Die HUK-COBURG legt mit dem neuen HUK-E-Barometer eine quartalsgenaue Analyse zum privaten Umstieg auf Elektroautos vor.

Das neue HUK-E-Barometer misst die Entwicklung, Verbreitung und Akzeptanz rein elektrischer Fahrzeuge in der deutschen Privatbevölkerung. Grundlage sind interne Daten von über 14 Millionen versicherten Fahrzeugen, was einem Marktanteil von knapp einem Viertel der privat zugelassenen Pkw entspricht.

Ergänzend werden quartalsweise rund 4000 Personen im YouGov-Panel befragt. Die Ergebnisse sind nach Alter, Geschlecht und Region gewichtet und repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren.

Erstmals lässt sich damit die tatsächliche Umstiegshäufigkeit von Verbrennern auf reine Elektroautos abbilden, statt nur Neuzulassungen zu betrachten, unter denen sich auch viele gewerbliche Fahrzeuge befinden. Laut Vorstand Dr. Jörg Rheinländer soll so insbesondere die Dynamik in der privaten Zielgruppe sichtbar werden.

Umstiegsquote, regionale Unterschiede und Markenpräferenzen im Überblick

Im vierten Quartal 2025 lag die Umstiegsquote bei 6,3 Prozent aller privaten Fahrzeugwechsel und damit so hoch wie seit Ende 2022 nicht mehr. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich mit 5,5 Prozent der bislang höchste gemessene Jahreswert. 15 Prozent der Wechselwilligen planen in den kommenden zwei Jahren einen Umstieg auf ein reines E-Auto.

Großstädter ab 500.000 Einwohner wechseln seltener als der Bundesschnitt, 4,6 gegenüber 5,5 Prozent. Außerhalb der Großstädte liegt die Quote bei 5,6 Prozent. Düsseldorf erreicht als einzige Großstadt den Bundesschnitt, während Starnberg mit 10,0 Prozent bei den Landkreisen führt. Beim Bestand liegt Stuttgart mit 4,8 Prozent über dem Bundesschnitt von 3,5 Prozent.

Zentrale Strukturdaten laut HUK-E-Barometer

Umstiegsquote und lokale Ergebnisse

  • Umstiegsquote im vierten Quartal 2025: 6,3 Prozent aller privaten Fahrzeugwechsel
  • Höchster Quartalswert seit Ende 2022, damaliger Peak bei 6,9 Prozent im Q4 2022
  • Jahresumstiegsquote 2025: 5,5 Prozent, höchster bislang gemessener Jahreswert
  • 15 Prozent der Wechselwilligen planen in den kommenden zwei Jahren ein reines Elektroauto
  • Umstiegsquote 2025 in Großstädten ab 500.000 Einwohnern: 4,6 Prozent, Bundesschnitt 5,5 Prozent, außerhalb der Großstädte 5,6 Prozent
  • Düsseldorf erreicht als einzige Großstadt den Bundesschnitt von 5,5 Prozent, Dresden bildet mit 3,3 Prozent das Schlusslicht
  • Höchste Umstiegsquote unter Landkreisen: Starnberg mit 10,0 Prozent, gefolgt von Erlangen-Höchstadt und Ebersberg mit jeweils 9,6 Prozent
  • Anteil reiner E-Autos am privaten Bestand bundesweit: 3,5 Prozent
  • Stuttgart weist mit 4,8 Prozent den höchsten E-Auto-Bestand unter den 15 größten Städten auf, Leipzig den niedrigsten mit 2,0 Prozent
  • Starnberg erreicht mit 6,6 Prozent den höchsten E-Auto-Bestand unter den Landkreisen

Umstiege von Autos mit Verbrennungsmotor zu reinen Elektroautos | Quelle: HUK-E-Barometer

Stadt vs. Land, Eigentum vs. Miete

  • 59 Prozent der Großstädter bewerten Elektroautos als gut oder sehr gut, im übrigen Bundesgebiet 45 Prozent
  • 30 Prozent der Großstädter geben an, künftig nur noch reine E-Autos in Betracht zu ziehen, in kleineren Kommunen 15 Prozent
  • Immobilienbesitzer besitzen zu 4,8 Prozent ein E-Auto, Mieter zu 1,6 Prozent
  • 81 Prozent aller privaten E-Autos werden von Immobilienbesitzern gefahren, davon 75 Prozent in selbstgenutzten Häusern und 6,3 Prozent in Eigentumswohnungen
  • Besitzer von Carport oder Garage haben eine E-Auto-Quote von 4,1 Prozent, Straßenparker 2,4 Prozent

Verteilung des E-Auto-Besitzes auf Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter | Quelle: HUK-E-Barometer

Marken, Kosten und Wechselgründe

  • 27 Prozent der Führerscheininhaber legen sich bei E-Autos auf eine bestimmte Marke fest, bei Einkommen über 5000 Euro netto sind es 52 Prozent
  • Als bevorzugte Marken bei einer hypothetischen Anschaffung werden VW mit 9,3 Prozent, BMW mit 8,3 Prozent und Audi mit 6,9 Prozent genannt
  • Tatsächliche Umstiegsanteile 2025: VW 13,4 Prozent, Skoda 8,2 Prozent, BMW 7,9 Prozent
  • 62 Prozent der Befragten nennen günstigere Anschaffungskosten als Voraussetzung für einen vollständigen Wechsel zu E-Autos, 47 Prozent geringere Unterhaltskosten, 43 Prozent bessere Ladeinfrastruktur und 34 Prozent gleiche Reichweite wie beim Verbrenner

Anteil einzelner Marken an der Gesamtheit der im Rahmen von Fahrzeugwechseln erfolgten Umstiege von Autos mit Verbrennungsmotor zu reinen Elektroautos | Quelle: HUK-E-Barometer

Ich halte das HUK-E-Barometer für ein methodisch interessantes Instrument, weil es den privaten Markt differenziert abbildet und strukturelle Faktoren wie Wohneigentum und Stellplatz systematisch sichtbar macht.

Elektroauto als Wohlstandsfrage?

Die Ergebnisse zeigen demnach eine deutliche soziale Schieflage auf dem privaten Markt für Elektroautos. Wer im eigenen Haus lebt und über eine Garage oder zumindest einen festen Stellplatz verfügt, hat ganz andere Voraussetzungen für den Umstieg als ein Mieter in der dicht bebauten Großstadt. Ladeinfrastruktur ist eben nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Besitzverhältnisse.

Besonders auffällig ist für mich der Widerspruch zwischen Haltung und Handlung: Großstädter bewerten Elektroautos deutlich positiver, steigen aber seltener um. Das spricht weniger gegen die Akzeptanz als gegen fehlende praktische Möglichkeiten. Wer auf der Straße parkt und keinen gesicherten Ladepunkt hat, trägt ein höheres Alltagsrisiko und hat somit auch höhere Hürden.

Da 81 Prozent der privaten E-Autos von Immobilienbesitzern gefahren werden, ist Elektromobilität im Privatmarkt derzeit stark an Eigentum gekoppelt. Dadurch werden bestehende Unterschiede zwischen Eigentümern und Mietern sowie zwischen urbanen und ländlichen Räumen verstärkt. Dieser Zustand ist nicht neu und scheint sich zu verfestigen.

Aus meiner Sicht wird der Hochlauf der Elektromobilität deshalb nur dann wirklich breitenwirksam, wenn die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum systematisch ausgebaut wird. Andernfalls bleibt das Elektroauto vor allem dort verbreitet, wo Eigentum, Platz und Planbarkeit ohnehin vorhanden sind.


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  1. Mike M 🪴

    Eigentum wahrscheinlich wg. PV Anlage.
    Ladeinfrastruktur ist natürlich wichtig, aber noch wichtiger ist der Preis an solchen Stationen. letzens wieder in der Not um 89c/kwH laden müssen.

  2. Dose 🪴

    Mehrfamilien Haus.
    Ich werde dieses Jahr eine Wallbox auf meinem Stellplatz angehen…
    Nächstes Auto in 1- 2 Jahren wird definitiv Elektro.
    Freue mich darauf, mobil zu sein, und keine Abgase in die Umwelt zu blasen…
    Ach ja, nebenbei, ich hab eine 800er BKW Anlage auf meiner Garage.

  3. gast 🏆

    Ich war früher Großstadtbewohner ohne eigene Lademöglichkeit und kann bestätigen, dass es jetzt mit Wallbox zuhause deutlich angenehmer. ABER es war vorher auch ohne große Probleme machbar und der Komfortvorteil des E-Autos hat den Ladenachteil für mich deutlich aufgehoben.

    Und einen Pluspunkt haben die E-Autos auch im Großstadtparkdschungel – zumindest für mich – gehabt:
    Wenn ich nach Hause kam und es war überraschenderweise mal wieder kein Parkplatz in der Nähe frei, konnte ich meist erst mal eine Ladesäule ansteuern und mich später um den Parkplatz kümmern, wenn die Kinder schlafen. Wenn man so oder so öffentlich laden muss, ist das auch im Urlaub praktisch. In Freiburg konnten wir ohne Probleme Downtown quasi gratis an der Ladesäule parken.

    Geht alles, wenn man will. Und ich will! Also nie mehr Verbrenner fahren.

    1. Oliver ☀️

      Ja das mit der freien Ladesäule wird leider auch immer schwieriger. 2017-2019 habe ich in München Innenstadt gewohnt und hatte gelegentlich ein Auto von der Arbeit dabei: nie ein Problem einen Platz bei der Ladesäule um die Ecke zu finden. Jetzt, 7 Jahre später: naja. Meistens alles dicht. Da man ab 20 Uhr für die ganze Nacht auch parken darf, hat man nach dem Kinder ins Bett bringen keine Chance mehr.

      Ich hab aber auch das Gefühl, dass das Interesse massenweise AC-Ladepunkte aufzubauen eher gering ist. Es entstehen mehr DC-Lader im städtische Bereich. Fände ich aber auch ok. Häufig sind die auch bei Supermärkten, Baumärkten usw. zu finden. Damit kann man das gut verbinden.

  4. Nemoi ☀️

    Interessante Studie. Wichtig für den Vergleich fände ich noch zu lernen, wie es denn in den Ländern mit viel höherer Elektroquote ist. Norwegen oder Dänemark erreichen ja mittlerweile fast 100% bei den Neuwagen. Da müsste dann doch die Ladesituation in den Städten anders sein.

    1. René Hesse ♾️

      In Dänemark gibt es mehr Wohneigentum (61%) und mehr Einfamilienhäuser (53%) als in Deutschland (47% Eigentum, 31% Einfamilienhäuser), in Norwegen sogar noch höher mit 79% Eigentum und 55% Einfamilienhäuser – was beide Länder für E-Autos begünstigt (Dänemark 67%, Norwegen 96% Neuzulassungen 2025).

      1. Gast 🏆

        Könnte man zum Beispiel in Deutschland auch mal ran. Die erste selbstgenutzte Immobilie ist von der Grunderwerbssteuer befreit. Keine Sharedeals mehr zur Steuervermeidung. Keine Privatperson muss mehr als drei, vier, fünf Immobilien besitzen. Entweder bist Du Kleinsparer oder Gewerbe, aber kein Wohnraumhorter.

        Ich kenne viele Menschen, die in Immobilien investieren. Meistens ist deren Rate niedriger als die Rate, die sie kriegen. Dazu ist fast alles drumherum von der Steuer absetzbar. Wer kein Eigenkapital aufbauen kann, ist einfach der Dumme in diesem Spiel.

        1. Gast 🏆

          als die Miete, die sie kriegen.

          Und bitte komme mir keiner mit irgendeinem Risiko und Mietnomaden. Dann legt das Geld anders an und gebt den Wohnraum jemanden, der ihn besitzen möchte.

  5. B52 🍀

    Die Studie vernachlässigt meiner Meinung nach einen wesentlichen Punkt: Wie alt sind die Autos die die jeweiligen Gruppen haben? EFH Besitzer sind durchschnittlich wohlhabender als Mieter. Ich kann mir vorstellen das die Fahrzeuge von ihnen durchschnittlich auch jünger sind als der Bundesdurchschnitt von 10 Jahren. Bei einem Großteil der Mieter in Großstädten würde ich eher vom Gegenteil ausgehen.
    2015 waren Tesla Model S & X, BMW i3 & Nissan Leaf die Neuheiten. Ich würde mal behaupten das sind keine wirklich tauglichen Alternativen zu einem Golf 6/7, wie ein ID3 beispielsweise wäre. Ob E-Auto oder nicht ist also mMn nicht die Wohlstandfrage, sondern wie alt ist das Auto was sich Leute verschiedener Sozialer Milieus leisten können oder wollen.

    1. René Hesse ♾️

      Das ist sicherlich ein Aspekt, greift aber viel zu kurz. Es gibt doch einfach viele Leute, die können sich problemlos einen Neuwagen leisten und greifen auch heute noch zum neuen Verbrenner, weil sie eben nicht zu Hause oder wenigstens auf Arbeit laden können. Das ist doch gerade der Punkt.

  6. Michael 🏅

    Ich hab meinen Vermieter gefragt. Ob alles so stimmt, was er schreibt, kann ich nicht sagen, aber die Anwtort ist ernüchternd…

    Nach Rücksprache mit unserem technischen Energiemanagement, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass eine Installation auf einem der Außenstellplätze für uns nicht realisierbar ist. Für uns entstehen hierbei erhebliche Kosten, da wir gewährleisten müssen, dass die Ladeinfrastruktur vollständig funktioniert. Denn der Vermieter muss bewerkstelligen, dass in Zukunft alle Mieter eine Wallbox nutzen können. Da im Gebäude jedoch nicht ausreichend elektrische Leistung zur Verfügung steht, muss ein Lastmanagement aufgebaut werden, welches nur mit standardisierter und aufeinander abgestimmter Technik funktioniert. Bei Außenstellplätzen kommt zusätzlich hinzu, dass Erdkabel verlegt und der Boden im Bereich der Stellplätze entsprechend ausgehoben werden muss.

    1. René Hesse ♾️

      Das kann gut sein, ich würde mal alternativ nachfragen, ob es die Möglichkeit gäbe, z. B. zwei Stellplätze mit einer normalen Ladesäule auszuweisen. Wenn die in direkter Umgebung der Stellplätze sind, sollte das auch eine Lösung sein. So macht das zum Beispiel unsere Genossenschaft.

      1. Michael 🏅

        Ich verstehs nicht so ganz. Was meinst du mit „normaler Ladesäule“? Ein öffentlich zugänglicher Ladepunkt? Unsere Stellplätze sind nicht öffentlich zugänglich. Würde dann also nicht klappen.
        Wenn ich was falsch verstanden habe, schreib mir gern per Mail, damit das hier nicht ausufert 😉

        1. René Hesse ♾️

          Das ist erst mal unabhängig davon, ob die Stellplätze öffentlich oder nicht öffentlich sind, wenn man quasi einen Parkplatz und eine Ladestation installiert, die aber von jedem genutzt werden kann. Dann liegt die Organisation beim Nutzer und viele der technischen Voraussetzungen wurden schon entfallen. Praxisbeispiele zeigen, dass das ganz gut klappt. Noch besser wäre es natürlich, wenn es eine öffentliche Station wäre, die alle nutzen können. Müsste man im Detail abklären.

    2. Felix 🔆

      Ja, also die Kosten können wirklich enorm sein. Bei mir mit einem Garagenhof war schon ca 1000€ pro Garage die Rede und da sind logischerweise fast alle raus, denn es hat ja nicht jeder ein eAuto und nur für die würde es sich lohnen können. Aber es macht auch keinen Sinn als einzelner eAuto Fahrer dann die ganzen Kosten zu tragen.

    3. Oliver ☀️

      „da wir gewährleisten müssen, dass die Ladeinfrastruktur vollständig funktioniert“

      Das Gleiche muss er auch mit Heizung und Strom usw. Klappt ja auch. Das ist der schwächste Punkt. i.d.R. wenn das Zeug installiert ist, dann ist es installiert und läuft. Und wenn nicht… ist es für den Mieter auch mal verkraftbar wenn es ein paar Tage nicht funktioniert und bis der Elektriker es gerichtet hat. Gibt ja öffentliche Lademöglichkeiten.

      Lastmanagement: ist klar. Das wird 95% der Mehrfamilienhäuser betreffen. Ist aber eigentlich auch kein großer Faktor. Wenn die Anzahl der auszurüstenden Stellplätze überschaubar ist, dann könne das moderne Wallboxen von Haus auf. Man muss nur noch Netzwerkkabel zwischen ihnen ziehen, konfigurieren und läuft. Da sollten keine großen Kosten dazukommen, sofern man sich nicht ein System im industriellen Maßstab für Großparkanlagen aufschwatzen lässt.

      Erdarbeiten: ja, das kann was kosten. Vor allem wenn dann auch wieder gepflastert oder geteert werden muss. Und es macht natürlich Sinn zumindest Leerrohre zu allen Stellplätzen auf einmal zu legen.

      Wallboxen: ca. 1000€ pro Stück kann man rechnen. Dann hat man aber was modernes mit integriertem Lastmanagement.

      Elektriker: der wird auch ein paar tausend € kosten. Wird auch mit ein paar Leuten wohl ein paar Tage beschäftigt sein.

      Ich habe selber erst letztes Jahr eine Wallbox Installation hinter mir. Inkl. 50m Graben ziehen lassen zur Garage (hab damals noch ne Stunde entfernt gewohnt und konnte es daher nicht selbst machen). Da geht das Geld leider schnell raus. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

      Das Problem bei der Sache ist weiterhin: für denjenigen der die Kosten zunächst zu tragen hat, ist es ein sehr großer invest. Natürlich kann er das Geld anschließend in Form der Vermietung/Nutzungsgebühr der Infrastruktur wieder zurückholen (nichts anderes ist die Immobilienvermietung ja auch). Aber es gibt derzeit zu wenig Nachfrage, vergleichbar mit „Ich baue viele Wohnungen habe aber auf Jahre noch großen Leerstand“.
      Und die Variante, dass die Mieter sich bei den Kosten beteiligen ist auch schwierig. Wer will schon viel Geld ausgeben wenn man nicht weiß wie lange man da noch wohnen wird…

      Eine staatliche Förderung bräuchte es daher vor allem in solchen mittleren Mietobjekten mit z.B. 2 bis 20 Einheiten.
      Damit würde sich hier sicherlich viel bewegen und viel mehr Leute könnten damit motiviert werden umzusteigen.

      1. rogh 💎

        Eine staatliche Förderung bräuchte es daher vor allem in solchen mittleren Mietobjekten mit z.B. 2 bis 20 Einheiten.

        Staatliche Förderung führt immer dazu, dass das oben drauf auf den Preis gepackt wird. Da machen sich dann einige die Taschen voll auf Kosten der Allgemeinheit. Das war schon immer so und wird immer so sein, weil es keinen echten Wettbewerb gibt und indirekte Preisabsprachen: Man unterbietet sich einfach nicht.

        1. Oliver ☀️

          Da lassen sich sicher auch andere Möglichkeiten finden, welche nicht einfach stumpf sagen „wir zahlen 50% der Kosten“.
          Irgendetwas in Richtung Sonderabschreibungen, steuerliche Vergünstigungen etc. sind doch auch beliebt. :)

          Man muss es jedenfalls hinbekommen, dass Vermieter motivierter sind diesen Invest auf auch zu nehmen, den sie nicht unmittelbar und vollständig wieder an ihre Mieter vermieten können. Sondern vielleicht erst in ein paar Jahren.

  7. Peterlis 🍀

    Problem ist nicht mehr die Infrastruktur sondern die Preisstruktur. Die Leute können rechnen. Ohne eigene wallbox ist es ein Krampf, wenn man günstiger fahren will als mit Verbrenner und man hat den Ärger, dass man immer einplanen muss wann und wo man lädt.

  8. Wolfi 👋

    Viele Großstädter nutzen ein Auto fast nur für Kurzstrecken, da bringt der Umstieg auf E-Autos nicht so viel. Also wartet man vielleicht ab, bis das alte Verbrenner-Auto den Geist aufgibt.

  9. Robert 💎

    Wird die Leute an den entscheidenden politischen Stellen trotzdem nicht interessieren und die Autobauer sowieso nicht. Die glauben weiterhin, es liegt vor allem an den Fahrzeugpreisen oder anderen abwegigen Gründen. 😵‍💫

  10. Alfons 🌀

    Wie erwähnt, zeigt deutlich dass man eben keine Lust hat sich „mal eben“ irgendwo hinzustellen und zu laden. Und dabei dann noch teilweise Unsummen zu zahlen, auch weil man nicht in diesem Tarifdschungel durchblickt (oder die Ressourcen dafür hat).

    1. rogh 💎

      Und dabei dann noch teilweise Unsummen zu zahlen, auch weil man nicht in diesem Tarifdschungel durchblickt (oder die Ressourcen dafür hat).

      Das ist in der Tat ganz schlimm. Wenn herumfährt, und irgendwo steht eine Ladesäule, dann kann man da nicht einfach spontan ran fahren, weil man einfach nicht weiß, wie die Preise sind und ständig eine App offen haben, ist auch sehr umständlich.

      Es gibt mittlerweile wirklich fast flächendeckend Ladesäulen aber es ist ein Wildwuchs an Tarifen, dass einem Übel wird. So sucht man sich gezielt 1-2 Anbieter aus, die dann aber auch nicht überall sind.

      Klar, als Wallbox-Nutzer lade ich zum geschätzten 95 % günstig zu Hause. Aber Unterwegs auf Langstrecke, wenn man fern der (in meinem Fall) relativ preiswerten SuC unterwegs ist, wird es wieder umständlich.

      eben keine Lust hat sich „mal eben“ irgendwo hinzustellen und zu laden

      Das hingegen würde ich so nicht unterschreiben. Es ist einfach praktisch, dass während des Einkaufs, Bummels oder Sightseeings das Auto parallel direkt geladen wird. Gezielt zum Laden fährt man die Ladepunkte eher auf Langstrecke an (und da macht man ja ohnehin Pausen). Ansonsten passiert das Laden „im Hintergrund“ und fällt nicht auf.

      1. Mårtiň 🌀

        Es gibt mittlerweile wirklich fast flächendeckend Ladesäulen

        Die muss ich leider widersprechen. In der Theorie mag das stimmen, aber gerade im städtischen Bereich habe ich immer wieder Probleme Lademöglichkeiten zu finden. Klar, es gibt ein paar Säulen aber oft sind sie belegt oder zugeparkt oder defekt und es sind insgesamt einfach zu wenig.

      2. Alfons 🌀

        Das mit dem Laden beim Einkaufen klingt in der Theorie schön. Was aber wenn ich dann darauf angewiesen bin und nur bei den Rush hour einkaufen kann? Dann steh ich da dumm, mit vielleicht fast leerem Akku.
        Viele wollen sich ihren Tag nicht noch weiter ins letzte Detail planen und das Auto mit einbeziehen..

  11. VW-fan 🏅

    Kann ich so bestätigen. Bei uns in der Gegend BW/Ländlicher Raum ist der Anteil an E-Autos viel höher. Liegt daran, dass hier wirklich sie meisten Leute ein Haus haben und auch sonst recht wohlhabenden sind. Ich bin letztes Jahr mit unserem ID3 ca. 10000 km gefahren und habe dabei rechnerisch sogar Geld rausgekriegt (Durch PV-Strom musste ich für nur 160€ „tanken“ und mit dem CO2 Zertifikatverkauf ist man dann sogar im Plus… und dann noch keine Kfz-Steuer, Ölwechsel etc)… Mit Eigenheim und PV fährt man quasi umsonst Auto. Und das auch noch deutlich komfortabler und viel geiler vom Fahrgefühl.

    1. Daniel 🪴

      Mal eben die Gestehungs- und die Opportunitätskosten unter den Tisch fallen gelassen..

      1. Tom 🪴

        Er kann es sich ja so zurecht rechnen wie er möchte. Die PV Anlage amortisiert sich auch alleine durch die Stromentnahme des Haushalts. Das Elektroauto beschleunigt alles nur nochmal extrem. Also lässt man es aus der Berechnung weg und der Strom ist kostenlos. Buchhalterisch nicht korrekt aber jeder wie er will.

      2. rogh 💎

        Wenn jeder nur auf Opportunitätskosten achten würde, gäbe es leider einen absoluten Stillstand. Klar hätte ich das Geld für die PV auch in ETF packen können und würde am Ende finanziell mindestens genau so gut fahren. Aber wollte ich nicht. Aus Überzeugung.

      3. VW-fan 🏅

        Naja die PV-Anlage hatte ich auch ohne Auto… die „Einspeisekosten“ also die 6 Cent die ich bekommen hätte habe ich schon mit gerechnet. Natürlich darf man diese Zahlen nicht bei der PV-Anlage und beim Auto rechnen. Mache ich auch nicht. Durch mein Auto ist mein Eigenverbrauch viel höher, was sich natürlich viel mehr lohnt als einzuspeisen.

  12. Mårtiň 🌀

    Gerade die letzten Absätze kann ich leider unterschreiben. Wir haben seit vielen Jahren zwei Autos im Haushalt und sind vor drei Jahren mit einem Fahrzeug auf Elektro umgestiegen. Allerdings wohnen wir in einer Wohnung ohne festen Stellplatz. Ich war damals einer der Ersten in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, der umgestiegen ist, und konnte weitere Bekannte im Grunde vom Elektroauto überzeugen. Inzwischen fahren mehrere Menschen elektrisch.

    Das Problem ist: Ich sehe, wie komfortabel es für sie ist, wenn sie ein eigenes Grundstück und eine Steckdose für das Auto zu Hause haben. Für mich ist es auch nach drei Jahren einfach nur nervig, zeitintensiv und ehrlich gesagt auch ziemlich teuer. Ich bereue den Umstieg nicht, aber ich bin froh, dass wir noch einen Verbrenner haben.

    Unabhängig von Technik und Anschaffungskosten brauchen wir schlicht mehr Stellplätze mit Lademöglichkeiten. Natürlich gibt es einen geringen Prozentsatz von Menschen in einer ähnlichen Situation wie ich. Die laden dann beim Arbeitgeber oder beim Einkaufen bei Aldi, IKEA oder wo auch immer. Aber das kann ja nicht die Lösung sein. Wenn man nicht zufällig bei einem Supermarkt mit Ladestation einkaufen muss, ist man trotzdem wieder auf ein öffentliches Netzwerk mit hohen Preisen, Sperrgebühren und undurchsichtigen Abos angewiesen.

    Kurz: So gerne ich unser Elektroautos auch fahre, so sehr hasse ich alles, was damit zusammenhängt. Beim Verbrenner war es einfach komfortabel, sich über nichts Gedanken machen zu müssen. Ich weiß, das ist egoistisch und auch nicht ökologisch, aber so ist es eben.

    1. Stefan K. 🔅

      Sehe daran nichts verwerfliches, oder sonst etwas, wofür es eine Entschuldigung bräuchte. Du gibst halt einen ungefilterten Einblick in den Elektroauto-Alltag bei Umständen, die bei den meisten Menschen in Städten/Großstädten zutreffen dürften: Kein eigener Parkplatz/Stellplatz mit Ladesäule durch den Vermieter.

      Das ist genau der Punkt, welcher meines Erachtens gegen eine breitere Nutzerschicht von Elektroautos spricht – mal abgesehen vom Problem, für mehrere Millionen Elektrofahrzeuge mehr im täglichen Gebrauch auch die notwendige Energiemenge bereitzustellen, ohne dabei zu sehr auf fossile Energiequellen zur Stromerzeugung zurück zu greifen, aber das ist wieder ein anderes Thema.

      1. Neuhier 🔅

        mal abgesehen vom Problem, für mehrere Millionen Elektrofahrzeuge mehr im täglichen Gebrauch auch die notwendige Energiemenge bereitzustellen, ohne dabei zu sehr auf fossile Energiequellen zur Stromerzeugung zurück zu greifen

        Unsinn!

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