Midea PortaSplit: Open-Source-Tool sichert lokale Steuerung
Die Midea PortaSplit ist bei der Neueinrichtung zunehmend von verfügbaren Cloud-Schnittstellen abhängig.
Nach Angaben des Entwicklers des Open-Source-Projekts midea-ieco sind die getToken-Endpunkte der Meiju- und MSmartHome-Cloud bereits serverseitig abgeschaltet (wir berichteten). Sie liefern demnach den Fehlercode 3004.
Ein weiterer Weg über die NetHome-Plus-API sei am 25. Juli noch erfolgreich getestet worden. Token und Key seien dabei an das jeweilige Gerät gebunden und nicht an ein Nutzerkonto.
Bereits eingerichtete Anlagen können weiterhin lokal betrieben werden. Problematisch könne dagegen eine Erst- oder Neueinrichtung nach einem Reset werden.
Das kostenlos verfügbare Tool midea-ieco soll deshalb die benötigten Zugangsdaten sichern und anschließend eine lokale Steuerung ohne Midea-Konto und Cloud ermöglichen. Der Entwickler selbst hat uns auf diese Lösung hingewiesen.
Midea PortaSplit: iECO und Token-Sicherung im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist der iECO-Modus der PortaSplit. Laut Midea soll dieser gegenüber dem normalen Betrieb bis zu 60 Prozent Energie sparen.
Der Entwickler verweist zudem auf einen unabhängigen Zehn-Stunden-Test und eigene Messungen, die einen niedrigeren Verbrauch mit iECO zeigen sollen. Der Modus endet nach seinen Angaben jedoch nach rund acht Stunden und bleibt nach dem manuellen Wiedereinschalten deaktiviert.
Das Tool bietet laut Entwickler unter anderem:
- dauerhafte Aktivierung von iECO
- lokale Steuerung ohne Cloud
- Token-Sicherung und Geräteprüfung
- Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten
Das Projekt läuft unter MIT-Lizenz und ist laut Entwickler nicht mit Midea verbunden. Es kann auf Raspberry Pi, NAS, Heimserver oder Mac eingesetzt werden. Nach Angaben des Entwicklers unterstützt es auch baugleiche Geräte von Marken wie Comfee, Toshiba und Carrier.
Ich halte vor allem die Kombination aus teilweise abgeschalteten Token-Schnittstellen und der weiterhin möglichen lokalen Steuerung für relevant. Wer eine PortaSplit bereits betreibt, sollte daher prüfen, ob die benötigten Zugangsdaten gesichert sind.
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