NVIDIA investiert in Doctolib und beschleunigt KI-Entwicklung
Der Gesundheitsdienstleister Doctolib gewinnt NVIDIA als Minderheitsaktionär und will damit seine KI-Entwicklung in Europa beschleunigen.
Die Beteiligung wurde am 13. Oktober 2026 von NVIDIA-Chef Jensen Huang in Paris angekündigt. Zur Höhe der Investition machten die Unternehmen keine Angaben. Doctolib nutzt bereits seit einem Jahr NVIDIA-Technologie und erhält künftig zusätzliche Unterstützung beim Training eigener KI-Modelle.
Doctolib entwickelt neue KI-Assistenten für Ärzte und Patienten
Nach eigenen Angaben zählt Doctolib europaweit rund 100 Millionen Patienten und 580.000 Gesundheitsfachkräfte zu seinen Nutzern. In Deutschland sind es mehr als 30 Millionen Patienten und 150.000 Gesundheitsfachkräfte. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten derzeit an den KI-Lösungen des Unternehmens.
Die wichtigsten KI-Projekte im Überblick:
- Ein KI-Sprechstundenassistent hat bereits mehr als 12 Millionen Patientenbesuche dokumentiert.
- Weitere Assistenten unterstützen bei Abrechnung, Kodierung, Sekretariatsaufgaben und Dokumentenverwaltung.
- Neue Systeme sollen Ärzte künftig auch bei klinischen Entscheidungen unterstützen.
- Ein persönlicher KI-Gesundheitsassistent soll Patienten Fragen beantworten und sie durch ihre Behandlung begleiten.
Für die medizinische Spracherkennung verwendet Doctolib ein selbst entwickeltes Modell, das Fachbegriffe in mehreren Sprachen versteht. Die geplanten Assistenten für klinische Entscheidungen entstehen gemeinsam mit Gesundheitsfachkräften.
Auch die technische Unabhängigkeit spielt bei der Zusammenarbeit eine Rolle. Doctolib will verstärkt auf Open-Weight- und Open-Source-Technologien setzen und seine europäische Infrastruktur ausbauen. Gesundheitsdaten und KI-Modelle sollen weiterhin ausschließlich in der EU und Großbritannien unter Kontrolle des Unternehmens gehostet werden.
Die NVIDIA-Beteiligung dürfte Doctolib vor allem bei der Entwicklung eigener Modelle helfen. Für Patienten und Ärzte wird sich der Nutzen allerdings weniger an der eingesetzten Technik messen lassen als daran, wie zuverlässig die neuen Assistenten im medizinischen Alltag tatsächlich funktionieren.
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Wenn ich Nvidia und KI lese denke ich direkt das schlimmste. Der Firma sind die Risiken völlig egal, Hauptsache man scheffelt mit KI mehr Kohle. Jenson Huang war einer der weniger der keine Risiken sieht und auch nicht für eine bessere Überwachung und Restriktionen von KI war.