Mehr als 100 Unternehmen fordern eine weltweite Offensive, um kritische Infrastruktur besser gegen KI-gestützte Cyberangriffe zu schützen.
Zu den Unterzeichnern des offenen Briefs zählen unter anderem Google, Microsoft, OpenAI, Amazon Web Services, Deutsche Telekom, SAP, Cisco, Cloudflare und zahlreiche Sicherheitsanbieter. Sie erwarten, dass KI-gestützte Cyberangriffe in den kommenden Monaten deutlich häufiger und ausgefeilter werden.
Besonders gefährdet seien Krankenhäuser, Wasserversorger und andere Betreiber kritischer Infrastruktur. Gleichzeitig könne KI Verteidigern helfen, bekannte Schwachstellen schneller zu finden, Fehlkonfigurationen zu beheben und Angriffe früher zu erkennen.
Branche fordert mehr KI für die Cyberabwehr
Der gemeinsame Aktionsplan richtet sich an vier Gruppen:
- Unternehmen sollen Cybersicherheit zur Führungsaufgabe machen.
- Sicherheitsanbieter sollen KI-Werkzeuge breiter verfügbar machen.
- Regierungen sollen kritische Infrastruktur finanziell und technisch unterstützen.
- KI-Unternehmen sollen Modelle, Training und Sicherheitswerkzeuge bereitstellen.
Die Unterzeichner betonen zugleich, dass keine einzelne Firma die künftige Cyberabwehr kontrollieren solle. Stattdessen seien internationale Zusammenarbeit, gemeinsame Bedrohungsdaten und überprüfte Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.
Ich halte den Aufruf vor allem für ein wichtiges Signal an Betreiber kritischer Infrastruktur. KI erhöht zwar das Angriffstempo, kann aber auch die Verteidigung deutlich beschleunigen. Entscheidend wird sein, ob aus dem gemeinsamen Appell tatsächlich konkrete Hilfe, Geld und einsatzfähige Werkzeuge entstehen.
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