Die EU träumt von einem sozialen Netzwerk

Der aktuelle Skandal bei X, bei dem Grok auch kleine Kinder in einen Bikini über die KI steckte, sorgte auf vielen Ebenen für Entsetzen. In einem Brief an Ursula von der Leyen fordern einige Mitglieder der EU-Staaten dazu auf, dass man eine „dominante“ Plattform für ein soziales Netzwerk aufbaut. Denn es gäbe für X derzeit keine Alternativen.
X sei nicht mehr offen und werde bei der politischen Ausrichtung gelenkt, die Seite dient nur noch als Plattform für die Ansichten von Elon Musk. Soziale Medien sind allerdings wichtig für den (politischen) Diskurs und man müsse Europäern helfen, dass sie Alternativen nutzen können. Wobei es mit Threads eigentlich eine gibt.
Das Problem ist nicht (nur) die Plattform
Ganz so leicht ist das aber eben nicht, denn es gibt schon mehr als genug Player auf dem Markt, die um die Aufmerksamkeit der Nutzer kämpfen, und Plattformen wie Twitter bzw. X waren jetzt auch nicht „die ganz großen Player“. Die meisten hängen eher bei Instagram oder TikTok ab (wo die Lage auch nicht besser ist).
Die Frage ist nur, ob eine europäische Lösung wirklich eine „Lösung“ wäre, denn am Ende dominieren Populisten nur deshalb, weil sie einfach Lügen in die Welt setzen und es schwer ist, immer wieder dagegen anzukämpfen. Aussagen von Elon Musk werden jeden Tag widerlegt, aber bis das passiert, ist schon die nächste Lüge da.
Und sind wir mal ehrlich, das ist kein Problem der sozialen Medien, das ist, und das schon immer, ein Problem der Menschheit. Es gibt einen Grund, warum die „gelbe Presse“ existiert und erfolgreich ist. Man muss damit leben, dass ein sehr großer Teil der Menschen eben gerne Märchen verfolgt und vielleicht am Ende glaubt.
Die Lösung wäre eine viel bessere Bildung
Wenn man die Lage bessern will, dann müsste man das Kernproblem angehen, und das wäre die Bildung. Doch das würde Zeit und Geld kosten und da ist man in der Politik derzeit nicht bereit. Was bringt uns aber ein soziales Netzwerk aus der EU? Es wäre nur eine weitere Plattform, bei der sich im Kern aber nichts ändern würde.
-->









Es wäre auch viel geholfen, wenn Politiker oder Personen des öffentlichen Interesses aufhören würden X zu nutzen. Das passiert für mich völlig unverständlicherweise nach wie vor noch viel zu oft.
Mastodon, dort hat die EU sogar eine Instanz. Seit Jahren mein einziges „wirkliches social“ Media. Ganz ohne Werbung. Und Tracking. Und demokratiefeindliche Algorithmen.
Der Link verweist auf einen Brief von hauptsächlichen Grünen Abgeordneten an Ursula von der Leyen, nicht von ihr.
Man sollte generell Europäische Lösungen als Alternativen zu US Firmen aufbauen. Bei dem was Trump abzieht würde ich als EU z.B einfach willkürlich Meta verbieten. Alle Produkte. Und wenn er dann nicht spurt Apple Verkaufsverbot. Meta braucht man eigentlich gar nicht wirklich und für Apple gibt es Alternativen (z. B Samsung). Bei den anderen Big-Tech-Firmen sähe die Lage deutlich schwierigerer aus, aber man könnte ja mal anfangen mit den oben genannten.