Jaguar kündigt eine „neue Ära“ für die Marke an

Da ist also der Type 01, der nicht weniger als eine „neue Ära“ bei Jaguar einleiten soll. Während viele Unternehmen den Begriff (Ära) aber gerne inflationär nutzen, so ist das hier durchaus angebracht. Jaguar positioniert sich ab sofort komplett neu.

Neues Design, vollelektrisch, ganz neues Portfolio und teurer. Das neue Jaguar hat nicht mehr viel mit dem alten Jaguar zu tun. Und der ab 165.000 Euro teure Type 01 ist der Startschuss, so Jaguar, er wird Ende 2027 bei den ersten Kunden stehen.

Und die Daten sind sehr solide: 757 kW (1.030 PS) und 1.365 Nm Drehmoment, 850‑Volt‑Architektur für schnelles Laden mit 350 kW und der 118 kWh große Akku reicht für 720 km Reichweite (515 km bei 120 km/h auf der Autobahn, so Jaguar).

Hochwertige Materialien, ein 24‑Zoll‑OLED‑Touchscreen und ganz viel Luxus sollen den Preis rechtfertigen, den man mit dem Slogan „COPY NOTHING“ vermarktet. Es ist ein Auto wie kein anderes, so Jaguar, denn der elektrische GT soll sich abheben.

Sieht auf jedenfalls anders aus, aufregend, man fällt auf, was man jedoch auch in dieser Preisklasse muss. Aber es ist riskant, denn Jaguar ist nicht die erste Marke, die sich im Wandel der Branche eine Kategorie weiter oben positionieren möchte.

Die Technik ist solide, da kann man nicht viel meckern, in dieser Preisklasse aber nicht mehr entscheidend. Ein Tesla Model 3 Performance ist sogar 0,1 Sekunden schneller auf 100 km/h, diese Werte sind in der heutigen Zeit also eher zweitrangig.

Viel wichtiger ist das Image, wenn man mit der passenden Ausstattung (vermutlich) weit über 200.000 Euro bei Jaguar haben möchte. Kunden, die so ein Auto kaufen, wollen also, dass andere das Auto gerne hätten, damit es ein Statussymbol ist.

Der erste Auftakt ging jedenfalls nach hinten los, dieses pinke Konzept tat der Marke wirklich nicht gut. Daher ist das gestrichen, das wirkt jetzt alles dezenter und „edler“. 2028 wird also zeigen, ob Jaguar das Comeback als Luxusmarke gelinkt.

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