Umweltausschuss beschließt höhere THG-Quote bis 2040

Der Umweltausschuss hat eine deutliche Anhebung der THG-Quote bis 2040 beschlossen.
Der Umweltausschuss hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote in geänderter Fassung angenommen. CDU/CSU und SPD stimmten dafür, während AfD, Grüne und Linke dagegen votierten. Die Quote soll im Straßenverkehr schrittweise auf 65 Prozent steigen, ursprünglich waren 59 Prozent vorgesehen.
Die Einigung der Koalition umfasst weitere Anpassungen. So soll die Obergrenze für konventionelle Biokraftstoffe laut Unionsangaben bis 2032 auf 5,8 Prozent steigen. Dies diene der Marktstabilisierung und schaffe Planungssicherheit für Landwirtschaft und Produktion.
Anpassungen bei Biokraftstoffen und neuen Technologien
Ab 2028 soll zudem Strom aus Biogas auf die THG-Quote anrechenbar sein, wodurch Biogasanlagen künftig E-Ladesäulen versorgen können. Auch die Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs soll schneller steigen, um laut Koalition Investitionen zu fördern. Die SPD sieht darin Impulse für Elektromobilität und Wasserstoffwirtschaft.
Die Opposition äußerte deutliche Kritik. Die AfD verwies auf mögliche Mehrkosten und Unsicherheiten. Grüne und Linke bemängelten insbesondere die Ausweitung klimaschädlicher Optionen und forderten strengere Vorgaben sowie alternative Ansätze wie stärkere Elektrifizierung oder den Ausschluss bestimmter Kraftstoffe.
Auswirkungen der THG-Quote auf Spritpreise und Verbraucher
Für Endverbraucher dürfte sich die Anhebung der THG-Quote vor allem langfristig bemerkbar machen: Da Mineralölkonzerne strengere Klimavorgaben erfüllen müssen, entstehen zusätzliche Kosten, die in der Regel über höhere Spritpreise weitergegeben werden.
Gleichzeitig wird der Ausbau klimafreundlicher Alternativen wie E-Mobilität, Ladeinfrastruktur und synthetischer Kraftstoffe vorangetrieben, wodurch sich die Auswahl an Antriebs- und Energielösungen schrittweise erweitert. Insgesamt bedeutet das eher eine langsame Verteuerung fossiler Kraftstoffe bei wachsendem Angebot an alternativen Optionen.
Ich sehe in der Entscheidung einen politischen Kompromiss mit klaren Zielkonflikten zwischen Klimaschutz, Wirtschaft und sozialer Verträglichkeit, dessen Wirkung sich erst langfristig zeigen dürfte.
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Höhere THG-PRÄMIE freut mich natürlich. Dieses Jahr bekommen wir für den ID3 insgesamt 315€… das deckt komplett den Stromeinkauf für das Auto (Rest ist PV). Sprich: Wir fahren wieder das ganze Jahr umsonst Auto.
Ihr seid vielleicht so privilegiert, dass ihr euch die Antriebskosten spart, aber ihr fahrt sicher nicht „umsonst“ Auto
Natürlich nicht. Gönn doch einfach mal 😎
Umsonst bezieht sich natürlich auf die Betriebskosten. Keine KFZ-Steuer und durch die THG-PRÄMIE keine Kosten für die Energie… ist ziemlich nah dran an umsonst. Anschaffungskosten waren 23.000€ für den ID3 als Jahreswagen, das hätte ich für nen Golf aber auch bezahlt.
Was ist eigentlich mit meiner Wette Robert? Ich habe in einem anderen Artikel um 5000€ mit dir Wetten wollen, dass der Anteil der Verbrenner an den Verkäufen nicht immer über 80% bleiben wird, was du so behauptet hast. („Über 80% Verbrenner und das wird auch so bleiben“ war dein ungefähres Zitat). Gehst du die Langzeitwette ein? Sagen wir 2035 wird abgerechnet und wenn es mehr als 20% E-Autos an den Verkäufen sind habe ich gewonnen?
Und das Haus mit Solaranlage gab es kostenlos? 😉 Die erheblich höheren Versicherungskosten bei Elektroautos werden auch gern verschwiegen.
Ich wette nicht. Das liegt aber vor allem daran, dass es nicht prognostizierbar ist. Die aktuellen Elektroautokäufe wären auch nicht so hoch, wenn der Sprit gerade nicht so teuer wäre. Vor drei Jahren dachte man, man wäre jetzt schon viel weiter, und vor fünf Jahren wollte man politisch, dass bis 2030 15 Millionen Elektroautos auf der Straße sind. Im Grunde ändert sich das ja alles jährlich. Eine Prognose ist schwierig, aber die letzten fünf Jahre haben gezeigt, dass sich keine Prognose, die irgendwie positiv in Richtung Elektromobilität gerichtet war, erfüllt hat. Im Gegenteil. Ich bleibe daher skeptisch und denke es wird weiterhin ein Großteil der Fahrzeuge ein Verbrennungsmotor haben. Von Monat zu Monat sicherlich nicht immer 80 %, aber im Großen und Ganzen die überwiegende Mehrheit.