EU-Kommission ordnet freien KI-Zugang zu WhatsApp an

Die Europäische Kommission hat Meta zum vorläufigen freien Zugang konkurrierender KI-Assistenten zu WhatsApp verpflichtet.

Die Europäische Kommission hat einstweilige Maßnahmen gegen Meta beschlossen. Nach Angaben der Behörde muss das Unternehmen konkurrierenden allgemeinen KI-Assistenten wieder denselben kostenlosen Zugang zur Schnittstelle von WhatsApp for Business gewähren, der vor dem 15. Oktober 2025 bestand. Die Regelung soll bis zum Abschluss des laufenden Kartellverfahrens gelten.

Hintergrund ist eine seit Dezember 2025 laufende Untersuchung. Die Kommission vertritt vorläufig die Auffassung, dass Meta konkurrierende Anbieter ausgeschlossen und damit möglicherweise gegen europäische Wettbewerbsregeln verstoßen habe. Meta hatte zunächst den Zugang gesperrt und später laut Kommission nur gegen Bedingungen wieder geöffnet, die faktisch einem Ausschluss gleichkämen.

EU-Kommission greift im Streit um KI-Assistenten bei WhatsApp ein

Laut den vorläufigen Feststellungen verfügt Meta mit WhatsApp seit Jahren über eine starke Marktstellung bei Kommunikations-Apps im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Behörde sieht die Gefahr, dass insbesondere kleinere Anbieter und neue Marktteilnehmer auf dem wachsenden Markt für allgemeine KI-Assistenten benachteiligt werden könnten.

Wichtige Punkte des Beschlusses:

Die Untersuchung ist weiterhin nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Kommission handelt es sich erst um den zweiten Beschluss über einstweilige Maßnahmen nach der EU-Verordnung 1/2003. Ein endgültiges Ergebnis des Kartellverfahrens steht noch aus.

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