Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt vor wachsenden Hürden beim Bezahlen mit Bargeld im Alltag.
Laut einer im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands durchgeführten Befragung (PDF) gaben 30 Prozent der Teilnehmer an, innerhalb der vergangenen sechs Monate mindestens einmal nicht bar zahlen zu können. Der Verband sieht darin eine wachsende Belastung für Verbraucher und fordert klare Regeln zur Bargeldakzeptanz.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale berichten Verbraucher regelmäßig über Konflikte und Nachteile durch fehlende Bargeldannahme. Betroffen seien unter anderem Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln, etwa Kinder, Jugendliche oder ältere Erwachsene.
Laut Verband drohten ihnen zusätzlicher Aufwand, höhere Kosten und in einzelnen Fällen der Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe.
Forderungen der Verbraucherzentrale zur Bargeldakzeptanz
Die Verbraucherzentrale fordert, dass Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel im stationären Handel, in der Gastronomie, bei Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt sowie bei öffentlichen Verwaltungsleistungen akzeptiert wird. Dies müsse ohne Zusatzgebühren oder andere Hürden erfolgen. Ausnahmen sollten gesetzlich klar definiert, eng begrenzt und transparent kommuniziert werden.
Zentrale Problembereiche laut Verbraucherzentrale:
- Keine Bargeldzahlung im öffentlichen Nahverkehr und in Parkhäusern
- Einschränkungen im Einzelhandel und in Bäckereien
- Konflikte und Zeitverlust beim Bezahlvorgang
- Verlust von Anonymität und Ausgabenkontrolle
Nach Darstellung des Verbands sinkt die Bargeldakzeptanz im Handel seit Jahren, wie auch Daten der Bundesbank zeigen. Gleichzeitig betont die Verbraucherzentrale die Bedeutung von Bargeld für einfache, anonyme Zahlungen ohne digitale Infrastruktur.
Ich halte die zusammengetragenen Hinweise für relevant, da sie zeigen, wie stark sich Zahlungsgewohnheiten verändern und welche praktischen Folgen dies für verschiedene Bevölkerungsgruppen haben kann. Ich bin genauso sehr gegen eine Abschaffung von Barzahlungsmöglichkeiten, wie ich für eine Einführung einer Kartenzahlungspflicht bin. Wahlfreiheit beim Bezahlen sollte das Gebot der Stunde sein.
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