SteamOS im Fokus: Preview-Version stellt die Weichen für die Zukunft

Das Unternehmen Valve hat für dieses Jahr große Pläne: Nachdem im vergangenen Jahr das Betriebssystem SteamOS für Gaming-Handhelds wie dem Lenovo Legion Go S geöffnet wurde, wird dieser Ansatz auch in diesem Jahr konsequent weiterverfolgt. Mit einer neuen Preview-Version wurden nun eine Reihe neuer Funktionen, Verbesserungen, Fehlerbehebungen und Support für alte/neue Hardware veröffentlicht.
Valve hat große Pläne für SteamOS
In diesem Jahr will Valve nicht nur das mit Lenovo entwickelte Legion Go 2 mit SteamOS auf den Markt bringen – die Softwarevorbereitungen dafür laufen bereits –, sondern mit der Steam Machine auch eigene Hardware. Die jetzt veröffentlichte Preview-Version integriert die erste Unterstützung für die neue Hardware aus dem Hause Valve.
Auch für das Steam Deck LCD und das Steam Deck OLED steht eine neue BIOS-Version mit Sicherheitsupdates, neuen Funktionen und Anpassungen sowie einigen Verbesserungen bereit. In den Release Notes wird den Gaming-Handhelds, die ebenfalls SteamOS als System unterstützen, ein ganzer Block gewidmet. Dies macht deutlich, wie ernst Valve die Öffnung von SteamOS für andere Systeme nimmt – die Liste der Änderungen ist beachtlich.
Auch Microsoft verfolgt eine Strategie
Ich für meinen Teil freue mich sehr auf die Steam Machine und spare angesichts des ungewissen Preises und Veröffentlichungsdatums der Hardware schon für die Zukunft, wobei mich als großen Handheld-Fan auch das Lenovo Legion Go 2 sehr interessiert. Eins steht fest: Microsoft bekommt dieses Jahr starke Konkurrenz im Bereich der Gaming-Handhelds und deren Betriebssysteme und muss aufpassen nicht überholt zu werden.
Diese Konkurrenz ist Microsoft nämlich bereits aufgefallen. Mit einem „Xbox Mode” für Windows 11 will man dem entgegenwirken. Darüber hinaus will man weiter an der „Xbox Full Screen Experience (FSE)” arbeiten, die bereits für den ROG Ally, den Legion Go 2 und den MSI Claw erschienen ist. Die Richtung stimmt, allerdings steht man bei der Entwicklung, wie man Windows 11 für Gaming-Handhelds attraktiv machen will, noch am Anfang.
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Eine Möglichkeit für Microsoft wäre es ja, den ganzen KI-Kram modular auszulagern und nur bei Bedarf nachinstallierbar machen – sprich, Windows selbst deutlich schlanker machen für solche mobilen Geräte. Dann stimmt es mit der Performance, Ressourcenverbrauch und ggf. auch dem Stromhunger.
Aber da es hier in erster Linie um Valve geht: Ich bin auf die Ergebnisse echt gespannt, denn für Gamer, die bereits auf Linux setzen oder den Wechsel von Windows auf Linux planen, sind diese Entwicklungen nur von Vorteil. Aber bei der Steam Machine passe ich und hoffe eher darauf, dass Microsoft ein wenig der Neuerungen der kommenden Xbox auch für die Series X bereitstellen wird. Glaube ich zwar weniger daran, aber die Hoffnung stirbt zuletzt – auch wenn sie stirbt.
Jedenfalls kann der Druck von Valve gegen Microsoft in dem Bereich nur von Vorteil sein, auch wenn Microsoft schon länger kein Anbieter im positiven Sinne der Privatkunden mehr ist.