GTA 6: Die 400 Euro teure „Vice City Collection“ stößt auf Kritik

Rockstar reizt es bei GTA 6 doch zunehmend aus, denn Fans, die alle Inhalte des Spiels zum Start zocken wollen, mussten bereits 100 Euro auf den Tisch legen. Es folgte die Bitte für ein Netflix-Abo, wenn man die Preview mit Gameplay direkt am Abend schauen wollte und dann bat man beim neuen Album wieder zur Kasse.

Diese Woche wollte es Rockstar dann aber wirklich wissen, denn mit „Grand Theft Auto VI: The Goodtime State – Vice City Collection“ wurde die Sammeledition für das Spiel gezeigt. Doch das Feedback dazu ist eher negativ, selbst bei den Fans in sozialen Medien, denn die Box kostet 400 Euro und der Inhalt gefällt vielen nicht.

Sammelobjekte wie die „Macca the Gator“-Figur sind ja noch ganz nett, aber da sind eben auch Inhalte drin, welche die Kosten nach oben treiben. Alleine die Brille von Oakley kostet gut 150 Euro oder mehr im Handel. Wer also keine Sonnenbrille braucht, der zahlt viel Geld für die Box. Und der Rest der Box ist auch eher „okay“.

Interessant ist daher, dass man die Box weiterhin im Shop von Rockstar kaufen kann, das war beim Album anders, die limitierte Vinyl war direkt weg. Vielleicht hat Rockstar auch sehr viele Collector’s Boxen bestellt, das weiß ich natürlich nicht, aber ich hätte gedacht, dass die Kollektion nach wenigen Minuten ausverkauft ist.

Ein Leak, kurz vor der Ankündigung, deutete übrigens weiteres Merch für GTA 6 an, was teilweise auch besser als der Inhalt der Box (so meine Meinung) klingt. Aber man merkt, dass das „Marketing“ für GTA 6 nicht nur auf das Spiel ausgelegt ist, Take-Two will den Hype nutzen und auch viele Inhalte rund um das Spiel verkaufen.


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  1. Tom 🔅

    > Rockstar reizt es bei GTA 6 doch zunehmend aus, denn Fans, die alle Inhalte des Spiels zum Start zocken wollen, mussten bereits 100 Euro auf den Tisch legen. Es folgte die Bitte für ein Netflix-Abo, wenn man die Preview mit Gameplay direkt am Abend schauen wollte und dann bat man beim neuen Album wieder zur Kasse.

    Da würde ich fair bleiben: Die zusätzlichen Spielinhalte der 100-Euro-Edition sind kaum der Rede wert, also definitiv kein Muss. Und Rockstar hätte das Spiel auch für alle 100 Euro kosten lassen können, was für den Aufwand dahinter und den Gegenwert, den man erhält, immer noch absolut gerecht wäre. Einige gingen ja im Vorfeld sogar davon aus. Kein anderes Spiel auf diesem Planeten bringt auch nur im Ansatz so lange Spielspaß, vor allem so hoch qualitativ. Teilweise zahlt man ja schon 80 Euro für ein Spiel, das nicht viel länger als zehn Stunden dauert. Wer ein Netflix-Abo abschließt, nur um einen längeren Trailer sechs Stunden früher sehen zu können, hat keine bessere Verwendung für sein Geld. Auch das musste wirklich niemand machen. Das soll ja auch „nur” ca. 100.000 neue Netflix-Kunden in den USA gebracht haben. Das klingt viel, aber ist es weder gemessen an der Zahl der Netflix-Kunden noch der GTA-Kunden. Und wer weiß, wie viele davon nicht sowieso vorgehabt hatten, mal in Netflix reinzuschauen, wo der GTA-Trailer nur der finale Anlass war. Und Musik ist Kunst und ein Musik-Album ist ein eigenständiges Produkt und kostet natürlich Geld, auch das ist vollkommen normal und fair. Das gab es bei GTA 5 im Übrigen auch schon. Da sehe ich nicht einen einzigen legitimen Kritikpunkt.

    Die „Vice City Collection“ ist mit dem Preis von 400 Euro dann wirklich ein anderes Kaliber. Die Kritik kann ich absolut nachvollziehen, zumal ich dann mindestens noch einen Download-Code für das Spiel erwartet hätte.

  2. Sam 🏆

    Ich finde vor allem schlimm, dass hier wieder Ressourcen verbraucht werden, nur um irgendeinen Müll zu produzieren, der dann irgendwo dumm rum steht. Gilt natürlich auch für viele andere Bereiche, aber hier fällt es einfach nochmal extrem auf, wie unnötig es ist.

    1. Tom 🔅

      Die Haltung finde ich etwas undifferenziert. Für mich sind solche Boxen auch nichts. Aber sehr viele Menschen haben Freude damit, wenn solche Dinge bei ihnen „herumstehen”. Nur weil du es nicht brauchst und ich es nicht brauche, ist es deswegen noch lange nicht „unnötig” und „Müll”. Wir sind einfach nicht die Zielgruppe. Aber es gibt dafür definitiv eine Zielgruppe, die alles andere als klein ist.

      1. Stefan K. 🔆

        Hier, ich gehöre zu dieser Zielgruppe. Sofern mir eine Collectors Edition gefällt (und ich diese guten Gewissens bezahlen kann), dann kaufe ich die mir auch. So wie damals „Breath of the Wild“ mit dem kaputten Master-Schwert im Sockel: Sicherlich sinnfrei, sieht aber einfach nur grandios aus. 😁
        Von Doom Classic fand ich diese Collectors Edition mit dem Helm auch richtig gut, oder der (funktionierende) Pipboy 3000 von Fallout 4. Da hatte es nur mit den Finanzen nicht so wirklich geklappt. Noch ärgerlicher war eher die Collectors Edition mti Steelbook im Gameboy-Design bei dem Links Awakening Remake für die Switch: Da habe ich keine mehr bekommen…

        1. Hazz 🔅

          Gegen collector’s editions hat auch niemand etwas und die von dir beschrieben beinhalten auch sinnvolle Dinge. Hie Diät ber eher Ramsch dabei, ohne das man das Spiel dazu legt und dann verlangt man noch 400€. Ohne Probleme könnte man das auch für die Hälfte anbieten.

  3. Hazz 🔅

    Eine Sonnenbrille von Oakley ist sicher qualitativ gut, habe selbst eine, aber das ist wirklich die Standard Fassung bei Oakley und der Aufdruck sieht für mich recht billig aus. Der Rest aus der Box wirkt auch eher wie als ob es von Temu sein könnte. Dafür dann 400€ zu verlangen ist schon heftig. Wie so oft wird es aber auch dafür Abnehmer geben.

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