700 E-Autos stabilisieren „heimlich“ das Stromnetz

Das Pilotprojekt OctoFlexBW nutzte 700 Elektroautos, um das Stromnetz durch verschobene Ladezeiten zu stabilisieren.

In Baden-Württemberg wurden private E-Autos erstmals im größeren Maßstab in den sogenannten Redispatch eingebunden. Laut Angaben der beteiligten Unternehmen erfolgte die Netzstabilisierung allein durch zeitlich angepasste Ladevorgänge, ohne dass Nutzer Eingriffe bemerkten.

Bisher war Redispatch vor allem Aufgabe großer Kraftwerke, die ihre Leistung anpassen, um Engpässe auszugleichen. Im Projekt von TransnetBW und Octopus Energy übernehmen nun vernetzte Fahrzeuge diese Funktion teilweise digital.

Redispatch 3.0: E-Autos als flexible Stromverbraucher

Zentrale Punkte des Projekts:

Technisch werden Ladevorgänge in weniger ausgelastete Zeitfenster verlagert. Ein bidirektionales Laden ist dafür nicht notwendig, stattdessen genügt laut Unternehmen eine steuerbare Wallbox und ein Smart Meter.

Nach Unternehmensangaben könnten große E-Auto-Flotten relevante Beiträge leisten und einen Teil des bisherigen Redispatch-Bedarfs abdecken. Folgeprojekte mit mehr Fahrzeugen und weiteren Anlagen sind bereits geplant.

Ich sehe in dem Ansatz eine pragmatische Ergänzung zur Energiewende, deren Erfolg stark von Infrastruktur und Regulierung abhängt.

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