Heute vor 15 Jahren: Facebook geht online

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Am 4. Februar 2004 ging Facebook das erste Mal online. 15 Jahre später ist man das weltweit größte soziale Netzwerk mit Milliarden Nutzern.

Die Geschichte von Facebook werden viele von euch sicher kennen, unter anderem weil es vor ein paar Jahren sogar einen Film dazu gab. Wirklich populär wurde Facebook zwar erst später, aber dafür legte man ein so unglaubliches Wachstum hin, dass man mittlerweile die klare Nummer 1 ist.

Wer heute mit einer Alternative auf den Markt kommt, der wird entweder gekauft (WhatsApp und Instagram) oder kopiert (Snapchat und TikTok). Facebook ist die Nummer 1 und will es bleiben – mit allen Mitteln. Trotz regelmäßigen Skandalen ist man auch im Jahr 2018 immer noch sehr erfolgreich gewesen.

Der blaue Riese bekommt zwar so langsam ein Problem, aber einer der größten Joker in der Hinterhand bleibt WhatsApp. Der Messenger ist die Nummer 1 auf dem Markt und hat Facebook überholt. Daher vereint man nun die Produkte und packt Werbung in WhatsApp. Das dürfte schon bald passieren.

Facebook: Wohin geht die Reise?

WhatsApp wird das aufkommende Problem von Facebook vermutlich sehr gut abfangen und wenn man es richtig umsetzt, könnte es mindestens genauso viel Geld wie Facebook selbst und Instagram einspielen. Instagram und WhatsApp waren die klügsten Entscheidungen von Mark Zuckerberg.

Vor allem der Preis für Instagram, 1 Milliarde Dollar. Das war damals noch sehr viel Geld, im Jahr 2019 wäre diese Summe für Instagram lächerlich wenig.

Doch was kommt danach? Während ein Unternehmen wie Apple oder Samsung ein neues Smartphone auf den Markt bringt oder eine Smartwatch launcht, so kann Facebook nicht einfach Facebook 2 starten, wenn es mal bergab geht.

Es bleiben nur Alternativen zu Facebook und hier muss man immer auf der Hut sein. Mark Zuckerberg muss jeden Trend so früh es geht erkennen und entweder kopieren oder aufkaufen. Die Börse kennt nur Wachstum und das ist bei Facebook selbst logischerweise (Anzahl der Menschen) begrenzt.

Sollte das mit WhatsApp nicht funktionieren, dann wird da ein großes Problem auf Facebook zukommen. Meine Vermutung ist, dass in den nächsten 3-4 Jahren viel vom Erfolg (und den Einnahmen) von WhatsApp abhängen wird.

Mich wundert daher auch, warum Facebook als so große Plattform nicht schon längst gute Produkte im Bereich Musikstreaming, Videostreaming und Co auf den Markt gebracht hat. Hier hat man irgendwie kein Händchen für.

Facebook: Sozial vs. Börse

Die Idee von Facebook mochte ich einst. Eine Plattform, bei der man sich mit der Welt verbinden kann. Wäre da nicht der Börsengang und die unendliche Gier dazu gekommen. Ich habe wirklich nichts gegen Werbung, eine Plattform muss finanziert werden. Aber meiner Meinung nach ist es falsch, wenn man ein „soziales Netzwerk“ so stark vom Erfolg an der Börse abhängig macht.

Die kennt nur Wachstum und das erreicht man am Ende nur noch, in dem man wirklich jede noch so kleine Chance nutzt, um damit Geld zu verdienen.

Mittlerweile habe ich mich von Facebook selbst distanziert. Ich schaue vielleicht einmal die Woche auf der Desktopseite vorbei, doch Push-Nachrichten oder Mails kommen nicht mehr an. Facebook kann mich nicht mehr erreichen, es sei denn ich will vorbeischauen. Und diese Lust geht gegen 0.

Bei Instagram habe ich diesen Trend auch entdeckt, nutze ich aber immer noch ganz gerne. Allerdings nur, weil man mit den Stories eine 1:1-Kopie von Snapchat gebaut und diese sogar noch besser als das Original gemacht hat.

Facebook: Auf weitere 15 Jahre?

Was ich nicht akzeptieren werde und darauf bin ich ja schon oft eingegangen und dazu wird 2019 sicher noch der ein oder andere Beitrag folgen: WhatsApp. Die Werbung bei Facebook oder Instagram geht klar und wenn es mir zu viel wird, nutze ich die Plattformen einfach weniger (oder nicht mehr).

Diesen Schritt kann ich bei einem Messenger aber nicht so einfach machen und aus diesem Grund wird 2019 eine Alternative gesucht. Aktuell teste ich alle verfügbaren Dienste, das wird keine schnelle Entscheidung.

Mir ist Facebook in den letzten Jahren als Konzern aber sehr unsympathisch geworden, man geht mit Fehlern auch nicht offen um und Konsequenzen (zum Beispiel bei der Führungsebene) gibt es keine. Wie gesagt: Sozial und Börse, das sind zwei Dinge, die man nur ganz schwer kombinieren kann.

15 Jahre sind eine verdammt lange Zeit und man hat es geschafft, dass man in vielen Bereichen bei vielen Nutzern die Nummer 1 geworden ist. Ich bin aber gespannt, ob das in 15 Jahren ebenfalls so sein wird – und glaube es nicht.

Müsste ich heute eine Wette abgeben (oder mein Geld investieren), ich würde langfristig betrachtet vermutlich nicht auf Facebook wetten.

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