Neue Surface-Modelle: Snapdragon X2, OLED und saftige Preisanstiege
Wie erwartet hat Microsoft nun die neue Generation seiner Surface Pro- und Surface Laptop-Geräte offiziell angekündigt. Neben den Surface-Geräten mit Intel-Prozessoren, die speziell für Geschäftskunden bestimmt sind und letzten Monat offiziell vorgestellt wurden, folgen nun die Konsumentenmodelle Surface Pro 8. Edition (bzw. Surface Pro 12) und Surface Laptop 8. Edition (bzw. Surface Laptop 8) mit Snapdragon-X2-Prozessoren von Qualcomm.
Die neue Generation ist da
Dank der neuen Prozessoren soll das Surface Pro eine um bis zu 53 % höhere Grafikleistung und eine insgesamt schnellere Performance bieten. Mit einer Akkulaufzeit von 15,5 Stunden eignet sich das neue Notebook mehr als ausreichend für einen Arbeitstag. Das LCD-Modell kommt standardmäßig mit dem „schwächeren“ Snapdragon X2 Plus aus. Wer ein OLED-Display haben möchte, bekommt den leistungsstarken Snapdragon X2 Elite als Prozessor.
Preislich startet das neue Surface Pro bei 1.599 Euro. Es ist mit dem besagten Snapdragon X2 Plus als Prozessor, 16 GB RAM und einer 256 GB großen SSD-Festplatte ausgestattet. Für 2.149 Euro ist das Modell mit 24 GB RAM und 512 GB SSD-Festplatte ausgestattet. Die Preise sind insgesamt recht hoch, wobei dies zu erwarten war. Schließlich sind die Preise der Vorgängermodelle vor wenigen Monaten bereits gestiegen.
Wer hingegen den Snapdragon X2 Elite haben möchte, muss mit 1.899 Euro rechnen und erhält 16 GB RAM und eine 512 GB SSD-Festplatte. Das passende Zubehör, wie das Surface Keyboard kostet separat 159,99 Euro, der Surface Slim Pen 129,99 Euro – beides ist wie üblich nicht im Lieferumfang enthalten.
Einen noch höheren Preiseinstieg verzeichnet das neue Surface Laptop. Das Einstiegsmodell mit 13″-Zoll Display, Snapdragon X2 Plus-Prozessor, 16 GB RAM und 512 GB SSD-Festplatte kostet 1.699 Euro. Das Modell mit 32 GB RAM kostet 2.399 Euro, das entspricht einem Aufpreis von 700 Euro allein für das RAM-Upgrade.
Wer den Snapdragon X2 Elite als Prozessor haben möchte, zahlt bei gleicher Ausstattung wie das Einstiegsmodell 1.799 Euro. Das größere 15″-Modell startet bei 1.799 Euro mit Snapdragon X2 Plus und bei 1.899 Euro mit Snapdragon X2 Elite.
Grundsätzlich war ich einem Kauf des neuen Surface Laptop gar nicht abgeneigt, allerdings macht mir der Preis einen Strich durch die Rechnung. Ich kann nachvollziehen, dass aufgrund der gestiegenen Preise für RAM, Speicher und weitere Komponenten Preisanpassungen erforderlich sind.
Allerdings empfinde ich sowohl den Einstiegspreis des neuen Surface Laptop als auch des neuen Surface Pro als zu hoch. Ich kann mir kaum vorstellen, wie teuer das Surface Laptop Ultra werden wird.
Auch ganz interessant: Das teuerste Modell der neuen Surface Laptop-Reihe ist das 15″-Modell mit Snapdragon X2 Elite, 64 GB RAM und 2 TB-SSD für 4.199 Euro. Für genau 3.699 Euro bekommt man das Surface Pro 8 mit Snapdragon X2 Elite, 64 GB RAM und 1 TB SSD – das übliche und obligatorische Surface Keyboard nicht mitgerechnet.
Ich bin gespannt, wie die neue Generation bei der Kundschaft ankommen wird und ob Microsoft die Surface-Produktreihe früher oder später auch im unteren Preissegment ausweiten wird. Gegen ein „günstiges“ Surface Go oder Surface Laptop Go hätte viele wahrscheinlich nichts einzuwenden, zumal die aktuelle Surface-Produktreihe dem MacBook Neo von Apple keine ernsthafte Konkurrenz bieten kann.
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