WearOS: Dafür nutze ich meine Smartwatch

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Uhren mit WearOS

In Sachen Smartwatch mit Android Wear bzw. heute WearOS bin ich schon von Anfang an dabei. Hört man sich im Bekanntenkreis um, werden die Besitzer einer Smartwatch immer mehr. Generell würde ich das aber unterscheiden. Für die einen genügt als Smartwatch eine Uhr mit Fitness-Tracker und vielleicht einer simplen Benachrichtigungsanzeige für ein paar, teils in der Auswahl sehr eingeschränkte Programme auf dem Smartphone.

Für mich muss es aber schon eine vollwertige Smartwatch sein. Die muss zwar nicht komplett autark laufen, aber sollte schon durch Apps erweiterbar sein. Die Uhren von Samsung gefallen mir optisch am besten, da sie nicht sofort als Smartwatch erkennbar sind, aber die Einschränkung im OS (Tizen) sind dann auch nichts für mich. Es fehlen mir einfach ein paar Apps und der Appstore ist schon fast zugemüllt mit teils noch zig Versionen eines einzelnen Watchfaces.

Also zurück zu Android Wear bzw. WearOS. Von der ersten (noch eckigen) Smartwatch von LG ab habe ich dann doch recht viele besessen. LG, Motorola, Huawei, Diesel und aktuell die Mobvoi TicWatch Pro bzw. die TicWatch C2.

Fragt man sich dann im Bekanntenkreis durch, kommt oft die Gegenfrage, wofür man eine solche Smartwatch denn überhaupt benötigt?

Basics und Benachrichtigungen

In Kurzform ist das in meinem Fall schnell beantwortet. Die nötigen Grundfunktionen sind mir schon so wichtig, dass mir an einem Tag ohne Smartwatch schon fast wörtlich „was fehlt“. Mein Handy ist auf lautlos bzw. maximal Vibration eingestellt, da ich sämtliche Benachrichtigungen und Informationen sowieso direkt auf das Display der Uhr weitergereicht bekomme.

Dazu gehört dann neben der Funktion als Uhr bzw. Anzeige für das Datum auch die Benachrichtigungen der einzelnen Apps. News in sozialen Medien, wie Twitter, Facebook, WhatsApp, etc. gehören da ebenso dazu, wie auch die Informationen, welche von diversen Apps (Staubsaugerroboter etc.) weitergeleitet werden. Man sieht also sofort, ob der Sauger sich gerade mit einem Socken unter dem Bett anlegt oder solche Dinge. Das geht in Fleisch und Blut über und man muss dafür das Handy gar nicht mehr anpacken.

Antworten geht auch über die Uhr. Entweder per Spracheingabe oder auf Wunsch auch über die Mini-Tastatur. Letzteres ist aber eher für Notfälle. Dennoch kann man auf eine der zahlreichen Scherz-Bilder in WhatsApp auch einfach mal direkt mit einem Smiley antworten und spart sich auch hier weitere Fummeleien.

Auch ein Timer oder Wecker lässt sich schnell an der Uhr aktivieren. Wer also keine Alexa in der Nähe hat, wirft einfach mal kurz den Tee-Timer auf der Uhr an. Auch hier wieder die Option das ganze über die Spracheingabe „Ok, Google?“ oder per App und Touchscreen auf der Smartwatch selbst.

Das alles sind Grundfunktionen, die sowieso automatisch mit der WearOS-Uhr funktionieren. Interessanter wird es dann in den kommenden Apps und Funktionen.

Wearos Anruf

Früher habe ich oft drüber gelästert, dass ein Telefonieren wie Michael Knight in K.I.T.T. peinlich ist, aber ganz ehrlich? In den vergangenen Jahren habe ich mich nicht nur einmal dabei erwischt, wie ich diese Funktion genutzt habe.

Manchmal ist man einfach beschäftigt, hat alle Hände voll, oder möchte das Smartphone nicht verschmieren etc. Dann ist es einfacher das Gespräch auf der Uhr anzunehmen. In der Öffentlichkeit nutze ich die Freisprechfunktion über die Uhr dann allerdings doch nicht.

Hier muss man allerdings aufpassen! Vermutlich aus Platzgründen oder aber, um leichter die Uhr IP-zertifiziert zu bekommen, verzichten einige Hersteller darauf einen Lautsprecher zu verbauen. Das Mikro ist immer drin, aber der Speaker nicht.

Die neuesten Smartwatches aus dem Hause Fossil gehören hier dazu, wie auch die neue TicWatch C2. Die TicWatch Pro hat aber noch einen Speaker ❤.

NFC und Fitness

Revolut Google Pay

Ein Feature, welches ebenso (noch) nicht alle Smartwatches verbaut bekommen haben ist NFC. Gerade GooglePay ist aktuell auch dank Apple und dem mittlerweile in einigen Terminals unterstützte Apple Pay in aller Munde. Im Laden einfach kontaktlos durch ranhalten der Uhr bezahlen. So einfach kann es gehen.

Natürlich können die Smartwatches auch mit Infos über die gegangen Schritte versorgen. Persönlich lasse ich mir die Steps im Watchface direkt anzeigen. Das geht mit WatchMaker super einfach. Es gibt aber auch sehr viele Stock-Watchfaces oder Drittanbieter-Watchfaces, die über die neuen Widgets dann diese Infos bereitstellen können.

Plan B sind dann Apps wie Google Fit oder dergleichen, die Fitness-Infos noch detaillierter darstellen. Seit dem jüngsten Wear-Update gibt es die Google Fit-Anzeige direkt per Wischen nach links zu sehen. Viele Smartwatches haben auch noch einen Herzfrequenzmesser, der nebenher alle 10 Minuten die Frequenz checkt und hierüber schicke Statistiken erstellt.

Manch günstigerer Smartwatch wird dieser aber nicht verbaut. Also bitte vorher informieren, ob einer dabei ist oder nicht.

Termine, Wetter und Medien

Je nach Watchface bekommt der Träger auch direkt die nächsten Kalendereinträge bzw. das Wetter angezeigt. Das kann wie im obigen Foto detailiert sein oder evtl. auch nur mit einem dezenten Hinweis, dass heute noch 1-2 Events auf der Agenda sind. Ebenfalls eine Funktion, die ich nicht missen möchte.

Ich persönlich bastel mir oft den nächsten Eintrag ausführlich auf das Watchface und durch ein Drücken auf diesen Eintrag zeigt sich dann die heutige Agenda mit den restlichen Einträgen. Super komfortabel. Oben im Glance 2018 V2 Watchface ist es etwas ausführlicher, sobald man oben im Menü auf Agenda drückt.

Schon vor dem letzten Update, aber jetzt noch einfacher bekommt der Anwender die Mediensteuerung auf der Uhr präsentiert. Sobald also Musik auf dem Smartphone abgespielt wird oder ein Film via Netflix läuft etc. wird eine Mediensteuerung auf der Uhr dargestellt. Hier kann man dann bequem das nächste Lied ansteuern oder den Film pausieren usw.

Karten und Smart Home

Von Haus aus kann natürlich auch Google Maps auf der Uhr genutzt werden. Ist kein GPS in der Uhr integriert, kann damit immerhin das Kartenmaterial bzw. die Route vom Handy auf der Uhr angezeigt werden. Manchmal deutlich angenehmer einfach kurz auf die Uhr zu sehen, um zu wissen, dass man in 200m nach rechts zur nächsten Bushaltestelle kommt.

Dazu kommen selbstverständlich noch Apps, die jeder seinen eigenen Wünschen nach installieren kann. Ich persönlich achte hier sehr auf Heimautomatisierung. Sei es über die Logitech Harmony App, mit der ich mein Heimkino und diverse Beleuchtung / Deckenventilator steuern kann und natürlich auch noch IFTTT. Alles problemlos auch über die Uhr steuerbar.

Ebenfalls für die Navigation bzw. Kurztripps interessant ist der DB Navigator. Auch diese App zeigt bequem auf der Uhr an, ob der nächste Zug (mal wieder) Verspätung hat, oder auf welches Gleis man muss usw.

Uebersetzer

Tools und Nützliches

Daniel nutzt dazu noch den Authenticator für die Bereitstellung der 2 Faktor-Authentifizierungscodes von Google, einen Sleep-Tracker und den Übersetzer.

Meine Herzallerliebste verdonnert mich dazu Payback zu nutzen. Was man davon hält oder nicht, muss ja jeder für sich selbst wissen. Da ich aber nur eine kleine Secrid Wallet nutze, ist es mir dann doch zu doof, dafür einen Kartenplatz zu verschwenden.

Deshalb habe ich mir nach einem Tipp von René die App Stocard aufs Smartphone gepackt und dort unter anderem die Payback-Karte hinterlegt. Diese lässt sich prima auf der Smartwatch anzeigen und wird am Scanner von REWE beispielsweise problemlos erkannt. Einfach die App starten (Schnellzugriff liegt direkt auf dem Watchface) und Payback auswählen. Fertig.

Abgesehen von den eben genannten Apps installiere ich mir noch Enpass (Passwortverwaltung) auf die Uhr, weil ich mir einfach die doofe PIN der Tank-Karte nicht merken kann und WearCam, um die Uhr als Fernauslöser für die Kamera auf dem Smartphone nutzen möchte. Nutzt man nicht die original Google Kamera, gibt es diese Funktion meist nicht mehr auf der Smartwatch.

Ein paar kleine Infos zu meinem genutzten Watchface. Dieses habe ich offiziell vor Jahren schon aus dem Playstore gekauft:

Leider ist der Entwickler schon lang nicht mehr am Start und reagiert auf keine Mails etc. Deshalb hatte ich es mir kurzerhand nach dem Kauf in Watchmaker nachgebaut und angepasst. So kann ich diverse coole und leicht erreichbare Funktionen integrieren:

Illuminator Watchface

Ein Drücken auf das kleine Schloss links schaltet das Watchface um und ich kann wie rechts zu sehen ist, diverse Apps/Funktionen schnell erreichen ohne großartig durch das Menü der Uhr scrollen zu müssen usw.

Harmony, GPay und Stocard öffnet beim Drücken direkt die jewelige App und Agenda und Weather startet die Kalenderansicht des heutigen Tages und die Wettervorhersage der Uhr. Drücke ich mittig aufs Watchface (auf die Uhrzeit) kann ich die Hintergrundfarbe des Watchfaces ändern. Simpel, einfach und schnell. So muss das sein.

Da es sich im Original um ein Bezahl-Watchface handelt, kann ich meine modifizierte Version leider nicht verlinken. Sorry.

Tipp: Ein Watchmaker Watchface im anderen Look, aber ähnlich funktionell ist mein Glance 2018 v2 Watchface. Dieses Watchface könnt ihr völlig kostenlos auf Facerepo.com herunterladen und mit der (nicht kostenlosen) App Watchmaker nutzen.

WatchMaker Watch Faces
Preis: Kostenlos+

Jetzt kommt ihr ins Spiel. Jeder nutzt seine Smartphones/Smartwatches anders. Was für eine App ist denn für euch noch ein Must-Have? Schreibt gern in die Kommentare! Vielleicht ist ja ein kleiner Geheimtipp dabei?

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Montblanc Summit 2 Smartwatch mit Snapdragon 3100 Wear Prozessor im Test16. November 2018
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