Volkswagen: „Krise ist für uns das neue Normal“

Halbleiterengpass, Nexperia, Einfuhrzölle in Nordamerika und jetzt der Angriffskrieg im Iran, für Volkswagen sei „Krise (…) das neue Normal“, so Karsten Schnake in der Automobilwoche. Doch wie sieht es mit den Preisen aus? Wir jetzt alles teurer?
Volkswagen: Preis könnten steigen
Noch nicht, so der VW-Beschaffungsvorstand, bis Mitte des Jahres könnte man bei VW „die Auswirkungen abfedern“ (was nicht heißt, dass man es macht), danach wäre aber „eine Lösung“ für den Krieg nötig, sonst werden die Autos noch teurer.
Doch der Konzern habe „extrem viel gesichert“, wenn es um Elektroautos geht, da verfolgt man das Motto „eher zu viel als zu wenig“. Und mit Partnern werden immer mehr „alternative Szenarien“ ausgearbeitet – ganz absichern kann man sich nie.
Die sind teilweise pessimistisch, denn die Bürokratie in Europa macht es ihnen sehr schwer, aber auch wieder etwas optimistisch, denn bei der „Restrukturierung und Neuausrichtung“ läuft es gut. Dennoch begleitet Volkswagen „derzeit rund ein Drittel unserer Partner sehr eng in unterschiedlichen Situationen“ (hilft also aus).
Es ist seit Jahren keine leichte Phase für das Management, welches nicht nur die Krisen bewältigen muss, im Hintergrund wütet auch der Wandel der Branche und dieser kostet sehr viel Geld, was man in solchen Zeiten gerne einsparen würde.
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„Krise ist für uns das neue Normal“
So wie für den Rest der Deutschen. Gefühlt ist doch hier seit der Flüchtlingskrise dauerhaft Krise.
Wen hat denn die Flüchtlingskrise überhaupt negativ beeinflusst? Ich kenne keinen Bereich, da wurde viel Wirbel um nichts gemacht. Auch die Wirtschaftszahlen zeigen das vor 2020, erst mit der Pandemie ging es ab.
Wenn man 2015 erst mit denken angefangen hat, könnte man das so sehen!
… da ich schon etwas älter bin, halte ich deine Aussage aber einfach nur für Schwachsinn!
Es geht um den Dauerzustand, nicht darum, dass es vorher keine Krisen gab. Wie Oliver schon sagt, hat man von der Flüchtlingskrise nicht so viel mitbekommen, aber seit Corona ist es dann tatsächlich nicht nur ein Wort sondern auch etwas, was man aktiv mitbekommt. Was war denn so zwischen 2005 und 2015 dauerhaft belastend? Da fällt mir spontan die Finanzkrise zwischendrin ein, die man direkt gespürt hat, aber kein Dauerzustand.
– Dot-Com Krise 2000 – 2003
– Weltfinanzkrise 2008 – 2009
– Eurokrise ca. 2010 – 2014
– Flüchtlings-“krise“ 2015
– Corona 2020
– Energiekrise durch Puttler 2022
– Hausgemachte Strukturkrise 2024 – dato
Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf, dass zwischen deiner angesprochen „Flüchtlingskrise“ (die nochmal welche Folgen auf den Industriestandort Deutschland gehabt haben?) und Corona 5(!) Jahre liegen. Übrigens galt Deutschland Ende der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts als „Kranker Mann Europas“. Wir könnten also noch etwas weiter in der Zeit zurück gehen.
Die Flüchtlingskrise habe ich ja bereits ausgenommen (da keine direkten Folgen spürbar), wobei das glaube ich länger als das eine Jahr durch die Medien ging.
Eurokrise hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, aber man merkt an deinen Daten dann schon, dass die Einschläge ab 2020 deutlich schneller hintereinander kamen als davor. 2026 Iran kann man ja noch ergänzen.
Macht von 2000 – 2020 3-4 Krisen und von 2020-2026 4 Krisen
20 vs 6 Jahre
Ach ich vergaß…
– Intelligenz Krise durch Idioten im Weißen Haus 2025
– Wirtschaftskrise durch inkompetente, konservative Lobbyisten, welche von Trotteln gewählt wurden, trotz 1000(!) Milliarden neuer Schul… äh Sondervermögen 2025…
Und ich prophezeie…
– kompletter Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft nach BTW2029 und Wahlsieg und absoluter Mehrheit der AFD.
Genau! Seit Corona! Und nicht
seit/ab 2015! Eventuell hab ich dich ja missverstanden aber die Leute tun immer so, als wäre vor 2015 die Welt in Ordnung gewesen…. War sie nicht!
Um das mal kurz aufzudröseln:
– Ich hatte ursprünglich so aus dem Bauch heraus ab Flüchtlingskrise gesagt, aber da lag ich wohl falsch (hatte die deutlich näher an Corona verortet), was Oliver ja direkt gesagt hatte und weshalb ich mich dann auf ab Corona korrigiert habe.
– Ich meinte nicht, dass vor 2015 (bzw. 2020) die Welt immer in Ordnung war, sondern dass die Frequenz der Krisen deutlich zugenommen hat.
Ich hoffe, so kommen wir halbwegs auf einen Nenner ;-)
Entschuldige bitte… mich triggert dieses „2015“ einfach nur ungemein… da muss ich evtl auch etwas entspannter werden.
… aber „Ja“ … seit 2020 ist’s echt eine Herausforderung.
Alles gut :-)
Ich fahre sehr gerne Audi, aber VW wird mir immer unsymphatischer und ich weiß nicht, ob ich noch in Zukunft Kunde dort sein möchte. Allerdings haben vermutlich alle Dreck am Stecken.
Wäre der Dieselskandal nicht gewesen dann hätte der Konzern noch über 30 MRD. Euro mehr zum ausgeben!
Dann wäre es für was anderes draufgegangen… glaub mir… das Geld wäre trotzdem weg.
Frage ist aber auch, wieviel mehr Umsatz die vorher mit „Clean Diesel“ gemacht haben. Strafen sind am Ende auch nur Kosten und wenn am Ende ein Plus bleibt, hat es sich aus Sicht des Unternehmens gelohnt. Die Kunden scheint es im Großen und Ganzen ja auch nicht sonderlich gestört zu haben.