Tesla träumt nicht mehr davon, dass man die Nummer 1 der Elektroautos wird, man hat den Fokus geändert und Elon Musk will jetzt doch führend bei einer autonomen Zukunft sein. Und da spielt das sogenannte Cybercab eine entscheidende Rolle.

Das ist ein kleines Elektroauto mit zwei Sitzen, welches etwas mehr als 300 km weit kommt und kein Lenkrad und kein Pedal besitzt. Es kann ausschließlich autonom unterwegs sein. Diese Woche wurde das erste Cybercab bei Tesla fertiggestellt.

Tesla hat betont, dass man vor 2027 die ersten Cybercabs für unter 30.000 Dollar kaufen kann, die dann komplett autonom fahren können. Die Massenproduktion wird vermutlich aber erst in ein paar Wochen anlaufen, womöglich im April 2026.

Die spannende Frage ist aber nicht, ob Tesla die Option zum Kaufen anbietet, die spannende Frage ist, wie sinnvoll das sein wird. Es gilt als unwahrscheinlich, dass FSD bis Ende des Jahres ausgereift genug ist. Und wer kauft sich dann sowas?

Am Ende finde ich es schade, dass Tesla hier den komplett autonomen Weg geht, denn so ein Elektroauto wäre perfekt für weiteres Wachstum der Marke. Man kann den Fokus ja auf autonomes Fahren legen, aber warum muss es komplett autonom unterwegs sein? Was ist so schlimm, wenn man es auch noch selbst fahren kann?


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  1. Alfons 🌀

    Sehr es ähnlich wie im letzten Absatz.
    Ein Lenkrad da mit einzubauen und paar weitere Sachen, so viel Aufpreis sollte das nicht kosten.

    So nimmt man sich natürlich eine große Schar von potentiellen Käufer. Abgesehen davon, dass fsd außerhalb der USA gar nicht mal so gut funktioniert, bedeutet, dass die anderen Märkte von dem Modell gar nichts haben.

    Bin mir daher ziemlich sicher, dass früher oder später eine angepasste Version kommt.

    1. Aaron Matthiesen 🏅

      Ich schätze, das ist das Hoffen auf einen Moment a la Steve Jobs – etwas als erster radikal anders machen (mehr oder weniger), skeptisch belächelt werden, aber damit zum Vorreiter werden.

      Tesla ist ja schon in ihrem anderen Modellen dafür bekannt, radikal Teile wegzulassen – auch wenn jedes Teil nur einen Dollar kostet, läppert es sich trotzdem am Ende, und es sind alles Teile, die man nicht entwickeln oder einkaufen muss, die meine Zeit zum Testen und Einbauen kosten.

      Wenn man ein Auto von Grund auf als etwas Bestimmtes plant und entwickelt, hat man eben noch ganz andere gestalterische Freiheiten, kann neben Komplexität auch Platz sparen – gerade bei so etwas wie einem Lenkrad, das kann man ja nicht einfach so dran flanschen, man muss auch fahrerzentriert alles denken (oder eben nicht). Und es gibt ja noch viel mehr Dinge, die man nicht braucht, wenn das Auto als fahrerloses gedacht ist. Keine Rückspiegel und Seitenspiegel, einige mechanische Knöpfe fallen weg, Pedale,…

  2. Felix 🔆

    Auf jeden Fall eine riskante Wette, falls FSD nicht entsprechend fertig wird hat Tesla viele Autos die nicht verkauft werden können. Der sichere Weg wäre ein Model 2 gewesen mit Lenkrad und parallel das Cybercab.

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