Mobilfunkausbau droht an einem simplen Problem zu scheitern

Bild: Telefónica Deutschland

Der VATM fordert verbindliche Fristen und eine Priorisierung beim Stromanschluss neuer Mobilfunkstandorte.

Vor der Expertenanhörung zum Netzanschlusspaket am 7. Oktober fordert der Verband Nachbesserungen durch den Bundestag. Netzbetreiber sollen Unternehmen nicht nur mögliche Anschlusspunkte nennen, sondern auch verbindliche Angaben zu Zeitpunkt und Kosten des Stromanschlusses liefern.

Der Regierungsentwurf sieht bislang vor, dass Stromnetzbetreiber innerhalb eines Monats geeignete Anschlusspunkte nennen. Dem VATM reicht diese Auskunftsregelung nicht. Der Verband verweist dabei auf Forderungen der Bundesländer im Bundesrat.

99,5 Prozent Mobilfunkversorgung bis Ende 2029

Für den weiteren Mobilfunkausbau sind vor allem diese Punkte relevant:

Nach Einschätzung des VATM werden gerade die letzten Versorgungslücken besonders aufwendig zu schließen sein. Neue Standorte entstehen dabei häufig in Gebieten, in denen auch die Infrastruktur schwieriger auszubauen ist. Ein bereits errichteter Funkmast bringt ohne Stromversorgung schlicht keine zusätzliche Netzabdeckung.

Ich halte verbindliche Zeit- und Kostenangaben für sinnvoll. Wenn Deutschland die letzten Lücken im Mobilfunknetz schließen will, sollte ein fehlender Stromanschluss nicht zum vermeidbaren Flaschenhals werden.

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