Apple iPad Pro 2018 im Test: Mein Fazit nach 3 Monaten

Apple Ipad Pro 2018 Header 2019

Das Apple iPad Pro 2018 begleitet mich nun seit ziemlich genau 3 Monaten und ich dachte mir, dass sich ein Langzeit-Erfahrungsbericht anbietet.

Vor knapp 3 Monaten ging hier mein erster Eindruck zum Apple iPad Pro 2018 online und es folgten ein Fazit nach einer Woche und ein Fazit nach 3 Wochen. Doch seit dem hat mich das iPad weiter begleitet und es war fast jeden Tag im Einsatz. Wie lautet mein Fazit nach einer so langen Zeit mit dem Gerät?

iPad Pro 2018: Fazit als Video

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iPad Pro 2018: Nicht alles ist rational

Wer diesen Blog schon länger verfolgt und meine Beiträge kennt, der weiß, dass ich einst ein großer Fan des iPad mini war. Bin ich immer noch und ich freue mich schon auf die neue Version. Wechseln werde ich aber vermutlich nicht mehr.

Denn nach dem Test des iPad Pro 2017 war ich mir unsicher, ob etwas mehr Display nicht doch wieder von Vorteil wäre. Das iPad Pro 2017 ging zurück, das iPad mini wurde aber verkauft. Ich wartete und entschied mich dann das iPad Pro 2018 zu kaufen. Und das war die richtige Entscheidung.

Apple Ipad Pro 2018 Bild4

Seit dem Wechsel nutze ich das iPad wieder deutlich öfter im Alltag. Das neue Design und die Haptik machen einen Unterschied. Es ist hier ähnlich wie bei der Apple Watch Series 4: Wenn man ein Gerät täglich nutzt, dann sind nicht nur rationale Dinge wichtig, man muss damit auch „Spaß“ haben.

Und das trifft in meinem Fall auf das iPad Pro 2018 zu. Ich mag das Design so sehr, dass ich mir ein iPhone mit diesem wünschen würde. Es liegt gut in der Hand und ist angenehm leicht, nur bei der Größe bin ich mir unsicher.

Das iPad mini wäre mir mittlerweile zu klein, da ich es anders nutze (dazu gleich mehr), aber 11 Zoll benötige ich auch nicht unbedingt. 9-10 Zoll mit diesem Design, Display und Rand wären für mich vermutlich perfekt. Aber lieber ein bisschen Display zu viel, als ein bisschen Display zu wenig.

iPad Pro 2018: Wandel der Zeit

Ich nutze das iPad mittlerweile wieder häufiger und auch anders. Das erste iPad habe ich mir damals vorbestellt und mich auf diese neue Kategorie gefreut, es war eine Maschine zum Konsumieren von Spielen und Medien.

Dann wurde das iPad zum Gerät für die Uni, wo es mir viele Jahre treu diente und (abgesehen von Hausarbeiten, hatte aber nicht viele in meinem Studium) das Mitschleppen des Laptops ersparte. Ich hatte jedes iPad, welches Apple je auf den Markt brachte, eine Generation zu überspringen kam nie infrage.

Nur das iPad 4 war eher unnötig, das es eigentlich nur den Lightning-Anschluss mitbrachte. Doch da wechselte ich auch erstmals zum iPad mini.

Apple Ipad Pro 2018 Bild2

Doch meine Ansprüche änderten sich, denn die Uni ging zu Ende und ich war immer häufiger im Home-Office. Das iPad mini 4 war zwar immer noch mein treuer Begleiter, aber Apple aktualisierte die Reihe nicht mehr und als dann das iPhone X mit dem größeren Display kam, wurde es abgelöst.

Die Power war auch einfach nicht mehr ausreichend.

Mittlerweile lese ich wieder mehr und arbeite auch viel mit dem Tablet. Ich nutze es so lange, bis es nicht mehr geht. Dann kommt das MacBook Pro zum Einsatz. Beim Videoschnitt zum Beispiel. Einige Aufgaben würden mit dem iPad Pro 2018 gehen, aber sie machen mir auf einem richtigen Laptop mehr Spaß.

Ich gehöre übrigens zu den Personen, die gerne zwei Geräte nutzen und die Vorteile von beiden genießen. Irgendwann wird man Tablet und Laptop vereinen können, und zwar richtig, ohne Abstriche. Stand heute ist das für mich keine Option. In einem Bereich müsste ich immer Abstriche machen.

Das ist aber nicht weiter kritisch, denn so lange nutze ich zwei Geräte. Und es kommt selten bis nie vor, dass ich beide gleichzeitig dabei habe und mir wünsche, dass es ein Gerät wäre. Ich bin zufriedener Tablet-Nutzer.

iPad Pro 2018: Wozu nutzt man ein Tablet?

Doch wozu nutze ich mein Tablet eigentlich? Im Prinzip habe ich das oben geschrieben: Für alles, es sei denn es geht nicht. Heißt: Es sei denn man muss doch mit einem Laptop arbeiten oder das Smartphone ist praktischer.

Apple Ipad Pro 2018 Bild1

Bedeutet in meinem Fall unter anderem: News lesen, auswählen, speichern und sortieren (u.a. für den Blog), Notizen schreiben, den Tag oder die Woche in Form von ToDos planen, Bücher lesen, Podcasts hören, YouTube-Videos schauen, YouTube-Kommentare und Statistiken checken, PDF bearbeiten, Comics lesen, in sozialen Netzwerken vorbeischauen, surfen, Online-Banking, mal eine Folge bei Netflix schauen, bei Reddit vorbeischauen, in Slack schauen und mehr.

Natürlich nutze ich das iPad auch zum Zocken, doch dank der Switch ist mir das mittlerweile nicht mehr wichtig, da man diese bequem mitnehmen kann.

Theoretisch ist alles mit einem iPad möglich, viele Dinge aber nur eingeschränkt und in anderer Form. Der Videoschnitt zum Beispiel. Oder sehr lange Texte wie diesen Test schreiben, da bevorzuge ich die 27 Zoll des iMac.

Aber sehr viele Dinge erledige ich im Alltag mit einem Tablet.

iPad Pro 2018: Warum dieses Modell?

Jetzt könnte man die Frage stellen: Warum aber ein iPad Pro 2018? Diese Frage habe ich mir selbst gestellt und hatte vor dem Kauf keine Antwort. Ich hätte ja auch das iPad Pro 2017 nehmen können. Zwei Dinge:

  1. Das Design und die Haptik sind sehr wichtig, wenn man es auch mal ein paar Stunden am Tag nutzt. Mir war es das wert. Kennen andere vielleicht von Klamotten oder Autos, man kauft nicht immer komplett rational Produkte. Ich würde zum Beispiel nicht über 40.000 Euro für ein Auto ausgeben, egal wie viel Geld auf der Bank liegt. Da gibt es 100 Dinge, die ich vorher kaufen/machen würde. Ergibt für mich keinerlei Sinn. Aber ich kann verstehen, warum es Menschen machen. Manchmal will man Spaß mit einem Produkt haben. So simpel das klingt, das ist hier der Fall.
  2. Das Potenzial ist enorm. Es wird auch drei Monate später nicht im Ansatz genutzt, aber wer die Benchmarks und Berichte zum Apple A12X gesehen hat, der weiß, wovon ich spreche. Kein anderes Tablet auf diesem Markt hat so eine Power. Sie wird noch nicht genutzt, ich weiß. Aber das ist eine Wette auf die Zukunft, denn ich glaube, das ändert sich mit iOS 13 und iOS 14. Und ein Tablet kaufe ich nicht für 1-2 Jahre, das hält länger als ein Smartphone. Ich kann mich in diesem Punkt täuschen, aber ich glaube, dass Apple das Potenzial des iPad Pro 2018 noch lange nicht ausgereizt hat – es aber 2019 und 2020 tun wird.

Das sind sehr subjektive Punkte, ich weiß. Objektiv gesehen würde ich vielen ein iPad 2018 oder das iPad Pro 2017 empfehlen. Aber wenn man es richtig nutzt, dann kann ein Tablet bei vielen den PC zu 90+ Prozent ersetzen.

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Bei meinem Dad war das 2017 der Fall. Er hat mein altes iPad mini quasi nur noch genutzt und ich habe ihm das iPad Pro 2017 empfohlen. Das war mit die beste Entscheidung, denn der Laptop ist nun Geschichte. Nicht komplett, aber er wird vielleicht 2-3 Mal im Quartal genutzt. Das iPad ist nun im Fokus.

Wer solche Produkte nicht komplett ausreizt und es nicht plant, der kann sich locker ein altes iPad Pro kaufen oder auch auf das neue iPad 2019 warten. Das werden super Tablets sein, welche für die meisten reichen.

Meine Wette auf die Zukunft ist aber eine andere: Ich werde immer mehr Aufgaben mit dem iPad übernehmen und der Plan ist auch, dass Videoschnitt irgendwann dazu kommt. Ich glaube, dass Final Cut Pro nur eine Frage der Zeit ist. Und dann will ich ein Tablet, welches die maximale Power besitzt.

Punkt 1 würde mir nach 3 Monaten mit dem iPad Pro 2018 vermutlich auch als Grund für das bessere Tablet reichen, aber erst Punkt 2 macht es spannend. Außerdem bevorzuge ich Face ID und finde es mittlerweile besser als Touch ID, was auch auf die neue Gestensteuerung zutrifft.

iPad Pro 2018: Mein Fazit

Also, was kann man aus meinem Fazit mitnehmen? Ich bin ein sehr großer Fan vom Design des iPads geworden. Ich nutze es „gerne“. Es ist teuer und ja, die 20 Prozent Aufschlag im Vergleich zur älteren Generation sind sehr viel.

Doch die positive Nachricht ist: Man muss es nicht zahlen, denn die alten und die günstigen iPads sind verdammt gut geworden. Die Basis reicht vielen aus und für die muss man wirklich nicht viel Geld bezahlen (wir haben ein iPad 2018 im Haus und dort beobachte ich immer wieder, dass es gut genug ist).

Ich persönlich wollte das iPad aber nutzen und ich bereue es nicht. Es hat mein Verhalten tatsächlich verändert, mittlerweile nutze ich das Tablet wieder öfter. Es kann auch drei Monate später meinen Laptop nicht ersetzen, aber aktuell will ich das auch gar nicht. Das kommt irgendwann, muss aber nicht jetzt passieren.

Apple Ipad Pro 2018 Bild3

Was ich wollte: Das beste Tablet auf dem Markt. Das bekommt man hier. Was ich glaube: Es ist das Gerät mit dem meisten Potenzial. Das werden wir aber erst 2019 mit iOS 13 und 2020 mit iOS 14 erfahren. Doch auch ohne diese Updates bin ich zufrieden und bereue die Entscheidung nicht.

In meinem Studium (Ökonomie) hat man versucht für alles eine Zahl oder einen Wert zu finden. Doch den gibt es nicht immer. Das Benchmark-Ergebnis kann man objektiv messen und vergleichen. Doch wie viel Spaß ein Gerät im Alltag macht und wie viel Mehrwert es einem bietet, dafür gibt es keinen Wert.

Doch eine unbekannte Variable gibt es noch und das ist das oft erwähnte „Potenzial“. Darauf bin ich jetzt gespannt und es wird im Herbst 2019 mein Fazit nach einem Jahr (und eben mit iOS 13) geben.

tl;dr Das iPad Pro 2018 ist ein Tablet, welches die meisten nicht „brauchen“ und ausreizen werden. Aber es ist das beste iPad und damit das beste Tablet auf dem Markt. Ob das Potenzial genutzt wird, werden wir aber erst noch erfahren.

Wertung des Autors
Oliver Schwuchow bewertet Apple iPad Pro 2018 mit 4.5 von 5 Punkten.

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