Der massive Absturz von Tesla in Europa

Die Hochphase von Tesla ist vorbei, das kann man mittlerweile klar sagen. Vor gut einem Jahr wurde der erste Einbruch bei der Nachfrage noch mit dem Upgrade für das Model Y von einigen gerechtfertigt, allerdings war das nicht der wahre Grund.
Das aktualisierte Tesla Model Y ist da und es ging letztes Jahr dennoch deutlich nach unten. Global sieht die Sache dabei noch ganz passabel aus, in Europa ist die Lage allerdings dramatisch, denn Tesla ist hier um fast 30 Prozent eingebrochen.
Tesla bricht in vielen Märkten ein
In Ländern wie Deutschland oder den Niederlanden hat sich Tesla fast halbiert, in Schweden lag der Einbruch sogar bei über 60 Prozent, und nur ein Markt, wenn auch ein wichtiger Markt für Elektroautos, lief 2025 sehr gut bei Tesla: Norwegen.
Gründe für den massiven Einbruch der Marke gibt es viele, zum einen sehen viele die populistische Sichtweise des Chefs kritisch, aber ich glaube, dass die Gründe deutlich vielfältiger sind. Das Supercharger-Netzwerk ist mittlerweile offen und kein Argument mehr und die Konkurrenz hat bei Elektroautos auf- bzw. überholt.
Hinzu kommt eine schlechte Modellpolitik, denn ein aktualisiertes Model Y und eine etwas günstigere Version (die gar nicht so viel günstiger als die alte Basis, dafür aber deutlich schlechter ist) reichen für das benötigte Wachstum doch nicht aus.
Tesla legt Fokus auf die Robotaxis
Es wundert also nicht, dass Tesla den Fokus auf autonomes Fahren und Robotaxis gelegt hat, während man noch vor wenigen Jahren davon sprach, dass man VW und Toyota ablösen möchte. Dieses Narrativ kann man den Fans und Investoren aber spätestens ab 2026 nicht mehr verkaufen, denn die Fakten sind eindeutig.
Tesla war in den letzten Jahren sehr wichtig für die Elektromobilität und die Autos sind weiterhin grundsolide, jedenfalls das Model 3 und Model Y, daher finde ich es schade, dass Elon Musk sein Gefühl für das Wachstum der Marke verloren hat.
Selbst wenn Robotaxis die große Zukunft sind, so dauert das alles noch Jahre, bis es sich etabliert hat und lukrativ ist. Selbst wenn er hier also richtig liegen sollte, so ändert das nichts an der eher schlechten Planung für die kurzfristige Zukunft.
Und am Ende ist der Absturz von Tesla auch für uns als Kunden kein gutes Signal, denn man kann von Elon Musk halten, was man will, aber Konkurrenz ist immer gut und wichtig für den Markt. Tesla hat in den letzten Jahren viele Marken geärgert und sie mussten reagieren. So langsam scheint sich dieses Blatt aber zu wenden.
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Tesla sind einfach hässliche Autos die seit Jahren immer gleich aussehen und Qualitativ furchtbar sind.
Im Innenraum eine Katastrophe ohne Charakter und Charme.
Tesla wird früher oder später verschwinden , weil sich Elon
darum nicht mehr bemüht und andere Hersteller deutlich bessere und schönere Autos bauen.
Die Verarbeitung ist seit 2022 gut und spätestens seit dem Model 3 Highland sehr gut, sogar die Materialauswahl ist besser als bei vergleichbaren Autos. Innenraumgestaltung ist halt reine Geschmackssache. Etwas Objektivität würde gut tun.
Gesundheit :D
Qualitativ sind die schon sehr lange nicht mehr schlecht, sondern ziemlich gut. Es gibt fast nirgends hart Plastik und der Innenraum wurde mit den aktuellen Modellen auch sehr aufgewertet.
Man kann die Fahrzeuge ja nicht hübsch finden, es gibt meiner Meinung nach auch hübschere aber das andere stimmt einfach nicht.
Sehr viele Fanboys hier.
Komisch das die immer rauskommen, wenn schlecht über Tesla geschrieben wird.
Ja man kann viel Geld sparen, da man nicht zur Inspektion muss.
Wenn man Pech hat, holt sich das Tesla dann über irgendeine Reparatur wieder
Und bei den anderen ist dann die Reparatur kostenlos, weil du zur Inspektion gehst?
Und ebenso viele Hater. Und? Was trägt es zur Diskussion bei, die Leute hier irgendwie persönlich anzugehen?
Fühlst dich jetzt von mir beleidigt?
Es leider so, dass das Fanboy Gehabe bei diesem Hersteller sehr extrem ist
Schon, aber mittlerweile wird auch jeder als Fanboy bezeichnet, der in irgendeiner Weise Sympathie für die Marke hat und gewisse Dinge richtig stellt.
Für die Firma läuft’s super, die schwimmen im Geld. Das muss erstmal eine andere Firma schaffen: Die Verkaufszahlen fallen, der Aktienkurs steigt. Weil den Investoren die Fahrzeugverkäufe egal sind und sie Tesla als Tech-Konzern bewerten – im Gegensatz zu deutschen Autoherstellern, deren Kurs seit jeher dahindümpelt, weil sie als Blechbieger ohne Tech-Kompetenz bewertet werden, deren Gewinne immer weiter schrumpfen, weil ihnen die großen Märkte (China, USA) wegbrechen und ihre Kosten immer weiter steigen.
Das es der Marke nicht gut geht, sieht man aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht finde ich. Ich liebäugle mit einem M3. Mir gefällt das Auto und ich finde das P/L Verhältnis für das was ich möchte konkurrenzlos. Aber die Gebrauchten sind im Verhältnis zu den Neuwagen nicht attraktiv. Zumindest das was ich in letzter Zeit beobachte. Bei Tesla direkt sowieso nicht.
Wenn die Fahrzeuge im heutigen Markt so ein sehr gutes P/L hätten, dann würden die Absatzeinbrüche ja nicht so hoch sein, oder?
Richtig
Wenn die Leute rational wären, ja. Aber sie lassen sich halt betütteln mit negativer nicht objektiver Pressearbeit.
Klar, daran liegt es, am Produkt selbst kann es ja nicht liegen. Jeder Autokauf ist subjektiv, ein „objektiv“ besseres Auto gibt es nicht. Auch wenn das Fans einer Marke gerne so sehen wollen, weil sie sich ihren eigenen und sehr teuren Kauf rechtfertigen müssen.
Objektiv gesehen ist ein Model 3 und Y eben sehr sehr stark für den Preis weiterhin. Das Gesamtpaket stimmt. Andere Hersteller bieten nur bessere Konditionen zum Leasen. Aber davon ab, das Gesamtpaket passt für das Geld.
Objektiv ist nur, was klar messbar ist – etwa Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder wenige andere Werte wie die Innenraumbreite. Viele Aspekte wie Design, Bedienbarkeit, Anmutung des Innenraums oder Fahrkomfort lassen sich dagegen nur subjektiv bewerten.
Selbst klar messbare und vergleichbare Werte können im Alltag sehr unterschiedlich wirken. Verbrauch und Reichweite hängen stark vom eigenen Fahrstil und äußeren Bedingungen wie der Außentemperatur ab, weshalb die WLTP-Angaben oft wenig aussagekräftig für Vergleiche sind.
Bei Kriterien wie Geschwindigkeit, Beschleunigung und Ladeleistung haben viele Tesla-Modelle in den letzten Jahren nachgelassen oder sind auf dem Stand von vor fünf Jahren geblieben.
Daher halte ich es für fragwürdig, hier von einem objektiv guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu sprechen.
Für 40000-50000€ ist das P/L Verhältnis eben objektiv gesehen sehr sehr gut. Geschwindigkeit und Beschleunigung ist top bei Tesla. Und das ist objektiv. Ladeleistung, das stimmt, aber das ist auch das einzige. Und das ist nicht der Grund für den Absturz.
Negative, nicht objektive Presse am Produkt oder am Master of the Universe?
Und dann hätte ich gerne mal Beispiele!
Das lese und höre ich immer wieder, nur gesehen habe ich das bisher tatsächlich nicht. Mir ist kein anderes Auto bekannt, dass zu diesem Preis diese Ausstattung zum Festpreis bietet.
Und von Folgekosten will ich erst gar nicht anfangen (jährliche Inspektion als versteckter Preistreiber z.B.).
So ist es, P/L-technisch nach wie vor an der Spitze.
Genau darum geht es ja, es gibt eben nur diese beiden Modelle, die relevant sind. Aber ein Model Y ist eben ein Auto für 40.000 Euro, bzw. 50.000 Euro, wenn man eine passable Ausstattung haben möchte. Das Portfolio der Konkurrenz ist da mittlerweile deutlich attraktiver.
Davon abgesehen, es läuft hier viel über Leasing und da sind teilweise sogar Marken wie BMW attraktiver als Tesla.
ja was denn konkret? Immer wenn ich die Konfiguratoren der anderen Hersteller anwerfe und das konfiguriere, was ich bei Tesla in Serie bekomme, liege ich weit über dem Tesla Preis. Klar Dacia ist günstiger aber eben auch nur eine Batterie mit Rädern. Bei den anderen kostet sogar das Panorama-Dach immer extra Aufpreis. Beheizte Sitze hinten? Rate mal.
Leasing ist aber nicht besitzen. Das kann man aus meiner Sicht so nicht vergleichen.
Immer, wenn ich den Konfigurator bei Tesla aufmache, vermisse ich Dinge wie Head-up-Display und CarPlay und weiß, dass ich keine guten Scheibenwischer bekomme und der Autopilot im Vergleich mit der Konkurrenz weit hinterherhinkt. So ist das mit subjektiven Sichtweisen.
Und es geht bei einem „Portfolio“ nicht um ein Modell und ein vergleichbares Modell, es geht um alle Modelle. Wenn man keine Limousine oder keinen SUV im Stil des 3er oder Y will, schaut man bei Tesla in die Röhre. Wieso ist denn der Elroq das meistverkaufte Elektroauto bei uns in letzter Zeit gewesen? Weil das einigen ausreicht und weil er in der Basis eben auch spürbar günstiger ist.
Was bringt mir ein attraktiver SUV für 50.000 Euro (Model Y, die Version für 40.000 Euro ist es in meinen Augen nicht), wenn mir ein kleinerer SUV oder ein Hatchback reichen, die mich dann 20.000 Euro weniger kosten und bei denen ich, beispielsweise beim ID.3 noch einen sehr guten Leasingpreis bekomme? Genau, nichts.
Wenn man alle Elektro-SUVs für 50.000 Euro vergleicht, dann ist das Model Y immer noch sehr gut, nicht unschlagbar, aber sehr gut. Aber der Markt bietet mehr, wie einen ID.7, der ebenfalls attraktiv zu haben war und bei vielen Geschäftskunden gut ankam, die keinen SUV wollen.
Ich habe mir gerade auf 13 (!) Seiten aufpreispflichtige Elemente angesehen. Allein diese Abzocke ist schon verrückt und warum das Leute mit sich machen lassen? Meine Vermutung: Weil sie die Autos von ihren Arbeitgebern bekommen.
Basispreis liegt bei 45k. Wärmepumpe 1k. Matrix 3k und wenn man elektrische Sitze haben möchte mit Memory: 5k extra. Beheizte Sitze: Extra für 600. Belüftete Sitze: 2k extra.
Man merkt erst, wie gut die Sachen sind, wenn man sie nicht mehr hat. Und dann ist der Skoda unbezahlbar teuer.
Es gab eine günstigere Basisversion bis vor ein paar Tagen, die pausiert wurde, weil 2026 ein Upgrade kommt. Ich sage auch nicht, dass ich den Elroq attraktiv finde, aber du begehst den typischen Fehler, den ich bei vielen „Fans“ einer Marke sehe, sie legen den Fokus zu sehr auf die Dinge, die ihnen wichtig sind und machen das zum Standard.
Ja, auf eine Sitzheizung will man nicht verzichten, aber auch nicht auf gute Scheibenwischer, ein modernes HUD, ein simples Display in der Mitte ist für mich beispielsweise eine veraltete Sichtweise in einem Auto, oder CarPlay bzw. ein Store für Apps. Das finde ich alles bei Tesla nicht und dazu kommt ein mittelmäßiger Autopilot und eine Schilderkennung, bei der man das Gefühl hat, dass sie in 50 Prozent der Fälle falsch liegt.
Menschen haben andere Prioritäten und nicht alle kaufen ein Auto in Bar direkt vom Hersteller und SUVs für 50.000 Euro. Wie ich jetzt schon mehrmals erwähnt habe, in dieser Klasse ist das Model Y sehr gut, daher verkauft es sich ja auch noch gut, aber das alleine reicht eben nicht. Apple verkauft ja auch nicht nur das iPhone Pro, sonderne in iPhone, ein iPhone Air, ein iPhone e und bald ein iPhone Fold. Ein einzelnes Modell kann noch so attraktiv sein, es hat keine Chance gegen ein gutes Portfolio mit Auswahl.
So wie du mit deinem HUD und Carplay.
Und ja, das ist mittlerweile mein persönlicher Standard geworden und daran müssen sich anderen Hersteller für mich messen lassen.
Richtig. Viele bekommen Dienstwagen. Vor EM-gate gab es viele T-Dienstwagen. Jetzt wird es nicht mehr gerne gesehen also schwenkt man auf anderen Hersteller.
PS: Glückwunsch zum Artikel. Klickrate dürfte hoch sein :D
Natürlich lege ich den Fokus auf solche Extras, was zeigt, dass Menschen unterschiedlich und vielseitig sind. Und nein, nicht jeder kauft sich einen ID.3 als Dienstwagen, das ist einfach ein grundsolides Elektroauto und es war eine Weile deutlich attraktiver als jeder Tesla zu haben. Was bringt es den Nutzern, wenn ein Model Y für 50.000 Euro für diese Klasse attraktiv ist, wenn es einen ID.3 für unter 250 Euro im Leasing gibt? Nichts. Und war bringt es einem Dienstwagenfahrer, wenn der ID.7 das bessere Auto für ihn ist? Nichts.
Dir sind Dinge wichtig, mir sind Dinge wichtig, anderen Fahrern sind andere Dinge wichtig. Und die reinen Zahlen, objektiver kann es nicht sein, zeigen, dass Tesla eingebrochen ist und das nicht nur global, sondern sehr massiv in Europa. Du bist also zufrieden mit deinem Tesla, andere sind es eben nicht. Am Ende spielt unsere subjektive Sichtweise keine Rolle, denn es gibt nur einen objektiven Faktor, und das sind nackte Zulassungszahlen.
Ich denke auch, dass das Problem am fehlenden attraktiven Auto unter 40000€ liegt, von Leasingdeals mal abgesehen, die gibt es bei Tesla an sich nicht bis auf Fehler in der Kalkulation wie zu dem Zeitpunkt als es die 6000€ Prämie beim Model Y gab zusammen mit den besseren Leasingkonditionen.
Aber für 30000-35000€, was immer noch sehr sehr viel Geld ist, hat Tesla leider nichts anzubieten. An fehlenden Features wird es nicht liegen, Tesla ist da top wenn man von kleineren Nervereien wie dem Scheibenwischer und dem Autopiloten mal absieht.
Definitiv, deswegen hab ich auch letztes Jahr Tesla gekauft. Da ist mir auch ziemliche egal wie es für die Marke ansonsten läuft weil ich extrem zufrieden bin. Und ich denke gerade außerhalb von Autos ist Tesla sehr sehr gut für die Zukunft aufgestellt, das unterschätzen viele Massiv und sehen das immer noch als reinen Autobauer.