Das Statistische Bundesamt berichtet, dass 25 Prozent der Erwerbstätigen 2025 zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiteten.

Der Anteil stieg gegenüber 2024 (24 Prozent) und 2023 (23 Prozent) leicht und entspricht wieder dem Niveau von 2021, während 2019 nur 13 Prozent betroffen waren.

Homeoffice wird jedoch weniger intensiv genutzt als in der Pandemie: 24 Prozent arbeiten vollständig von zuhause, 46 Prozent weniger als die Hälfte der Arbeitstage.

Unternehmensgröße und Alter beeinflussen die Nutzung. In kleinen Betrieben arbeiten 19 Prozent im Homeoffice, in mittleren 23 Prozent und in großen 35 Prozent. Am stärksten sind 35- bis 44-Jährige (30 Prozent) und 25- bis 34-Jährige (28 Prozent), während 15- bis 24-Jährige nur 10 Prozent erreichen. Besonders hoch ist der Anteil in IT und Beratung.

Homeoffice in Deutschland im EU-Vergleich 2025

Deutschland liegt mit 25 Prozent leicht über dem EU-Schnitt von 23 Prozent. Spitzenwerte haben Niederlande (52), Schweden (45) und Luxemburg (43), während Rumänien und Bulgarien (je 4) sowie Griechenland (7) deutlich niedriger liegen.

In der IT-Branche ist Homeoffice besonders angesagt

Wie häufig Homeoffice genutzt wird, hängt stark von der Branche ab. Am höchsten war der Anteil 2025 in IT-Dienstleistungen sowie in Verwaltung, Führung von Unternehmen und Unternehmensberatung: Dort arbeiteten jeweils rund drei Viertel (74 %) zumindest gelegentlich von zu Hause. Im Bereich Informationsdienstleistungen sowie bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen lag der Anteil jeweils bei 68 %.

Am niedrigsten war er in der Gastronomie mit 6 %. Auch in der Gebäudebetreuung, im Garten- und Landschaftsbau (7 %), im Kfz-Handel und in der Kfz-Reparatur sowie im Einzelhandel (jeweils 10 %) wurde Homeoffice nur selten genutzt.

Ich sehe darin eine klare Normalisierung flexibler Arbeit, die jedoch logischerweise stark von Branche und Tätigkeit begrenzt bleibt.


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  1. rot 🌟

    Homeoffice wird jedoch weniger intensiv genutzt als in der Pandemie: 24 Prozent arbeiten vollständig von zuhause, 46 Prozent weniger als die Hälfte der Arbeitstage.

    Freilich, denn Unternehmen zwingen die Leute wieder ins Büro ohne Begründung. Nennt sich dann „hybrid“ und man pendelt dann 2h um im Büro keinen freien Meetingraum zu finden um dann in einem call zu stecken.

    Kenne einen Konzern, der hahat homeoffice ganz untersagt – auch um Leute los zu werden.

    1. Alfons 🌀

      Auf jeden Fall eine gute Idee. Nur wenn er wieder Leute sucht, wird das heute je nach Branche ohne Home office erheblich schwieriger ;)

    2. Hazz 🔅

      Ich finde es kommt immer auf die Person an. Es gibt Menschen die können effektiv im Homeoffice arbeiten, manch andere sind jedoch deutlich unproduktiver als im Büro. Daher ist ein Mix aus beiden meist die beste Option, gerade auch fürs Sozialverhalten und Teambuilding. Unabhängig davon muss man auch sagen, dass der Arbeitnehmee vor der Pandemie vermutlich sogar täglich gependelt ist und es da kein Problem war. Sonst hätte man sich nicht beim jeweiligen Arbeitgeber beworben oder eine anderen Wohnort gesucht.

      1. Stefan K. 🔆

        Das mit dem weniger produktiv sein im Home-Office und nachlassendes Sozialverhalten kann ich aus eigener Erfahrung leider bestätigen. Gerade bei letzterem habe ich deutlich negative Erfahrungen machen müssen.

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