Volkswagen feiert „Meilenstein“ mit neuem Elektroauto

Es war keine leichte Woche für den VW-Konzern, vor allem der massive Einbruch des Gewinns und der geplante Stellenabbau sorgten für negative Schlagzeilen.
Doch man scheint bei Volkswagen vorbereitet und hat ein paar Meldungen parat, die positiv sind und die man sich vermutlich bewusst für danach aufgehoben hat. Wie die Ankündigung des neuen VW ID.3 Neo. Wobei das Upgrade selbst durchaus positiv aufgenommen wird, beim Namen habe ich bisher nur Negatives gelesen.
Es gibt aber noch mehr, auch wenn uns das in Deutschland nur indirekt betrifft, jedenfalls als normaler Kunde, als Mitbürger des Landes dürfte jeder am Erfolg des größten Automobilbauers in Europa interessiert sein. Heute geht es aber um China.
Neues Elektroauto von VW und Xpeng rollt an
Dort haben Marken aus Europa in letzter Zeit besonders hart zu kämpfen und bei VW stellte man sich daher lokaler auf und suchte sich mit Xpeng einen Partner für neue Modelle. Das alles ist Teil einer noch jungen „In China, für China“-Strategie.
Ab sofort rollte das erste Modell, der ID.UNYX 08, in China vom Band und das ist für eine Marke aus Deutschland ein „Meilenstein“, denn das Auto wurde in nur 24 Monaten entwickelt. Der Konzern spricht hier selbst sehr gerne von „China Speed“.
800 Volt, über 700 km Reichweite (aber China-Angabe, da kann man also 100 oder mehr abziehen), über 500 PS (warum gibt es das nicht bei uns mit einem VW ID.4 GTX?), große Displays, moderne Software, man setzt viel auf diesen neuen SUV.
Mit dem ersten UNYX-Modell war VW nicht so erfolgreich, das musste man auch sehr aggressiv in den Markt drücken, jetzt gibt es aber moderne Technik, auf die wir hier in Europa bei Volkswagen noch viele Jahre verzichten müssen. 800 Volt kommt beispielsweise erst mit der SSP-Plattform, die wohl gegen 2030 startet.
Bis 2030 möchte der Konzern über 50 neue NEV-Modelle (Elektro, Hybrid und EREV) in China auf den Markt bringen und so dafür sorgen, dass man wieder eine Hausnummer vor Ort wird und BYD den Deutschen nicht komplett davonrennt.
Ich bin gespannt, wie dieser Neustart mit Partner und moderner Technik ankommt und finde es schade, dass sowas bei uns technisch und preislich nicht möglich ist. Wer diesen Standard möchte, der muss die sehr teuren PPE-Elektroautos von Audi oder Porsche kaufen, hier gibt es aber einen Elektro-Macan zum Preis eines VWs.
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Warum sollte ein chinesischer BEV-Kunde dieses Fahrzeug kaufen und nicht eines von den vielen einheimischen Marken?
Und, hat VW Zugang zu den Tech-Ökosystemen der chinesischen Anbieter (Alibaba, Tencent, Xiaomi usw.) bzw. bietet was Eigenes?
In Europa können sie einfach ein neues Auto hinstellen und es wird gekauft. In China funktioniert das gerade bei BEV und deren jüngere Kundschaft nicht mehr.
China produziert billiger, weil Löhne, Sozialabgaben und Bürokratie geringer sind, Energie (Kohle und Kernkraft) günstiger ist und der Staat Großfabriken stark subventioniert.
Aber: Wollt du wirklich, dass Deutschland dafür mehr Arbeit, weniger soziale Absicherung und niedrigere Löhne akzeptiert, nur damit Produkte ähnlich billig werden?
Die deutschen Firmen haben Tarifverträge, sollen die abgeschafft werden?
Zu VW: Die Jahreszahlen waren nicht so schlecht wie es in den deutschen Medien immer suggeriert werden.
Kein westlicher Hersteller investiert mehr in BEVs als VW-AG.
Die Entwicklung ist negativ. Q4 war schlecht.
Zum Thema Energie: Nur weil Energie (wie vieles andere) in China billig ist, solltest du nicht glauben, dass das an Kohle und Kernkraft liegt. Das Gegenteil ist richtig.
China investiert und baut mehr Solar- und Windkraft als der Rest der Welt zusammengenommen. Die Mehrheit der Produktion geht in den Ausbau im eigenen Land. Bestimmt nicht aus Spaß, sondern weil es billiger ist.
Oder glaubst du, das Regime besteht aus grünen Weltverbesserern?
Ankündigen kostet ja nix und beruhigt (vielleicht) einige die so einen Wagen kaufen wollen!