Hier gilt, was ich auch schon bei der Xbox Series X gesagt habe. Das wird nicht der letzte Test sein, betrachtet es wie einen Part 1. Bei einer Konsole ist nicht das erste Weihnachtegschäft, sondern vor allem die Zeit danach entscheidend.

Wertung des Autors

Oliver Schwuchow bewertet Sony PlayStation 5 mit 5.0 von 5 Punkten.

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