Der Trend der Automobilbranche ist zwar gerade eindeutig, aber in den letzten Monaten wurden die Stimmen lauter, dass das „Verbrenner-Aus“ (was faktisch kein Verbrenner-Aus ist, aber so genannt wird, ich weiß das) ab 2035 nicht machbar sei.
Diese Stimmen kamen mit der Zeit in der Politik an und Deutschland und Frankreich einigten sich dementsprechend auf Lockerungen. Auch wenn einigen selbst dieser Kompromiss nicht weit genug ging. Die EU scheint sich aber festgelegt zu haben.
CO₂-Ausstoß wird gelockert
Eine finale Entscheidung dürfte im Dezember kommen, aber der Umweltausschuss schlägt vor, dass der CO₂-Ausstoß von Neuwagen in der EU bis zum Jahr 2035 um 87,5 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr 2021 zurückgeht. Das Ziel sind zwar 95 Prozent, man kann sich allerdings 7,5 Prozent im Flottenwert freischaufeln.
Wenn klimafreundlicher Stahl aus der EU zum Einsatz kommt, dann darf der CO₂-Ausstoß etwas höher sein. Reine Verbrenner dürften damit weiterhin vom Tisch sein, aber Plug-in-Hybride oder Range Extender dürften somit auch nach 2035 noch möglich sein. Falls der Markt sie in einem Jahrzehnt überhaupt noch möchte.
Der Verbrenner wird zur Nische
Das Problem sind dann nämlich nicht die Grenzwerte der Marken, sondern sicher die Bedingungen auf dem Markt. Für viele Tankstellen lohnt sich das Geschäft irgendwann nicht mehr, die Restwerte von Verbrennern werden sinken und auf dem preiswerten Massenmarkt wird der Verbrenner sicher dennoch verschwinden.
Diese neue Regelung könnte also vor allem großen Konzernen mit Luxusmarken und reinen Sportmarken helfen, wie dem VW-Konzern mit Porsche. Damit wäre, wenn der Rest stimmt, ein 911er mit Verbrenner weiterhin möglich. Und sowas wird sich für die Marken auch nur bei solchen Modellen in Zukunft noch rechnen.
Das ist also definitiv kein „Aus vom Verbrenner-Aus“, es ist eine kleine Lockerung, die ein paar Verbrenner nach 2035 weiterhin möglich machen wird. Für die großen Volumenmarken wird sich diese Nische allerdings weiterhin nicht mehr lohnen.
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