Der neue Design-Chef für Stellantis in Europa möchte sich in Zukunft noch mehr auf die Marken fokussieren und „Klone“ im Portfolio der Marken vermeiden. Ein Kunde „kauft kein Stellantis-Auto“, so Gilles Vidal laut Autocar, er kauft Marken.

Man müsse deshalb „ganz genau wissen, wofür unsere Marken stehen“ und das klar kommunizieren. Peugeot wird zunehmend für Innovation stehen, Citroën sei eine preislich attraktive Marke, DS steht für Premium aus Frankreich und Opel (bzw. Vauxhall in UK) soll eine kreative Marke mit „einem sehr deutschen Design“ sein.

Die breite Öffentlichkeit interessiert sich nicht sonderlich für Stellantis: Sie interessiert sich für die Marken selbst. Man kauft einen Peugeot, einen Opel oder Vauxhall, einen Fiat oder was auch immer; man kauft kein Stellantis-Auto. Deshalb müssen wir ganz genau wissen, wofür unsere Marken stehen.

Wenn es Stellantis gut gehen soll, dann muss es den Marken gut gehen, denn die Öffentlichkeit interessiert sich nicht für den Konzern und dessen Technik. Wobei ich glaube, dass mittlerweile bei vielen Kunden angekommen ist, dass man bei den Marken von Stellantis oft „ein Auto von der Stange“ mit anderem Logo bekommt.

Und aus Sicht der Öffentlichkeit sind die Marken das größte Kapital des Unternehmens, auch wenn wir Stellantis als Unternehmen und dessen Aktivitäten optimieren wollen.


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  1. Franko-Ede 👋

    Bonjour, gerade in der Markentrennung nehme ich die einzelnen Stellantis-Marken sehr wohl wahr. Man unterscheidet sehr gut im Image zwischen Deutschen, Italienern, Franzosen und der Nordamerika-Division. Ein Alfa Romeo ist ein Alfa Romeo und ein Jeep ein Jeep. Natürlich wird man immer Ähnlichkeiten feststellen, aber das war schon vor 30 Jahren so! Wenn man etwas als „von der Stange“ bezeichnet ist das tendenziös, daher spricht man unter Car Guys auch von Plattform- und Gleichteilestrategie, Modulbaukasten oder gerne auch Badge Engineering! Ebenfalls eine uralte Strategie!

  2. Marcus 👋

    Dann sollte man zuerst den Fahrzeugen wieder ihre individuellen Gesichter zurückgeben!

    Insbesondere bei Citroen sollten die Doppelwinkel (Chevrons) wieder die ganze Breite der Front zieren.

  3. Fred 👋

    Die Überschrift war etwas irreführend, ich hatte eine andere Erwartungshaltung als ich auf den Artikel geklickt hab. Jedenfalls hab ich mir zum ersten und letzten Mal einen Opel oder generell ein Auto eines französischen Konzerns gekauft. Egal wie deutsch das Design auch sein mag ^^

  4. Christian Friede 👋

    Es müsste dringend die Qualität rauf und der Preis kann erst hoch, wenn der Kunde das auch registriert hat. Leider ein wirtschaftlicher Spagat, den i.d.R. nur langfristig denkende Privatunternehmer hinkriegen und nicht Konzern-CEOs, die auf den jährlichen Bonus schauen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Mega-Konzern eine solche Strategie umsetzen könnte.

  5. Spiritogre 🏆

    Opel hat ja ein schönes Design. Aber technisch, egal ob Verbrenner oder Elektro, hängen die halt Jahre hinter dem Stand der Technik hinterher und deswegen sind sie einfach ein wenig zu teuer, für das, was sie leisten.

    Stellantis hat also nur zwei Möglichkeiten. Sichtbar mit dem Preis runter oder Autos bauen, die „up to date“ sind.

    1. Galli 🌟

      Es geht nicht nur um den Stand der Technik. Die sind einfach unzuverlässig, Qualität passt nicht.

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