Vodafone will mobiles Bezahlen bei Netzstress stabilisieren

Vodafone führt eine neue Netzfunktion ein, die digitale Zahlungen bei hoher Mobilfunk-Auslastung stabilisieren soll.

Die kostenpflichtige „Quality on Demand“-Lösung richtet sich an Anbieter von Bezahlverfahren und Kartenterminals. Über eine Schnittstelle zum Vodafone-Netz kann die Verbindung für einen Zahlungsvorgang bei Bedarf innerhalb weniger Sekunden optimiert werden.

Vodafone setzt auf Netz-APIs für digitale Zahlungen

Besonders relevant ist die Technik an Orten mit vielen Menschen, etwa in Fußballstadien, auf Konzerten oder Festivals. Dort können hohe Netzauslastungen laut Vodafone dazu führen, dass Transaktionen länger dauern oder abbrechen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Die Optimierung wird nur bei Bedarf und zeitlich begrenzt aktiviert.
  • Vodafone bietet inzwischen vier entsprechende Netz-Schnittstellen an.
  • Neben Quality on Demand gibt es Sim Swap, Number Verify und Branded Calls.
  • Die Grundlage bildet die 2024 gestartete GSMA-Open-Gateway-Initiative.

Quality on Demand unterscheidet sich vom Network Slicing. Während die neue API einzelne Merkmale wie Latenz oder Datenrate kurzfristig verbessert, reserviert Network Slicing dauerhaft einen logisch getrennten Teil des Mobilfunknetzes für bestimmte Anwendungen oder Nutzergruppen.

Ich halte den Ansatz vor allem bei Großveranstaltungen für sinnvoll. Entscheidend wird aber sein, wie viele Zahlungsanbieter die kostenpflichtige Schnittstelle tatsächlich integrieren und ob Nutzer den Unterschied in der Praxis merken.


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