Die Deutsche Telekom will mit KI neue Umsätze erzielen und ihre indirekten Kosten bis 2030 um rund 2,5 Milliarden Euro senken.
Beim KI-Investorentag hat der Konzern konkrete Ziele genannt. Außerhalb der USA soll der KI-bezogene Umsatz mit Unternehmen von rund 250 Millionen Euro im Jahr 2026 auf etwa 800 Millionen Euro im Jahr 2030 steigen. Auch Privatkunden sollen künftig zusätzliche KI-Dienste angeboten werden.
Deutsche Telekom setzt auf KI und Automatisierung
Besonders deutlich sind die Sparziele. Für 2027 erwartet die Telekom außerhalb der USA rund 1,1 Milliarden Euro Bruttoeinsparungen gegenüber 2023. Bis 2030 sollen die indirekten Kosten durch KI und Automatisierung um rund 2,5 Milliarden Euro sinken.
Schon heute nennt der Konzern konkrete Effekte:
- „Frag Magenta“ übernahm im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Anrufe.
- In den USA sank die Zahl der Service-Anrufe um 55 Prozent.
- KI-Agenten bearbeiten dort 40 Prozent der Kundenkontakte.
- Mehr als 100.000 Mitarbeiter wurden im Umgang mit KI geschult.
KI soll zudem Netzprobleme schneller erkennen. Bei bestimmten Mobilfunk-Ereignissen sank die Bearbeitungszeit laut Telekom von mehreren Stunden auf rund eine Minute. Erste Anwendungen bei neuen Anschlüssen hätten Beschwerden um 30 Prozent reduziert.
Die Zahlen zeigen allerdings auch die Kehrseite: Wenn KI immer mehr Kundenkontakte, Verwaltungsaufgaben und Softwarearbeit übernimmt, sinkt der Bedarf an manuellen Tätigkeiten. Konkrete Auswirkungen auf Arbeitsplätze nennt die Telekom nicht. Zudem handelt es sich bei den Milliardenbeträgen überwiegend um Ziele für die kommenden Jahre und nicht um bereits realisierte Einsparungen.
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