ChatGPT bekommt immer mehr Druck von der Konkurrenz und vor allem Google hat aufgeholt und spätestens mit dem Apple-Deal seine Position auf dem Markt für Chatbots ausgebaut. OpenAI muss also reagieren und tut das in diesem Jahr auch.

Mit ChatGPT Go startet ein neues und günstigeres Abo, was irgendwann sicher auch mal 10 Euro im Monat kosten wird und damit auf dem Level von vielen Abos liegt. Die 23 Euro der Plus-Version waren vielen Nutzern eben doch viel zu teuer.

Doch es hat noch einen Grund, warum man dieses Abo einführt, denn ChatGPT bekommt in der kostenlosen Version bald Werbung. Das hat sich angedeutet und kommt schneller als erwartet. Den Anfang werden hier Shopping-Links machen.

Das Problem ist nur, dass OpenAI im Kleingedruckten anmerkt, dass auch die Go-Version mit Werbung kommen könnte, was vielen sicher nicht gefallen wird. Aber ich gehe davon aus, dass das nur der Anfang von Werbung in den Chatbots ist.

Es wundert mich sogar genau genommen, dass Google noch keine Werbung bei Gemini anzeigt, doch spätestens jetzt wird man die Chance nutzen. Mal schauen, wie sich die Neuerungen bei ChatGPT auswirken, denn man blickt auf ein wichtiges Jahr. Nicht nur, weil die Konkurrenz stärker wird, sondern weil eigene Hardware kommt.

Mich hat OpenAI letztes Jahr verloren und wenn Siri 2.0 wirklich die Gemini-Tricks kann und gut wird, dann wird man mich 2026 auch nicht wieder zurückholen.


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  1. Tom 💎

    Das war wirklich nur eine Frage der Zeit. OpenAI arbeitet immer noch hoch defizitär. Nur über Abos ist ihr Geschäft nicht aufrecht zu erhalten. Ich verstehe jeden, der als Anwender keine Werbung haben möchte. Aber man muss zugeben, dass sich ChatGPT und vergleichbare Produkte aus Unternehmenssicht wirklich perfekt für Werbung anbieten und das nicht zu machen, verschenktes Potenzial wäre, um Geld zu verdienen. Da braucht man auch nicht zu argumentieren, dass es bislang ohne ging. Nein, ging es nicht. OpenAI macht aktuell zweistellige Milliardenverluste – pro Quartal. Wie so häufig in dieser Branche wurde in den ersten Jahren Wachstum um jeden Preis gegenüber einer größeren wirtschaftlichen Effizienz priorisiert. Hätte ChatGPT von Anfang an Werbung gehabt, wäre der Wachstum vermutlich nicht der Gleiche gewesen. Jetzt, wo ChatGPT für viele nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist, lässt sich viel besser Geld verdienen.

    1. Cress 💎

      Ich habe die Steile These, dass Chatbots auch wieder weniger genutzt werden, wenn sie weiterhin anfangen zu Lügen oder mit zu viel Werbung vollgeklatscht werden und so OpenAI nie grüne Zahlen schreiben wird, außer man macht weiter Deals und säubert seine Rohdaten für die Ausgabe.

      1. Tom 💎

        Die „Lügen” der Chatbots waren bisher kein Grund, der die Masse davon abgehalten hat, ChatGPT & Co. zu nutzen. Ich wüsste nicht, wieso das die Menschen plötzlich interessieren sollte. Ich würde auch nicht davon ausgehen, dass die Bots mit Werbung „vollgeklatscht” werden. Aber es wird halt Werbung geben. Vielleicht kostet das den einen oder anderen Nutzer. Aber insgesamt scheinen mittlerweile so viele Menschen „abhängig” von solchen Diensten zu sein, dass Werbung für sehr viele Nutzer nicht mehr als Grund ausreichen wird, um darauf zu verzichten, insbesondere wenn die Alternativen wie Gemini früher oder später auch Werbung haben werden. Aus Sicht von OpenAI mache ich mir da wenig Sorgen, was das betrifft. Ob OpenAI es damit schaffen wird, in den Gewinnbereich zu kommen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Das muss man abwarten. Aber einen großen Nutzerschwund dadurch glaube ich überhaupt nicht.

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