Netflix gab letzte Woche bekannt, dass man Warner übernehmen möchte, also nicht alles von Warner Bros. Discovery, aber die wichtigen Sparten und Marken. Und man warb sogar schon bei Netflix-Kunden via Mail mit neuen Inhalten.

Doch Paramount, die ebenfalls interessiert waren, gibt nicht auf. Man wendet sich direkt an die Aktionäre und schlägt einen besseren Deal vor. Paramount übernimmt alles, auch CNN und Co. und man bezahlt Cash. Damit sei der Deal nicht von der eigenen Aktie (wie bei Netflix) abhängig und liegt bei 108,4 Milliarden US-Dollar.

Man strebt also eine „feindliche Übernahme“ an, bei der man das Management von Warner umgeht. Weder Warner noch Netflix haben sich bisher dazu geäußert.

Das strategisch und finanziell überzeugende Angebot von Paramount an die Aktionäre von WBD stellt eine überlegene Alternative zur Transaktion mit Netflix dar, die einen geringeren und ungewissen Wert bietet und die Aktionäre von WBD einem langwierigen, mehrere Gerichtsbarkeiten umfassenden Genehmigungsverfahren mit ungewissem Ausgang sowie einer komplexen und volatilen Mischung aus Aktien und Bargeld aussetzt.


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  1. Herr M. 🌟

    Auch nicht schlecht. Heute Nacht kam von Netflix ein Newsletter indem die Übernahme angekündigt wurde. So als ob alles in trockenen Tüchern sei.

    Bin gespannt was da noch kommt…

    1. Maximilian 🔱

      Würde mich nicht wundern. Die Kartellaufsicht winkt gerade in USA vieles durch.

      1. Herr M. 🌟

        In diesem Fall glaube ich nicht dass die das einfach so durchwinken. Alleine weil Onkel Donalds Freunde dadurch Nachteile haben.

  2. Xzibit 🪴

    Mit Warner hatte bisher noch kein Investor Glück. Die FAZ hat das mal schön aufgeschrieben.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/der-fluch-der-warner-brueder-110798182.html

  3. Hans 🍀

    Und woher hat Paramount soviel Cash?
    Netflix hat letztes Jahr mehr Umsatz gemacht als Paramount und wird dieses Jahr das nochmal deutlich steigern. Zudem hat netflix größere Wachstumschancen. Sie sind der mit Abstand größte Streaming Dienst und der Markt ist noch nicht gesättigt. Netflix strebt 400 Mio und mehr Abonnenten an. Alle anderen können da nicht mithalten.

    1. Calypso 🪴

      Die Frage ist eher was man mit dem Pleiteladen Warner Brothers will. 3 Jahre schon kein Gewinn und 2024 über 11 Milliarden US Dollar Verlust. Wo sind da die Zukunftsphantasien der Investoren?

  4. Favones 👋

    Warner Bros. verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 39,3 Milliarden US-Dollar, aber einen Nettoverlust von ca. 11,3 Milliarden US-Dollar.

    Völlig verrückte Angebote von Paramount und Netflix für solche einen Laden.

    Wer da noch behauptet, es gibt keine DotcomBlase 2.0, der ist blind.

  5. Yupi 🏅

    Dotcom Blase aus 2001 läßt grüssen.

  6. Carlo 🔅

    Schöne neue Welt, die sich da anbahnt. Eine sehr gefährliche Welt.

    1. Dennis 🎖

      Ja filme Studios übernehmen sich gegenseitig, Ultra gefährlich ⚠️

      1. Maximilian 🔱

        Ich erinnere dich wenn du deinen Lieblingsfilm nicht mehr sehen kannst.

  7. P45 💎

    Vielleicht hätte man im Artikel auf die politische Brisanz eingehen können. Paramount gehört inzwischen Larry Ellison, einem strammen Anhänger des Agent Orange im weißen Haus. Insofern wäre eine Übernahme insbesondere von CNN ein weiterer Sargnagel für die freie Presse und somit auch für die Demokratie. Der Weg in den Abgrund geht weiter.

    1. Philipp 🔆

      Richtig.
      Ich denk das ist auch der Grund warum Netflix CNN von dem Deal exkludirt hat. Sonst wäre ihr Angebot von vorne herein abgeschmettert worden.
      Aber Paramount will scheinbar doch das ganze Paket.

      1. Dieseldieter ☀️

        Es war nicht nur CNN nicht enthalten sondern auch die ganzen Dokus von Discovery.

        Das Angebot von Paramount ist wesentlich attraktiver als das von Netflix. Der Preis für ein finanziell angeschlagenes Filmstudio jedoch absurd.

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