Das US-Unternehmen Amazon hat einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten gestartet, der in Deutschland noch nicht verfügbar ist, aber einen Blick in die Zukunft digitaler Medizin erlaubt.

Der Dienst namens Health AI ist bislang ausschließlich für den amerikanischen Markt zugänglich und dort über die Amazon-Website sowie die Amazon-App erreichbar.

Laut Unternehmensangaben beantwortet der Assistent rund um die Uhr Gesundheitsfragen, erklärt Laborbefunde und Diagnosen, verwaltet Rezeptverlängerungen und bucht Arzttermine beim Kooperationspartner One Medical. Voraussetzung für personalisierte Antworten ist die freiwillige Freigabe der eigenen Krankenakte.

Kostenloser Zugang für Prime-Mitglieder in den USA

Als Einführungsangebot erhalten berechtigte US-amerikanische Prime-Mitglieder laut Amazon bis zu fünf kostenlose Direktnachrichten-Konsultationen mit einem Arzt für mehr als 30 häufige Erkrankungen, darunter Erkältung, Allergien und Harnwegsinfekte.

Der Wert dieser Leistungen wird vom Unternehmen mit bis zu 145 US-Dollar angegeben. Ohne Prime-Mitgliedschaft kostet ein Telemedizin-Besuch 29 US-Dollar.

Technisch setzt der Dienst auf folgende Komponenten:

  • Amazon Bedrock als KI-Infrastruktur
  • Mehrere spezialisierte Agenten für unterschiedliche Aufgaben
  • HIPAA-konforme Verschlüsselung aller Gesundheitsdaten

Ich halte diesen Schritt für einen bedeutsamen Hinweis darauf, wohin sich digitale Gesundheitsversorgung auch hierzulande entwickeln könnte, auch wenn Europa mit seinen strengeren Datenschutzanforderungen einen anderen Rahmen setzen wird.


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  1. Maximilian 🔱

    Puuuuh ich weiß ja nicht. Es ist halt amazon.

  2. pierre 🪴

    DSGVO sagt nein

    1. zoula ☀️

      weiß ich gerade nicht. Zugriff auf Patientenakte ist ja ne gruselige Idee, aber die kann ich ja ärzten, apotheke u.a. geben. Wenn Amazon = Arzt?

      1. Stefan K. 🔅

        Amazon wird eher nur seine Cloud-Plattform stellen, auf die dann Vertragsärzte zugreifen können, sprich die bei AWS liegenden Patientendaten.

        Hätte ich auch meine starken Bedenken, dass die Patientendaten nicht anderweitig von Amazon genutzt werden, für Werbung zu Medikamenten, Versicherungen und was weiß ich nicht noch alles, dass irgendwie mit Gesundheit zu tun haben könnte.

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