Der Handelsverband Deutschland warnt vor immer professionelleren Fake-Shops, die zunehmend mithilfe künstlicher Intelligenz entstehen.
Rund 1.800 neue Fake-Shops werden monatlich entdeckt. Im Frühjahr 2026 registrierte der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen bereits den 100.000sten betrügerischen Online-Shop. Für Verbraucher wird es zunehmend schwieriger, seriöse Händler von Betrügern zu unterscheiden.
Fake-Shops erkennen: KI erschwert die Betrugserkennung
Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention setzen Kriminelle verstärkt künstliche Intelligenz ein. Damit lassen sich in kurzer Zeit professionell gestaltete Online-Shops erstellen, einschließlich fehlerfreier Rechtstexte, Allgemeiner Geschäftsbedingungen und gefälschter Impressumsangaben.
Schlechtes Design oder auffällige Rechtschreibfehler sind deshalb längst keine zuverlässigen Warnsignale mehr. Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht darin auch ein Problem für seriöse Händler, da betrügerische Angebote das Vertrauen in den gesamten Online-Handel beschädigen.
Der HDE empfiehlt Verbrauchern folgende Prüfungen vor dem Kauf:
- Impressum und Kontaktmöglichkeiten auf Vollständigkeit und Plausibilität prüfen.
- Gesamtpreise, Versandbedingungen, Widerrufsrecht und Datenschutzangaben kontrollieren.
- Bei ungewöhnlich niedrigen Preisen besonders vorsichtig sein.
- Sichere Zahlungsmethoden bevorzugen und reine Vorkasse vermeiden.
- Gütesiegel überprüfen und Bewertungen außerhalb des Shops recherchieren.
Bei unbekannten Anbietern empfiehlt der Verband außerdem den Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen. Dieser kann helfen, verdächtige Internetadressen vor einer Bestellung einzuschätzen.
Der HDE beteiligt sich zudem an der Kampagne „Machen wir Phishen impossible“. Sie startete am 10. Oktober 2026 unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bundesbank und des Bundesfinanzministeriums und informiert rund einen Monat lang über Phishing und Zahlungsbetrug.
Gerade weil gefälschte Shops inzwischen täuschend echt aussehen können, lohnt sich ein kurzer Sicherheitscheck vor der Bestellung. Ein professioneller Internetauftritt allein ist jedenfalls kein Vertrauensbeweis.
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