Google: Datenschutzänderung für Gmail und Fotos wirft Fragen auf

Gmail Design Neu 2022 Header

Der Konzern Google hatte seine Datenschutzregeln für personalisierte Werbung geändert. Inzwischen ist die betreffende Version nicht mehr abrufbar.

Am 16. Oktober 2026 ergänzte Google seine Datenschutzerklärung um eine Ausnahme für Gmail, Google Drive und Google Fotos. Darüber berichtete unter anderem Android Authority. Bis dahin hatte Google zugesichert, Inhalte dieser Dienste nicht für personalisierte Werbung zu verwenden.

Die neue Formulierung sah vor, dass persönliche Daten unter bestimmten Voraussetzungen doch für Werbezwecke genutzt werden können. Voraussetzung war, dass Nutzer ihre Informationen für andere Google-Dienste freigeben, beispielsweise für die KI-gestützte Personalisierung über Personal Intelligence.

Google-Datenschutzänderung: Rücknahme bislang unbestätigt

Inzwischen ist die betreffende Version der Datenschutzerklärung allerdings nicht mehr verfügbar. Glenn Gabe hat einen Screenshot der Änderung auf LinkedIn veröffentlicht, sodass sich die zwischenzeitliche Formulierung weiterhin nachvollziehen lässt.

Screenshot: Google / Glenn Gabe

Warum die Seite verschwunden ist, bleibt unklar. Denkbar ist, dass Google die Änderung angesichts der Berichterstattung zurückgenommen hat. Eine Bestätigung dafür liegt jedoch nicht vor.

Die zwischenzeitlich veröffentlichten Bedingungen hätten es Google ermöglicht, freigegebene Inhalte aus Gmail, Drive und Google Fotos auch zur Personalisierung von Werbung zu verwenden. Eine automatische Auswertung sämtlicher persönlicher Inhalte war damit nicht verbunden.

Werbetreibende sollten laut Google weiterhin keine Informationen erhalten, die Nutzer persönlich identifizieren. Ausnahmen waren für ausdrücklich ausgelöste Aktionen vorgesehen, etwa wenn ein Nutzer über eine Anzeige ein Unternehmen anruft und dabei seine Telefonnummer übermittelt wird.

Ob Google die umstrittene Formulierung dauerhaft gestrichen hat oder lediglich die betreffende Version nicht mehr bereitstellt, ist derzeit offen. Gerade bei einer solchen Änderung wäre eine eindeutige Erklärung hilfreich. Schließlich geht es um die Frage, wofür persönliche Daten nach einer Freigabe tatsächlich verwendet werden dürfen.

mobiFlip bei Google bevorzugen – unsere Beiträge öfter sehen Quelle wählen ↗
Weitere Themen
Hinterlasse deine Meinung

Kommentare aufrufen

Die mobile Version verlassen