Das Europäische Parlament ersetzt als Standard-Suchmaschine Google durch Qwant auf seinen Rechnern.
Nach einer laut Euractiv eingesehenen E-Mail soll die Umstellung in dieser Woche erfolgen. Ab Donnerstag wird auf den Computern der Abgeordneten in den Browsern Firefox und Edge bei Suchanfragen aus der Adressleiste standardmäßig die französische Suchmaschine Qwant genutzt. Diese gilt als europäische Alternative mit Fokus auf Datenschutz und ohne Nutzertracking.
EU-Parlament setzt auf digitale Souveränität bei Suchmaschinen
Die Maßnahme steht im Kontext der EU-Bestrebungen nach mehr digitaler Souveränität und geringerer Abhängigkeit von US-Technologieanbietern. Google hält weiterhin einen sehr hohen Marktanteil bei Suchmaschinen in Europa, während auch Microsofts Software in EU-Institutionen stark verbreitet ist.
Laut interner Mitteilung können die Abgeordneten die Standardsuche jedoch weiterhin manuell ändern und andere Dienste nutzen.
Hintergrund der Umstellung
- Qwant wird als Standard in Browser-Adressleisten gesetzt
- Fokus auf europäische Anbieter und Datenschutz
- Google bleibt weiterhin auswählbar
Ich halte die Entscheidung für ein Signal in der Debatte um digitale Unabhängigkeit in EU-Institutionen, auch wenn zentrale IT-Strukturen stark von US-Anbietern geprägt bleiben.
mobiFlip zuerst in deinen Google News – jetzt als Quelle setzen Haken setzen ↗
