Peloton plant schon wieder einen Neustart

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Wenn ich an Peloton denke, dann denke ich nicht mehr an ein spannendes Konzept mit Potenzial, ich denke an die vergebene Chance nach dem Hoch in der Pandemie und die fast schon verzweifelte Suche nach einer Vision für die Zukunft der Marke.

Erst sollten es teure Bikes für daheim sein, dann kam mehr Hardware dazu, wie ein Rudergerät und ein Laufband, dann fokussierte man sich doch auf die App, weil das mit der Hardware sehr teuer ist, dann merkte man, dass das nicht so aufgeht und kehrte zur Hardware zurück und zuletzt setzte man auf neue und teurere Hardware.

Peloton will sich schon wieder verändern

Dieser Plan ging laut Bloomberg schon wieder nicht auf, daher wagt Peloton, ganz große Überraschung, schon wieder einen Neustart. Der Fokus bleibt auf Hardware, wandert aber verstärkt auf das Laufband, da der Markt dafür größer als bei Bikes ist, und man möchte eine „günstige Version“ (Preis bisher noch unklar) entwickeln.

Passend dazu will sich Peloton noch mehr auf Krafttraining konzentrieren und den Kurswechsel beim Marketing mit einer neuen Kampagne bewerben. Das Problem ist nur, dass vor allem das neue Laufband von Peloton noch über ein Jahr entfernt ist.

Der neue Chef hat die Marke in den letzten Monaten optimiert, bisher jedoch vor allem an den Kosten gedreht, Peloton benötigt langsam auch wieder Wachstum.

Peloton hat in den letzten Monaten viel Person entlassen, so die Quelle, und auch die Trainer bangen langsam um ihren Job. Neue Bewerber geben an, dass sie den Eindruck hatten, dass Peloton eher kurzfristig Personal sucht und kein Interesse an einer langjährigen Geschäftsbeziehung hat. Man setzt auch immer mehr auf KI.

Die Marke war in der Pandemie angesehen und man konnte viele loyale Nutzer für ein Peloton begeistern. Doch man merkt, dass das Management gar keine Vision für die Zeit danach hatte und jetzt wechselt man alle paar Monate die Strategie.

Das verwirrt nicht nur Kunden, es kostet auch immer wieder Zeit und Geld.

Peloton ist weiterhin viel zu teuer

Ich habe ein Peloton hier, auch wenn es nicht direkt mir gehört (meine Frau legte es sich in der Pandemie zu), so benutze ich es häufiger. Und es bleibt ein Problem.

Das ganze Konzept von Peloton ist viel zu teuer. Das Bike kostet schon weit über 2.000 Euro und dazu kommt dann eben noch der „All-Access Membership“ für 45 Euro im Monat. Es gibt sehr viele Heimtrainer für unter 500 Euro und Workouts bei YouTube und Co. sind kostenlos. Ein Tablet ans Bike und schon ist man bereit.

Ich mag Peloton, ich nutze es, wenn ich damit eine Runde fahre, sehr gerne. Aber man müsste einen Weg finden, wie man Peloton günstiger und dennoch lukrativ für das Unternehmen gestaltet. Ein günstigeres Bike und Laufband und ein Abo ohne Live Kurse (aufgezeichnet reicht mir z.B.), was deutlich preiswerter ist, wären gut.

Und man darf nicht jedes Jahr ein neues Konzept vorstellen, das wirkt so langsam fast schon verzweifelt. Für mich ist Peloton keine Marke für Krafttraining und keine für eine 0815-Fitness-App, vielleicht sind solche Bereiche also keine gute Idee.

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